Januar - März 2020

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Die Abendkasse befindet sich im zweiten Stockwerk des PrinzMaxPalais und öffnet 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

JanuarAlle Texte einblenden

Montag, 13.01 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Spannend, tragisch, komisch. Jan Weiler stellt seinen neuen Roman „Kühn hat Hunger“ vor

Jan Weiler. Foto: Tibor Bozi

Kommissar Kühn ist Mitte Vierzig und in der Krise. Er fühlt sich als Mann abgehängt „von der Gesellschaft, von den eigenen Kindern, von der eigenen Frau, vom Beruf“, sagt Autor Jan Weiler über die Hauptfigur seines neuen Romans Kühn hat Hunger. Und dann ist der Mann auch noch zu dick. Zumindest hat Martin Kühn selbst das Gefühl, schwerer zu sein, als es ihm guttut. In der Seele und um die Hüfte rum. Während er sich damit abplagt muss er sich gegen die Intrigen seines vermeintlich besten Freundes und Kollegen Thomas Steierer wehren – er bekommt es mit einem Mörder zu tun, der ihm zeigt, wie tief man als Mensch fallen kann.

Jan Weilers „Martin-Kühn-Romane“ sind keine reinen Kriminalromane. Er hat einen aktuellen Stoff zu einer humorvollen Lektüre verarbeitet, ohne dabei den Ernst des Themas zu unterschlagen.

Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, war viele Jahre Chefredakteur des Magazins der Süddeutschen Zeitung. Sein erstes Buch Maria, ihm schmeckt’s nicht! (2003) gehört zu den auflagenstärksten Büchern der vergangenen Jahre. Es folgten unter anderem Das Pubertier (2014), Kühn hat zu tun (2015), Im Reich der Pubertiere (2016) sowie zuletzt Und ewig schläft das Pubertier (2017) und Kühn hat Ärger (2018).

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Dienstag, 14.01 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Revolution und schleichende Sterne - Lesung von Andrea Karimé

Andrea Karimé. Foto: heike fischer

Andrea Karimé, aktuelle Amanda-Neumayer-Stipendiatin des Hausacher LeseLenzes in der Kategorie Kinder- und Jugendbuch und Poetik-Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, liest aus ihrem Kriminalroman Zum Sterben nach Kairo (2010), in dem eine deutsche Detektivin in Kairo und am Nil ermittelt. Zudem präsentiert sie ihr Jugendbuch Jonny Himmelblau und der Millionenvogel (2016). Darin kommt ein Junge, der Sohn eines Zitronenhändlers in Kairo, in die Wirren der ‚Ägyptischen Revolution‘.

Andrea Karimé, 1963 in Kassel geboren, studierte an der Gesamthochschule Kassel Musik- und Kunsterziehung. Die deutsch-libanesische Autorin unterrichtet in einer Schule in Leverkusen und ist als Erzählerin von Geschichten, die sie sich am liebsten gemeinsam mit Kindern ausdenkt, tätig. Andrea Karimé lebt in Köln.

Eine Veranstaltung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe.

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Montag, 27.01 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Neujahrsempfang der Literarischen Gesellschaft
Der Karlsruher Autor Markus Orths liest aus „Picknick im Dunkeln“ – eine Buchpremiere

Markus Orths. Foto: Yves Noir

Was passiert, wenn man zwei Giganten der Geschichte aufeinandertreffen lässt und diese, im wahrsten Sinne des Wortes, eine Unterhaltung im Dunkeln führen? Die Rede ist von Thomas von Aquin (1225-1274), einem der einflussreichsten Theologen der römisch-katholischen Kirche, und Stan Laurel (1890-1965), unter anderem britischer Filmkomiker, der als Teil des Allzeit-Klassiker-Duo Laurel und Hardy weltweite Bekanntheit erlangte. Auf den ersten Blick mögen diese beiden wenig Gemeinsamkeiten haben; doch Markus Orths gibt ihnen eine gemeinsame Mission: Aus der Dunkelheit ans Licht gelangen. Wie? Und wieso gerade sie? – Nicht nur die Leser stellen sich diese Fragen. Urkomisch, kurios und todernst geht es zu, wenn in der Geschichte ein Tableau aus Humor und den großen philosophischen Lebensfragen ausgebreitet wird.

