About the Literary Society Karlsruhe (PDF)
Sur la société littéraire de Karlsruhe (PDF)

Wegen der aktuellen Entwicklungen ist das Museum für Literatur im PrinzMaxPalais Karlsruhe ab sofort bis zum 19. April 2020 geschlossen. In diesem Zeitraum finden auch keine Veranstaltungen statt.

Die Stadtverwaltung Karlsruhe hat aufgrund der dynamischen Ausweitung des Coronavirus am 13. März 2020 beschlossen, unter anderem alle kulturellen Institutionen präventiv bis einschließlich 19. April 2020 zu schließen. Davon ist auch das PrinzMaxPalais, das Museum für Literatur, unsere Lesungen und alle Veranstaltungen zunächst bis 19. April, die im aktuellen Programm angekündigt sind, betroffen. Bitte beachten Sie auch die offizielle Mitteilung, die für Besucher sichtbar am Haupteingang des PrinzMaxPalais angebracht ist. Die Schließung ist eine reine Präventivmaßnahme, da unsere Veranstaltungen generell gut besucht sind. Wir werden unsere Lesungen natürlich nachholen, sobald sich die Situation - hoffentlich bald - entspannt hat. Sollten Sie bereits Einlasskarten erworben haben, beispielsweise bei unserem Partner, der Stephanus-Buchhandlung, dann werden Ihnen die Kosten selbstverständlich ersetzt.
Unser Sekretariat und die Verwaltung sind weiter besetzt, unsere MitarbeiterInnen sind ebenfalls am Platz. Beachten Sie bitte unseren Newsletter über die weitere Entwicklung.

Im Namen des Vorstands und aller MitarbeiterInnen der Literarischen Gesellschaft wünsche ich Ihnen persönlich von Herzen alles Gute! Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen. Bleiben Sie gesund!

Hansgeorg Schmidt-Bergmann

Literatur in der Quarantäne

Liebe Literaturfreundinnen und Literatufreunde,
auch in Zeiten der Isolation müssen wir nicht auf Literatur verzichten. Hier finden Sie eine kleine Auswahl an Projekten, die Sie mit literarischem Nachschub versorgen:

Das Tonkabinett des Museums für Literatur kommt zu Ihnen nach Hause – hören Sie unsere Lesungen!
Da wir Sie zurzeit nicht ins Literaturhaus im PrinzMaxPalais einladen können, kommt das Literaturhaus zu Ihnen: Wir werden regelmäßig die vollständigen Tonaufnahmen ausgewählter früherer Veranstaltungen der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe auf unsere Homepage stellen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Hören.

Entdecken Sie das Museum für Literatur Karlsruhe digital. Besuchen Sie unsere Ständige Ausstellung virtuell!
Das Museum für Literatur Karlsruhe bleibt vorerst geschlossen. Erleben Sie Highlights unserer Ständigen Ausstellungen, Literaturgeschichte in Geschichten, Details und Hintergründen.

allmende - Zeitschrift für Literatur digital!
allmende – Zeitschrift für Literatur - ein Spiegelbild der zeitgenössischen Literatur: Über 100 Ausgaben sind digitalisiert, die kompletten Inhaltsverzeichnisse und annähernd 2000 Autor*innen sind einsehbar unter www.allmende-online.de. Dort können Sie auch jederzeit allmende-Ausgaben oder einzelne Aufsätze bestellen. Alternativ schreiben Sie bitte eine Mail an presse@literaturmuseum.de

Lesestoff für zu Hause – Online-Lieferdienst von Karlsruher Buchhandlungen
Die Buchhandlungen, die bei unseren Veranstaltungen für die Büchertische sorgen, mussten wegen der Corona-Bestimmungen ihre Geschäfte schließen. Sie bieten aber einen Lieferservice an, mit dem Sie Ihren Lesestoff direkt nach Hause geschickt bekommen.
www.stephanusbuch.de
www.metzlerbuch.de
www.rabebuch.de
maechtlingerbuch.buchkatalog.de

Tipps und Hinweise in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie bedroht die Existenz der Autor*innen, Buchhandlungen, literarischen Institutionen und Verlage. Die aktuelle Situation hat die Absage nahezu aller Veranstaltungen in den kommenden Wochen notwendig gemacht. Auch wenn momentan nicht absehbar ist, wann und in welcher Form literarische Veranstaltungen wieder stattfinden können, vertrauen wir auf eine positive Entwicklung. Wir sind sicher, dass Lesungen und Diskussionen bald wieder möglich sein werden. Gerne möchten wir Ihnen an dieser Stelle regelmäßig hilfreiche Informationen in Zeiten von Corona zur Verfügung stellen. Wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich bitte.

