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Vorschau 2021

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Dienstag | 04.05.2021 | 19.00 Uhr | Eintritt: frei
Lesung und Gespräch via Online-Veranstaltung auf unserem YouTube-Kanal

Annährung eines Deutsch-Amerikaners an Europa: Patrick Roth liest „Long Voyage Home“ aus „Gottesquartett. Erzählungen eines Ausgewanderten“

In seiner Erzählung „Long Voyage Home“ erinnert sich Patrick Roth an seine amerikanischen Jahre. In fünf Episoden schildert er, wie er sich die neue Umgebung als junger Mann aneignete und wie sie sich ihm im Verlauf von 35 Jahren wieder entfremdete. Trotz intensiver Adaption des „American Way of Life“ holte ihn sein „Deutschsein“ immer wieder ein. Der Sehnsuchtsort Los Angeles, das Finden des eigenen Wegs als Schriftsteller, die Liebe zur deutschen Sprache in der Fremde und der Entschluss zur Rückkehr sind die Wegmarken dieser langen Heimreise.

Patrick Roth wurde 1953 in Freiburg im Breisgau geboren, ist in Karlsruhe aufgewachsen und lebt als freier Autor in Mannheim. Bekannt ist er als Erzähler biblisch-mythischer Stoffe, die er filmisch neu inszeniert, wie in den Texten der „Christus Trilogie“ (1998/2017) und im Roman „Sunrise. Das Buch Joseph“ (2012). Die deutsch-amerikanischen Erzählzyklen wie „Meine Reise zu Chaplin“ (1997/2013) und „Die amerikanische Fahrt“ (2013) dokumentieren Patrick Roths Auseinandersetzung mit dem Kino. 2017 kam die „Christus Trilogie“ in einer kommentieren Neuausgabe heraus; zuletzt erschien „Gottesquartett. Erzählungen eines Ausgewanderten“ (2021). Für sein literarisches Schaffen wurde er vielfach geehrt. Unter anderem erhielt er den Hugo-Ball-Preis (2002), den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2003) und war Mainzer Stadtschreiber (2006). In den Jahren 2004 und 2012 hatte er die Poetikdozentur an der Universität Heidelberg inne.

Weitere Informationen unter Tel. 0721-1334087 bzw. info@literaturmuseum.de Eine Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Kulturtage 2021. www.europaeische-kulturtage.de

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Dienstag | 11.05.2021 | 19.00 Uhr | Eintritt: frei
Vortrag und Gespräch via Live Streaming

Europa erzählen: Simon Strauß gibt Einblicke in das „Europäische Archiv der Stimmen" und diskutiert die Frage, ob sich das Projekt Europa als kulturelle Idee reaktivieren ließe

Eine Gruppe junger engagierter Zeitgenoss*innen hat sich zusammengetan, um an „Europa zu arbeiten“. Dreimal im Jahr treffen sie sich ein Wochenende lang an einem europäischen Ort abseits der Metropolen, um alten Begriffen neuen Sinn zu geben, andere junge Europäer*innen kennenzulernen und eine geschichtsträchtige Region zu besuchen. „Zentrales Projekt des Vereins ist das „Europäische Archiv der Stimmen“. Ziel ist es, so viele Europazeugen (geboren zwischen 1920 und 1940) aus so vielen europäischen Ländern wie möglich in ihrer Landessprache zu interviewen, um festzuhalten, wie die Menschen beim Beginn des erneuten Zusammenwachsens Europas gefühlt und gedacht haben. Reizvoll ist die Zusammenführung der Stimmen der „Europazeugen“ mit den Fragen der jungen Interviewer*innen, die stellvertretend für ihre Generation den Dialog aufnehmen. "Arbeit an Europa" ist seit 2017 ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Mitglieder und Organisatoren der Gruppe sind unter anderem Nora Bossong und Tom Müller und als Vorstandvorsitzender Simon Strauß.

1988 in Berlin geboren, studierte Simon Strauß Altertumswissenschaften und Geschichte an den Universitäten Basel und Poitiers sowie an der University of Cambridge. Er lebt in Frankfurt und ist seit 2016 als Redakteur bei der FAZ tätig. 2017 wurde er an der Berliner Humboldt-Universität mit einer Untersuchung über Theodor Mommsen und Matthias Gelzer promoviert. In Karlsruhe präsentierte er bereits auf Einladung der Literarischen Gesellschaft seine Bücher "Sieben Nächte" (2017) und "Römische Tage" (2019).

Weitere Informationen unter Tel. 0721-1334087 bzw. info@literaturmuseum.de Eine Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Kulturtage 2021. www.europaeische-kulturtage.de

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Freitag | 21.05.2021 | 19.00 Uhr | Eintritt: frei
Online Veranstaltung via Live Streaming

"Mein Algorithmus und Ich": Daniel Kehlmann im Gespräch mit Raphaela Edelbauer, Hansgeorg Schmidt-Bergmann, Michael Resch und Peter Weibel

Es wird viel über Künstliche Intelligenz und ihre Gefahren gesprochen, aber wie fühlt es sich tatsächlich an, mit einem hochentwickelten Programm umzugehen? Was erlebt man, und was lässt sich daraus folgern? Im Februar 2020 reiste Daniel Kehlmann von New York ins Silicon Valley, wo man ihn eingeladen hatte, gemeinsam mit einer Künstlichen Intelligenz eine Kurzgeschichte zu verfassen. In "Mein Algorithmus und Ich" erzählt er von dieser Reise und von seiner experimentellen "Zusammenarbeit" mit dem Algorithmus. Anlass genug, um am ZKM darüber zu berichten und im Gespräch mit ZKM-Vorstand Peter Weibel, dem Vorsitzenden der Literarischen Gesellschaft Prof. Dr. Hansgeorg Hansgeorg Schmidt-Bergmann, dem Direktor des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart Michael Resch und der jungen Wiener Autorin Raphaela Edelbauer die literarischen, philosophischen, technischen und auch unterhaltsamen Seiten des Projektes auszuloten.

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