Markus Orths, 1969 geboren, studierte Philosophie, Romanistik und Anglistik in Freiburg. Der in Karlsruhe lebende Autor veröffentlichte unter anderem die Romane Lehrerzimmer (2003), Das Zimmermädchen (2008), Hirngespinste (2009), Die Tarnkappe (2011), Alpha & Omega: Apokalypse für Anfänger (2014) und Max (2017). Ausgezeichnet wurde er unter anderem 2008 in Klagenfurt beim Ingeborg-Bachmann-Preis sowie 2011 mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar und dem Deutschen Science Fiction Preis (2015). Markus Orths hatte 2018 eine Poetik-Professur an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg inne.

Im Anschluss: Anstoßen auf das noch Neue Jahr!

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Dienstag, 28.01 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

Schuld, Verantwortung, Liebe und der Wunsch, dem Alltag zu entfliehen: Kai Weyand liest aus seinem Roman „Die Entdeckung der Fliehkraft“

Kai Weyand. Foto: Dorothee Wetzel

Was Karl neben seinem beständigen und stetig funktionierenden Alltag bleibt, ist ein Gefühl, eine Ahnung, dass etwas nicht in Ordnung ist. Vielleicht liegt es daran, dass da plötzlich eine Distanz zwischen ihm und den übrigen Familienmitgliedern zu spüren ist. Vielleicht ist es die Sorge um einen seiner Schüler, der im Gefängnis sitzt. Oder doch, dass er sich dabei ertappt, wie er ständig an diese unbekannte Frau, Karoline, denken muss …? Karl beschließt, sich ihr zu öffnen, und gibt seiner Seele Ausdruck: Er schreibt ihr Briefe, über Liebe, Schuld, Freundschaft, und Verantwortung – und sie antwortet.

Kai Weyand studierte Pädagogik in seiner Geburtsstadt Freiburg. Von 2001 bis 2005 leitete er gemeinsam mit Martin Gülich das Freiburger Literaturbüro. Er veröffentlichte unter anderem den Erzählband Am Dienstag stürzen die Neubauten ein (2005) sowie die Romane Schiefer eröffnet spanisch (2008) und Applaus für Bronikowski (2015).

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Februar

Montag, 03.02 | 20.00 Uhr | (Test-)Mitgliedschaft 8,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstr. 47

LESUNG SÜD im KOHI

„Fulminantes literarisches Debüt.“ (ZDF)
Lukas Rietzschel präsentiert „Mit der Faust in die Welt schlagen“

Lukas Rietzschel. Foto: Gerald von Foris

Zwei Brüder, ein Dorf in Ostsachsen und eine Wut, die immer größer wird. Mit seinem Debütroman Mit der Faust in die Welt schlagen hat Lukas Rietzschel für Aufsehen gesorgt. Er greift die aktuelle politische Situation in Sachsen auf, erzählt von Perspektivlosigkeit und Isolation, der Beziehung zur eigenen Heimat und den Aufmärschen in Dresden, Freital und Hoyerswerda. Eine Chronik des Zusammenbruchs und ein bewegendes Porträt über die ostdeutsche Lebensrealität nach der Wende.

Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Ostsachsen, studierte in Kassel Politikwissenschaft und Germanistik, in Görlitz Kulturmanagement.