Branchenübergreifendes Corona-Hilfspaket der Landesregierung – Soforthilfen auch für viele freie Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende

Kunststaatssekretärin Petra Olschowski: „Bei nicht wenigen geht es in dieser schwierigen Situation schlicht um die Existenz“

Die Landesregierung hat heute das branchenübergreifende Programm „Sofort-hilfe Corona“ für die baden-württembergische Wirtschaft auf den Weg gebracht, um die massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Baden-Württemberg zu lindern. Dazu sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Dienstag (24. März) in Stuttgart:

„Das Land hat rasch auf die aktuelle Notlage reagiert und ein Soforthilfepro-gramm Corona aufgelegt. Damit erhalten vor allem diejenigen schnelle Hilfe, die am dringendsten darauf angewiesen sind. Besonders froh bin ich darüber, dass wir auch die vielen freien Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffenden sowie die kleinen und kleinsten Unternehmen aus dem Kunst-, Kultur- und Kreativbe-reich unterstützen. Bei nicht wenigen geht es in dieser schwierigen Situation schlicht um die Existenz.“

Weitere Informationen zum Programm „Soforthilfe Corona“ finden Sie unter https://bit.ly/3bo8s5j

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Kulturbürgermeister sagt Prüfung von Hilfen zu

Die Schließung der Kultureinrichtungen und die Absagen kultureller Veranstaltungen treffen die Institutionen, Vereine und die freischaffende Kunst- und Kreativwirtschaft hart. Das weiß auch Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein. Zunächst aber gehe es vor allem um den Schutz der Gesundheit und des Lebens der Kulturschaffenden und der Besucherinnen und Besucher von Kunst- und Kulturveranstaltungen, so Käuflein.
Nichtsdestotrotz sei der Stadt Karlsruhe, dem Kulturamt und "mir persönlich als für die Kultur zuständiger Bürgermeister" klar, dass dies "noch nicht übersehbare wirtschaftliche Konsequenzen für einzelne wie für die Institutionen" habe. Käuflein dankt "jetzt schon allen für die Unterstützung und die tägliche Solidarität bei dem Bemühen, Schaden von den Menschen in unserer Stadt abzuwenden." Überdies sagt er zu, "die Möglichkeiten von Hilfe zu prüfen", damit schließe sich die Stadt entsprechenden Überlegungen von Bund, Ländern und Verbänden an.
Man gehe davon aus, dass Kulturverantwortliche "alles tun, um wirtschaftliche Schieflagen zu vermeiden und so wirtschaftlich wie möglich in der derzeitigen sehr außergewöhnlichen Situation zu handeln." Sollten Wiedereröffnungen möglich sein in einer Zeit, in der das Corona-Virus noch virulent sei, bittet Käuflein, "das Risiko einer Übertragung so gering wie möglich zu halten" indem etwa nur jeder zweite Sitzplatz belegt werde.
Derzeit bleibe allen nur, alles zu tun, damit die Ausbreitung der Krankheit so weit wie möglich begrenzt werde. Nach der Überwindung der Krise würden Kunst und Kultur "umso mehr gefragt sein" Menschen zusammenzubringen und "Begegnungen und Gespräche, Austausch und Kunsterlebnisse für alle zu ermöglichen."

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Wirtschaftshilfe für Betriebe

MASSNAHMEN ZUR EINSCHRÄNKUNGEN DES ÖFFENTLICHEN LEBEN

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/informationen-der-kommunen-und-landkreise/

SCHUTZSCHILD DER BUNDESREGIERUNG FÜR DIE WIRTSCHAFT

Die Bundesregierung hat unmittelbar einen Schutzschild für die Wirtschaft aufgebaut, um Unternehmen zu helfen und Beschäftigung zu erhalten. Dazu gehören insbesondere:
- großzügige und flexible Regelungen zum Einsatz von Kurzarbeit – u. a. inklusive der vollständigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit,
- großzügige Steuerstundungen, Absenkung von Vorauszahlungen, Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen wie Säumniszuschläge
- der Schutz der Liquidität von Unternehmen durch neue, im Volumen unbegrenzte Maßnahmen; dazu werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht, etwa die KfW- und ERP-Kredite.
- die Aussetzung der Insolvenzantragsfristen, um Unternehmer auch hier entscheidend vom Druck der insolvenzrechtlichen Vorgaben zu entlasten.

