Februar - März 2019

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Die Abendkasse befindet sich im zweiten Stockwerk des PrinzMaxPalais und öffnet 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

FebruarAlle Texte einblenden

Freitag, 15.02 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

Vieldiskutiert -

Takis Würger präsentiert seinen Roman „Stella“

Takis Würger. Foto: Sven Döring

„Man beginnt dieses Buch mit Skepsis, man liest es mit Spannung und Erschrecken, man beendet es mit Bewunderung“, so Daniel Kehlmann über den neuen Roman von Takis Würger.

Im Berlin des Jahres 1942 trifft ein stiller junger Mann in einer Kunstschule die faszinierende Kristin und verliebt sich in sie. Doch ist das ihr richtiger Name? Nichts ist, wie es scheint. Die grausame Realität bricht bald in Form der Gestapo in ihr Leben, die sie zu einem unmenschlichen Pakt zwingt: um ihre Familie zu retten soll sie untergetauchte Juden denunzieren. Stella ist eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, eine Geschichte von Liebe und Verrat in dunklen Zeiten.

Takis Würger, geboren 1985, studierte an der Universität von Cambridge Ideengeschichte und lebt heute als Autor und Journalist in Berlin. Er arbeitet als Redakteur für den Spiegel und berichtete aus den Kriegsregionen Ukraine, Afghanistan und Libyen. Für seine Reportagen wurde er mit zahlreichen Journalistenpreisen ausgezeichnet. 2010 bekam er den Titel „Top 30 Journalisten unter 30.“ Sein Debütroman Der Club (2017) war für den aspekte-Literaturpreis 2017 nominiert und gehörte zu den fünf beliebtesten Romanen der unabhängigen deutschen Buchhändler im Jahr 2017. Der Club wird zurzeit verfilmt.

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Mittwoch, 20.02 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- €

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Vortrag von PD Dr. Tina Hartmann (Bayreuth): „Die günstigste aller dramatischen Formen“ – warum Goethe ein Leben lang Opern schrieb

Goethes Auseinandersetzung mit der Oper ist keineswegs, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, ein Nebenaspekt seines Werks. Denn seine Repertoirekenntnis von gut 300 Werken ist belegt und seine 17 eigenen Libretti umspannen praktisch alle Genres der Oper. Der Vortrag mit zahlreichen Musikbeispielen wird – mit dem zeitgenössisch vielfach vertonten Singspiel Erwin und Elmire (1774) beginnend – Goethes Entwicklung an und mit dem Musiktheater über seine gesamte Schaffenszeit aufzeigen.

PD Dr. Tina Hartmann lehrt Literaturwissenschaft an der Universität Bayreuth und war von 2009 bis 2012 als Operndramaturgin am Theater Heidelberg und Badischen Staatstheater Karlsruhe tätig sowie danach bis 2016 für die Schwetzinger SWR-Festspiele. Zu ihren Arbeits- und Forschungsschwerpunkten gehören die Librettologie, Literatur des Barock, Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang von Goethe und die Themenbereiche „Geschlecht und Diversity“ sowie „Kastraten in der Literatur“.

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Donnerstag, 21.02 | 20.00 Uhr | Eintritt 18,- / Mitglieder 16,- €
> Konzerthaus am Festplatz

Der vierte Teil der Saga:

Joachim Meyerhoff präsentiert „Die Zweisamkeit der Einzelgänger“

Joachim Meyerhoff. Foto: Ingo Pertramer

In seinem autobiografischen Romanprojekt Alle Toten fliegen hoch erzählt Joachim Meyerhoff seit 2011 die Geschichte seines Lebens: beginnend mit seinen Erlebnissen als Austauschschüler in Wyoming (Amerika) im ersten Band über seine Einblicke in die Kinder- und Jugendpsychiatrie (Wann wird es endlich wieder so wie es war) im 2013 erschienenen zweiten Band beschreibt Meyerhoff im dritten, 2015 erschienenen Teil Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke eine Episode aus seiner Zeit an der Münchner Schauspielschule.

Mit dem vierten Band Die Zweisamkeit der Einzelgänger wird die Geschichte weitererzählt. Inzwischen ist es Zeit für die Liebe geworden und der Protagonist hat die Qual der Wahl zwischen der Studentin Hanna, der Tänzerin Franka und der Bäckerin Ilse.

Der Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet, so unter anderem 2017 mit dem Titel „Schauspieler des Jahres“. Im gleichen Jahr erhielt er den Nestroy-Theaterpreis als bester Schauspieler für Die Welt im Rücken. Für seinen Debütroman wurde er 2011 mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis und 2012 mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ausgezeichnet.