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Mittwoch, 05.02 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Die Welt ist ein Rucksack voller Abenteuer. Willkommen zurück!
Der Karlsruher Autor Maurice Moel berichtet von seiner ungewöhnlichen Reise durch Lateinamerika und liest aus „Typewrite the world”

Maurice Moel. Foto: privat

Einige Jahre ist Maurice Moel auf eine sehr unkonventionelle Art und Weise mit einer Schreibmaschine quer durch Amerika gereist – Gedichte schreibend und über lokale Kultur, Mythen und Legenden forschend. Den Atlantik überquerte er als Mitsegler. Bewusst langsam reisend, nur mit dem Rhythmus der Natur und der Kraft seines Inneren. Auf Kaffee-/Kakao und Zuckerrohr-Plantagen arbeitete er, um zu erfahren wie diese Produkte, die hier in Europa wie selbstverständlich konsumiert werden, eigentlich entstehen. Entstanden ist dabei Typewrite the world, unlängst erschienen im Brot & Kunst Verlag, ein Bericht von einer außergewöhnlichen Reise.

Mit Texten, die auf hoher See, im Amazonas, in Kolumbien, in Mittelamerika und in der Karibik auf einer Reiseschreibmaschine und von Hand verfasst wurden.

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Montag, 10.02 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Zusammenspiel von Krieg, Lüge und Manipulation
Steffen Kopetzky liest aus seinem neuen Roman „Propaganda“

Steffen Kopetzky. Foto: Jörg Schulz

„Ein wahrhaft großer amerikanischer Roman.“ (Frankfurter Rundschau)

Historischer Roman? Abenteuerroman? Oder doch eher Schelmenroman? John Glueck, New Yorker mit deutschen Wurzeln, trifft nicht nur Ernest Hemingway, J. D. Salinger, Charles Bukowski und John F. Kennedy, er überlebt auch die ‚Allerseelenschlacht‘ im Jahr 1944 in der Eifel und einen Giftgasangriff im Vietnamkrieg. Das neue Buch von Steffen Kopetzky beweist: Politik ist zynisch und verlogen und Geschichte wiederholt sich, ausnahmslos. Ein mitreißendes, brillantes Buch über Verantwortung und Gewissen.

Steffen Kopetzky, geboren 1971, studierte Philosophie und Romanistik in München, Paris und Berlin. Von 2002 bis 2008 war er künstlerischer Leiter der Biennale Bonn. Bei den Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser auf der Liste der SPD in den Stadtrat gewählt und ist dort als Referent für Kultur tätig. Steffen Kopetzky ist Autor von Romanen, Erzählungen, Hörspielen und Theaterstücken. Sein letzter Roman Risiko (2015) stand monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen an der Ilm.

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Donnerstag, 13.02 | 19.00 Uhr | Eintritt 4,- € | 2,- €
> Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Hans-Thoma-Straße 2-6

Liebe, Tod und Teufel. Eine Dichterlesung mit Baldungs Zeitgenossen

Textcollagen und Erläuterungen: Prof. Dr. Mathias Herweg und Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann.

Es liest: Achim Thorwald, ehemaliger Generalintendant des Badischen Staatstheaters Karlsruhe.

Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Hans Baldung Grien. heilig | unheilig“ der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe.

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Donnerstag, 13.02 bis Sonntag, 16.02

Das Museum für Literatur ist auf der art KARLSRUHE 2020 vertreten. Besuchen Sie uns in Halle 1 an Stand Nr. V10

Mittwoch, 19.02 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- € / Studierende frei

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Vortrag von Dr. Mark Lehmstedt (Leipzig): „Der Mittelpunkt der Bücherwelt: Die Buchstadt Leipzig im 18. Jahrhundert“

Wenige Städte haben in der Geschichte des Buchwesens seit dem Ausgang des Mittelalters eine so bedeutende Rolle gespielt wie Leipzig. Aufs Ganze gesehen ist die „Buchstadt“ nur mit den Weltmetropolen Paris und London vergleichbar. Doch so unstrittig die Bedeutung Leipzigs für die Entwicklung des deutschen und europäischen Buchwesens ist, so unbefriedigend ist der Stand der Erforschung der Leipziger Buchgeschichte, deren Entwicklung im 18. Jahrhundert der Kulturhistoriker in seinem Vortrag aufzeigen wird. Mark Lehmstedt ist promovierter Kulturhistoriker, Lektor und seit 2003 Verleger, Mitbegründer des „Leipziger Arbeitskreises zur Geschichte des Buchwesens“ und der „Society for the History of Authorship, Reading and Publishing“ (SHARP), Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Verfasser zahlreicher Bücher und Aufsätze zur Buchgeschichte.