Der Bund wird zusätzlich ein Direkthilfen-Programm für kleine Unternehmen im Umfang von 50 Milliarden Euro auf den Weg bringen. Auf Baden-Württemberg entfallen davon voraussichtlich 6,5 Milliarden Euro. Das Programm wird aktuell ausgearbeitet. Darüber hinaus plant der Bund einen neuen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) mit einem Volumen von bis zu 600 Milliarden Euro.

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html

WIRTSCHAFTSHILFEN DES LANDES

Das Land wird die Hilfspakete des Bundes mit eigenen Maßnahmen zusätzlich verstärken. Der Landtag von Baden-Württemberg hat in einer Sondersitzung am 19. März 2020 in einem noch nie da gewesenen Eilverfahren auf Antrag der CDU-Landtagsfraktion Landesmittel in Höhe von über 6 Milliarden Euro bereitgestellt, damit das Land in dieser Krise handlungsfähig bleibt und auf die akute Lage sachgerecht reagieren kann.
Der Landtag hat ein Soforthilfeprogramm mit einem branchenübergreifenden Nothilfefonds von zunächst 5 Milliarden Euro beschlossen, das akut betroffenen Solostelbständigen, Unternehmen und Freiberufler direkte Hilfen geben wird.
Ab 25. März 2020, können die Soforthilfen beantragt werden:
- bis zu 9.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigen,
- bis zu 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigen,
- bis zu 30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigen.

https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/

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Lektüreempfehlung:

Der Soziologe Hartmut Rosa, Scheffel-Preisträger des Abiturjahrgangs 1985 am Hochrhein-Gymnasium Waldshut-Tiengen, schreibt zur aktuellen Lage:
"Das Virus ist der radikalste Entschleuniger unserer Zeit"

Tipps und Hinweise

allmende – vollständig digitalisiert

Die Literaturzeitschrift allmende, die das kulturelle, literarische und politische Geschehen seit 1981 begleitet und dokumentiert, ist als Digitalisat verfügbar. Mit Hilfe der Volltextsuche kann das umfangreiche Material, zunächst in den Räumen der Literarischen Gesellschaft, welche die Zeitschrift zweimal im Jahr herausgibt, rasch und gezielt bearbeitet werden. Schon das eindrucksvolle Autorenverzeichnis der 104 erschienen Ausgaben liest sich wie ein who is who der neueren deutschen Literaturgeschichte und verleiht der Sammlung den Status eines bedeutenden Kulturdokumentes nicht nur der Region. Die allmende wurde als Zeitschrift länderübergreifend begründet auch als Opposition zu den Kernkraftwerken im Südwesten (Forchheim).

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Über 100 Ausgaben, fast 2000 Autor*innen, im 40. Jahr, ausgezeichnet mit dem Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg. Spiegelbild der zeitgenössischen Literatur: allmende – Zeitschrift für Literatur

Der Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2017 ging an die allmende – Zeitschrift für Literatur. Die Literaturzeitschrift wurde 1981 unter anderem von Martin Walser, Adolf Muschg und Manfred Bosch begründet. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. Die „allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd“, so die Begründung der Jury. Die Literaturzeitschrift allmende ist in Baden-Württemberg seit fast 40 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres.

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Neue Publikationen

Die Literarische Gesellschaft Karlsruhe präsentiert den vierten Band einer Reihe mit Texten der Literarischen Moderne am Oberrhein
Einladung zur Wiederentdeckung eines großen Autors: Mit der Auswahl von Texten Otto Flakes ist nach den Anthologien zu René Schickele, Ernst Stadler und Hans Jean Arp der vierte Band der von der Literarischen Gesellschaft herausgegebenen Reihe mit Texten elsässischer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts erschienen.

Otto Flake „Wiederum vergleicht Frankreich!“. Essays und Skizzen (2020)
Otto Flake wurde in Metz geboren und wuchs im Elsass auf. In Straßburg studierte er Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte. Seit 1911 war er Mitarbeiter der Neuen Rundschau. 1918 schloss er sich in Zürich dem Dada-Kreis an. Nach reger Reisetätigkeit ließ sich Flake 1928 in Baden-Baden nieder, wo er 1963 starb. 1954 erhielt er den Johann-Peter-Hebel-Preis des Landes Baden-Württemberg.