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Donnerstag, 21.02. bis Sonntag, 24.02

Das Museum für Literatur ist auf der art KARLSRUHE 2019 vertreten. Besuchen Sie uns in Halle 1 an Stand Nr. W05

Dienstag, 26.02 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Verfolgt von der Erinnerung an den Krieg

Nino Haratischwili liest aus „Die Katze und der General“

Nino Haratischwili. Foto: Steffen Baraniak

Der von allen „Der General“ genannte Alexander Orlow möchte mit seiner Vergangenheit abschließen und hat in Berlin ein neues Leben begonnen. Es dauert nicht lange, bis ihn die Erinnerung an eine grausame Nacht im ersten Tschetschenienkrieg und die ungesühnte Schuld gegenüber der jungen Tschetschenin Nura einholen. Er muss seinen Schmerz überwinden und mit Hilfe von „Katze“, einer eigenwilligen georgischstämmigen Schauspielerin, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen versuchen.

Nino Haratischwili hat einen „Schuld-und-Sühne-Roman“ über den Krieg und über die Sehnsucht nach Frieden und Vergebung geschrieben. Ihre Figuren sind Teil eines tödlichen Spiels, in dem sie mit der Wucht einer klassischen Tragödie aufeinanderprallen.

Nino Haratischwili, 1983 in Tbilissi geboren, ist Theaterregisseurin, Dramatikerin und Romanautorin. Nach ihrem Debütroman Juja (2010) veröffentlichte sie unter anderem Mein sanfter Zwilling (2011) und den von Publikum und Literaturkritik gleichermaßen vielbeachteten und ausgezeichneten Roman Das achte Leben (Für Brilka) (2014). Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Anna Seghers-Preis (2015), dem Literaturpreis des Förderkreises der Deutschen Wirtschaft (2015) und dem Bertolt-Brecht-Literaturpreis (2018) ausgezeichnet. Die Katze und der General war auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2018 nominiert.

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März

Montag, 11.03 | 20.00 Uhr | Kostenbeitrag 7,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstr. 47

LESUNG SÜD im KOHI

Hochkomisch und manipulativ: Angela Lehner präsentiert ihren fulminanten Roman „Vater unser“

Angela Lehner. Foto: Paula Winkler

Sie ist intrigant, besserwisserisch, vielleicht sogar gemeingefährlich. Die Ich-Erzählerin des Romans Vater unser befindet sich in der psychiatrischen Abteilung eines Wiener Spitals. Die Polizei hat sie in die Klinik gebracht. Hier berichtet sie dem Chefpsychiater Doktor Korb vom Zusammenleben mit den Eltern und ihrem Bruder Bernhard, den sie retten will - und warum sie ihren Vater töten will. Wahrheit oder Lüge? In ihrem Debütroman lässt Angela Lehner eine unzuverlässige Ich-Erzählerin auftreten, eine Geistesgestörte, wie es sie noch nicht gegeben hat. Wer ist sie und was führt sie im Schilde?

Angela Lehner, geboren 1987 in Klagenfurt, studierte in Wien, Maynooth (Irland) und Erlangen Literaturwissenschaft. Sie lebt in Berlin. Für ihr Schreiben hat sie mehrere Literaturpreise und -stipendien erhalten.

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Mittwoch, 13.03

Die für den 13.03. angekündigte Veranstaltung mit Nora Krug wird auf Mi, den 26.06.2019, 19 Uhr verlegt.

Samstag, 16.03 | 15.00 - 20.00 Uhr

Im Rahmen der „Karlsruher Wochen gegen Rassismus 2019“ zu Gast im PrinzMaxPalais: Stoffwechsel e. V., Aufgefächert e. V. - Druckschrift Karlsruhe und Antidiskrminierungsstelle Karlsruhe

Workshop „Weltbürger*innen gefragt? Eigenes und Fremdes im Spiegel Karlsruher Institutionen und Medien“

Informationen zum Programm, den Themen und den Referentinnen und Referenten unter www.stoffwechsel-ev.de. Kontakt: Werner Kersting info@stoffwechsel-ev.de

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Mittwoch, 20.03 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- €

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Literarisch-musikalische Hommage an Goethes „Chinesisch-deutsche Jahres- und Tageszeiten“ mit Kathrin Beddig (Pfinztal)

Die als „Karlsruher Zauberflöte“ bekannte Musikerin Kathrin Beddig stellt die Entstehungsgeschichte von Goethes lyrischem Zyklus Chinesisch-deutsche Jahres- und Tageszeiten sowie einzelne Gedichte daraus vor. Wie die traditionelle chinesische Landschaftsmalerei auch Träger chinesischer Lebensphilosophie ist, so weisen Goethes Verse über „bunt geblümte Wiesen“ und „der Weiden Haargezweige“ weit über die rein poetische Darstellung der Umgebung hinaus. Kathrin Beddigs Kompositionen für (Alt-)Querflöte, Altflöte und pentatonische Flöte greifen sowohl auf klassisch-romantische Spielweisen als auch chinesische Mythen und Lieder zurück. Wie Goethe in der Poesie ließ sie sich in der Musik von chinesisch-deutschen Traditionen inspirieren.