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Samstag, 29.02 | 19.30 Uhr | Eintritt 15,- € / 10,- € / 9,- €
> Badisches Staatstheater, Hermann-Levi-Platz 1, Kleines Haus

„Morgen ist da. Reden“ – Lesung und Gespräch mit Navid Kermani
Moderation: Anna Bergmann (Schauspieldirektorin Badisches Staatstheater)
Es liest: Sarah Sandeh (Badisches Staatstheater)

Navid Kermani. Foto: Julian Baummann

Wie bedankt man sich angemessen für einen Preis, der einem zunächst aberkannt worden ist? Wie erklärt man Amerika kurz nach der Wahl Donald Trumps seine Liebe? Was sagt ein Deutscher mit iranischen Wurzeln über Auschwitz? Welche Worte bleiben am Grab des eigenen Vaters? Navid Kermani hat die öffentliche Rede zu einer Kunst gemacht, über die das Land staunt – nicht nur mit seiner berühmtesten im Bundestag zum Grundgesetz und der Dankrede zum Friedenspreis in der Paulskirche. Die Debatten, die er mit angestoßen hat, haben seither an Dringlichkeit noch gewonnen, seien es die Kriege im Orient, die Krise Europas oder das Sterben der Flüchtlinge im Mittelmeer. Eine ungewöhnlich starke Resonanz hatten aber auch stets seine literarischen Festreden über Lessing, Goethe oder Kleist. Seine privaten Trauerreden machen anschaulich, dass mit jedem Menschen eine Menschheit stirbt. Die bedeutendsten Reden von Navid Kermani sind unlängst gesammelt erschienen. In Karlsruhe wird er daraus zentrale Passagen auswählen und sie im Gespräch mit Anna Bergmann vertiefen.

Navid Kermani ist habilitierter Orientalist und lebt als freier Autor in Köln. Für sein literarisches und essayistisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kleist-Preis (2012), dem Josef-Breitbach-Preis (2014) und dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels (2015).

Eine Veranstaltung des Badischen Staatstheaters, der Literarischen Gesellschaft und der Stephanus-Buchhandlung.
Ticketvorverkauf / Tageskasse im Badischen Staatstheater, Telefon 0721/933333, Fax 0721/3557346, E-Mail kartenservice@staatstheater.karlsruhe.de.

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März

Montag, 02.03 | 20.00 Uhr | (Test-)Mitgliedschaft 8,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstr. 47

LESUNG SÜD im KOHI

Mit Worten knipsen: Tonio Schachinger liest aus „Nicht wie ihr“

Tonio Schachinger. Fotos: www.detailsinn.at

„Große Entdeckung!“ (RBB Fernsehen)

In seinem Debütroman Nicht wie ihr beschreibt Tonio Schachinger mit Wiener Schmäh das schrecklich-schöne Leben eines österreichischen Fußballprofis. Ivo ist 27 Jahre alt, verdient unverschämt viel Geld, führt ein Leben in Luxus und hadert mit seiner Rolle in einer Welt der Eitelkeiten. Er hat alles – außer Handlungsfreiheit. Ein ebenso komischer wie scharfsinniger Roman, in den Tonio Schachinger Namen von realen Fußballern einfließen lässt. Ein Buch nicht nur über Fußball, sondern auch über das diesem anhängende Männerbild und den Turbokapitalismus.

Tonio Schachinger, geboren 1992 in New Delhi, aufgewachsen in Nicaragua und Wien, studierte Germanistik an der Universität Wien und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Nicht wie ihr stand auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2019. Der Autor recherchierte den Stoff mit Hilfe von Social-Media-Kanälen von Fußballspielern und nahm mehrere Male am Training der österreichischen Nationalmannschaft teil.

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Donnerstag, 05.03 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

Wenige Zeilen genügen dem Meister der kleinen Form für seine lyrischen Feinarbeiten:
Walle Sayer liest aus seinem neuen Lyrikband „Mitbringsel“

Walle Sayer. Foto: Riegels-Winsauer

Wie wenige, heißt es über ihn, beherrscht er, was Paul Klee von der Kunst generell forderte: Nicht das Sichtbare wiederzugeben, sondern sichtbar zu machen.
Das gelingt ihm durch sein bedachtes Schreiben und seinen Blick für Details, die es ihm nicht erlauben an der Oberfläche zu bleiben und ihn zu einem der wichtigsten Lyriker der aktuellen baden-württembergischen Literaturszene machen.
Aus seinem aktuellen Lyrikband Mitbringsel (2019) wurden acht Gedichte schon vor der Veröffentlichung mit dem Gerlinger Lyrikpreis der Petra Schmidt-Hieber Literatur-Stiftung (2018), ausgezeichnet.

Walle Sayer wurde 1960 geboren, lebt mit seiner Familie in Horb und schreibt Gedichte und Prosa. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, unter anderem den renommierten Basler-Lyrikpreis (2017) für sein bisheriges Gesamtwerk.

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Donnerstag, 12.03 | 15.00 - 15.30 Uhr
> Leseinsel Junge Verlage: Halle 5, Stand G200

Neuer Feminismus? allmende – Zeitschrift für Literatur auf der Leipziger Buchmesse 2020

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Über den Feminismus spricht man wieder. Die Musikerin Beyoncé hat ihn in die Bildsprache eines ihrer Alben aufgenommen, Millionen von Frauen gehen beim ‚Women’s March‘ für Frauenrechte auf die Straße und die #MeToo-Bewegung hat sexuelle Nötigung zu einem globalen Thema gemacht und damit das Geschlechterverhältnis verändert. Doch was beinhaltet der sogenannte ‚neue‘ Feminismus? Was ist ‚neu‘, was hat sich gegenüber einem ‚traditionellen‘ Feminismus geändert? Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Matthias Walz, Redakteure der Literaturzeitschrift allmende, sprechen mit Bettina Wilpert und Lea Sauer, zwei Beiträgerinnen der aktuellen Ausgabe, über ihre Texte, ihr Schreiben und ihre Erfahrungen mit dem Literaturbetrieb.

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Mittwoch, 18.03 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- € / Studierende frei

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Vortrag von Dr. Eva Hirtler (Karlsruhe): „Vom Dunkel zum Licht – Momente des Utopischen im Werk Ludwig van Beethovens“

Der Übergang aus einer düsteren, teils bedrohlich und dramatisch wirkenden Sphäre der Musik in strahlenden Jubel spielt in einigen Werken Beethovens, am ausführlichsten in der Oper Fideli, eine Rolle. Vorbilder dazu finden sich in geistlicher Musik, in Haydns Schöpfung und in J.S. Bachs h-Moll Messe. Eine aufschlussreiche Abwandlung dieses Konzepts bildet Schostakowitschs 5. Symphonie. Die Referentin wird aufzeigen, wie Schostakowitschs Musik eine Situation darstellt, in der eine Diktatur die Verwirklichung dieser Idee für sich okkupiert, während in der Musik Beethovens die Idee einer besseren Welt ihren Ausdruck findet.

Dr. Eva Hirtler war Lehrerin am Karlsruher Lessing-Gymnasium und führte zahlreiche Lehrerfortbildungen durch. Sie untersuchte in ihrer Dissertation Die Musik als scientia mathematica von der Spätantike bis zum Barock (1995).