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Donnerstag, 21.03 | 15.00 - 15.30 Uhr
> Leseinsel Junge Verlage: Halle 5, Stand G200

„Leipzig liest“ (21.-24. März 2019)

allmende - Zeitschrift für Literatur auf der Leipziger Buchmesse!

Zum Thema „Literaturzeitschriften ohne Zukunft? Die Literaturzeitschriften allmende, manuskripte und poet“ diskutieren Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Matthias Walz mit Andreas Unterweger und Carolin Callies.

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Mittwoch, 27.03 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Die Möglichkeiten einer lebendigen Buchkultur

„Korallen“: Judith Schalansky und Jutta Person präsentieren den 50. Band der Reihe „Naturkunden“

Judith Schalansky und Jutta Person. Fotos: Jürgen Bauer und Johanna Ruebel

Bei ihrer Lesung aus Verzeichnis einiger Verluste im PrinzMaxPalais im vergangenen Jahr gab Judith Schalansky interessante Einblicke in die Kunst der Buchgestaltung. Nun präsentiert sie gemeinsam mit Jutta Person den 50. Band der von ihr herausgegebenen Reihe Naturkunden. Die Bücher der Reihe erzählen von belebter und unbelebter Natur, von Tieren, Pflanzen und Menschen. Jeder der Bände ist ein leidenschaftliches Zeugnis der Liebe zur Natur, aufwändig bebildert, außergewöhnlich gestaltet und hochwertig ausgestattet, kurz: eine bibliophile Kostbarkeit. Der neue Band Korallen, von Judith Schalansky und Jutta Person gemeinsam herausgegeben, taucht in die Natur- und Kulturgeschichte dieser Lebewesen ein, über deren Status - ob Stein, Pflanze oder Tier - lange Zeit gerätselt worden war.

Judith Schalansky, geboren 1980 in Greifswald, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Seit 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus. Die von ihr gestalteten Bücher sind eine Besonderheit: die Bände Atlas der abgelegenen Inseln (2009) und Der Hals der Giraffe (2011) wurden von der Stiftung Buchkunst jeweils zum „Schönsten deutschen Buch“ gekürt. Die vielfach ausgezeichnete Autorin erhielt unter anderem 2018 den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis.

Jutta Person, geboren 1971 in Südbaden, studierte Germanistik, Italianistik und Philosophie in Köln und Italien. Die in Berlin lebende Journalistin und Kulturwissenschaftlerin schreibt für die Süddeutsche Zeitung, für Literaturen, Die Zeit und das Philosophie Magazin. Von 2004 bis 2007 war sie Redakteurin bei Literaturen, seit Oktober 2011 betreut sie das Ressort Bücher beim Philosophie Magazin.

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Vorschau

  • Mo, 01.04., 19.00 Uhr: Sophie Passmann (AUSVERKAUFT)
  • Do, 04.04., 19.00 Uhr: Feridun Zaimoglu
  • Mi, 10.04., 19.00 Uhr: Barbara Kalender /Jörg Schröder (ZKM)
  • Mi, 17.04., 19.00 Uhr: Goethe-Gesellschaft
  • Do, 09.05., 19.00 Uhr: Vea Kaiser
  • Mi, 15.05., 19.00 Uhr: Goethe-Gesellschaft
  • Mo, 20.05., 19.00 Uhr: Karl-Heinz Ott (BLB)
  • Di, 28.05., 20.00 Uhr: Sarah Kuttner (jubez)
  • Do, 06.06., 19.00 Uhr: Saša Stanišić
  • Do, 27.06., 20.00 Uhr: SWR-Bestenliste
  • 19. bis 21. Juli 2019: Das Fest
  • Sa, 03.08., ab 18.00 Uhr: KAMUNA
  • Mi, 18.09., 19.00 Uhr: Goethe-Gesellschaft
  • Literaturtage Karlsruhe 2019 ab So, 29.09. an diversen Orten
  • Di, 01.10., 18.00 Uhr: Jan Wagner (Naturschutzzentrum)
  • Mi, 16.10., 19.00 Uhr: Goethe-Gesellschaft
  • Mi, 13.11., 19.00 Uhr: Goethe-Gesellschaft
  • Mi, 18.12., 20.00 Uhr: SWR-Bestenliste

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