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Donnerstag, 26.03 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Werkschau deutsch-französischer Literaturgeschichte – die neue Edition mit Texten von Otto Flake
Otto Flake: „Wiederum vergleicht Frankreich!”. Essays und Skizzen
Einführung: Dr. Christian Luckscheiter

Otto Flake:„Wiederum vergleicht Frankreich!

Mit einer Auswahl von Texten von Otto Flake – im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Christian Luckscheiter – ist nach den Anthologien zu René Schickele, Ernst Stadler und Hans Jean Arp der vierte Band einer Reihe mit Texten elsässischer Klassiker des 20. Jahrhunderts erschienen.

Der promovierte Literaturwissenschaftler Christian Luckscheiter skizziert in seiner Einführung das Leben und Werk von Otto Flake.

Otto Flake wurde vor 140 Jahren in Metz geboren und wuchs im Elsass auf. In Colmar besuchte er das Gymnasium, in Straßburg studierte er Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte. Seit 1911 war er regelmäßiger Mitarbeiter der Neuen Rundschau. 1918 schloss er sich in Zürich kurzzeitig dem Dada-Kreis an. Nach reger Reisetätigkeit ließ sich Flake 1928 in Baden-Baden nieder, wo er 1963 starb. 1954 erhielt er den Johann-Peter-Hebel-Preis des Landes Baden-Württemberg.

Christian Luckscheiter, geboren in Freiburg, arbeitet derzeit als freier Lektor in Berlin. Er forscht zur deutschen und französischen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts. Promoviert wurde er mit einer Arbeit über die Bedeutung der Orte in Peter Handkes Gesamtwerk (Ortsschriften Peter Handkes, Berlin 2012).

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Montag, 30.03 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo ermitteln in der Lagunenstadt – In Karlsruhe präsentieren die beiden Freunde ihren Kriminalroman „Der freie Hund“

Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo. Foto: Philipp Böll

Commissario Morello, genannt „Der freie Hund“, steht auf der Todesliste der Mafia. Um ihn zu schützen, wird er nach Venedig versetzt. Er hasst die Stadt vom ersten Augenblick an: Zu viele Menschen, trübes Wasser, Kreuzfahrtschiffe, die die Luft verpesten. Selbst der Espresso doppio, ohne den er nicht leben kann, schmeckt ihm in Sizilien besser. Da wird der junge Anführer einer Bürgerinitiative gegen Kreuzfahrtschiffe ermordet, und „Der freie Hund“ hat seinen ersten Fall, der ihn tief in die Verstrickungen von italienischer Politik und Verbrechen führt.

Wolfgang Schorlau, Erfinder des Privatermittlers Georg Dengler, sowie Claudio Caiolo, in Sizilien geboren und in Venedig zum Schauspieler ausgebildet, werfen einen neuen Blick auf ein altes italienisches Desaster. Die beiden Freunde tun dies heiter, gelassen und gekonnt – inmitten der aufregenden Kulisse einer großen Stadt.

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Vorschau

  • Fr, 17.04, 19.00 Uhr Reyhan Sahin
  • Mo, 20.04, 19.00 Uhr Abbas Khider
  • Di, 21.04, 19.00 Uhr Daniel Cohn-Bendit
  • Mi, 22.04, 19.00 Uhr Goethe-Gesellschaft
  • Fr, 08.05, 19.00 Uhr Rüdiger Görner
  • Di, 12.05, 19.00 Uhr Michael Krüger
  • Mi, 13.05 Eröffnung der Ausstellung „Bühnenbild-Entwürfe von Trude Karrer 1948-1963“
  • Do, 14.05, 19.00 Uhr Patrick Roth
  • Fr, 15.05, 19.00 Uhr Simon Strauß
  • Di, 26.05, 20.00 Uhr Karl-Heinz Ott

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