Die Herausgeber:
Christian Luckscheiter studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Geschichte in Köln, Prag und Berlin, sowie Europawissenschaften in Frankfurt/Oder. Von 2006 bis 2010 war er Mitarbeiter am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin.
Hansgeorg Schmidt-Bergmann studierte in Marburg und Frankfurt Germanistik, Politik und Philosophie. Seit 1998 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Karlsruhe. Seit 1993 ist er Vorsitzender der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe und Leiter des Museums für Literatur am Oberrhein. Er ist zudem Herausgeber der Literaturzeitschrift allmende.

Otto Flake: „Wiederum vergleicht Frankreich!”. Essays und Skizzen
Hg. von Christian Luckscheiter und Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe
Mitteldeutscher Verlag, Halle/Saale 2020.
135 Seiten, gebunden, 120x190 mm, mit Lesebändchen, 16,00 €
ISBN 978-3-96311-350-5

Otto Flake: „Wiederum vergleicht Frankreich!”

Johann Peter Hebel – Gesammelte Werke
Kommentierte Lese- und Studienausgabe in sechs Bänden

Die Gesamtausgabe zu Johann Peter Hebels Werken erfasst erstmals vollständig die literarischen und theoretischen Schriften des Dichters. Bekannte und zahlreiche unveröffentlichte Texte dokumentieren das facettenreiche Werk des Theologen und Schriftstellers. Die kommentierte Studienausgabe in sechs Bänden wurde im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe und von Jan Knopf, Franz Littmann und Hansgeorg Schmidt-Bergmann unter der Mitarbeit von Esther Stern erstellt und am 2. September 2019 vom Göttinger Wallstein Verlag ausgeliefert.

2. Auflage
€ 69,00 (D) / € 71,00 (A)
6 Bde., 3712 S., 69 Abb., Leinen mit Schutzumschlag im Schuber, 12,5 x 21,0
ISBN: 978-3-8353-3256-0 (2019)

Zur Bestellung

Johann Peter Hebel – Gesammelte Werke

allmende - Zeitschrift für Literatur

„Neuer Feminismus?“
Nr. 104 der allmende – Zeitschrift für Literatur


Mit Beiträgen von:
Doris Anselm, Giulia Becker, Anna Bergmann, Isabella Caldart, Sonja Eismann, Anna Gien, Lena Gorelik, Annkathrin Kohout Caroline Rosales, Mithu Sanyal, Lea Sauer, Marlene Stark, Jasna Strick, Bettina Wilpert

Dezember 2019
88 Seiten, reich bebildert
Einzelheft € 12 / sFr 15
ISSN 0720-3098
Einzelbezug: ISBN 978-3-96311-270-6
Abobezug: ISBN 978-3-96311-271-3
www.mitteldeutscherverlag.de
www.allmende-online.de

Die allmende – Zeitschrift für Literatur geht 2020 in das 40. Jahr und ist in Baden-Württemberg eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Die neue Ausgabe befasst sich mit dem sogenannten ‚neuen‘ Feminismus. Millionen von Frauen gehen beim ‚Women’s March‘ für Frauenrechte auf die Straße und die #MeToo-Bewegung hat sexuelle Nötigung zu einem globalen Thema gemacht und damit das Geschlechterverhältnis verändert. Doch was beinhaltet der sogenannte ‚neue‘ Feminismus? Was ist ‚neu‘, was hat sich gegenüber einem ‚traditionellen‘ Feminismus geändert? Neben der Skizzierung theoretischer Positionen reflektieren Autorinnen in der 104. Ausgabe ihre Erfahrungen mit dem Literaturbetrieb. Mit Beiträgen von 14 Frauen, darunter Doris Anselm, Giulia Becker, Isabella Caldart, Sonja Eismann, Anna Gien, Lena Gorelik, Caroline Rosales, Mithu Sanyal, Lea Sauer, Marlene Stark, Jasna Strick, Bettina Wilpert und anderen werden verschiedenste Aspekte des ‚neuen‘ Feminismus beleuchtet. Begleitet werden die Texte von einem Rezensionsteil, der einen Überblick über die Neuerscheinungen von jungen Autorinnen zu diesem Thema gibt – ein Querschnitt, der Perspektiven öffnet.

Die allmende – Zeitschrift für Literatur wurde 1981 gegründet. Sie erscheint zweimal im Jahr im Mitteldeutschen Verlag Halle, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert.

Weitere Ausgaben der allmende

Liebe & Revolution

Liebe & Revolution.
Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik

108 Seiten, 27 Abbildungen
Herausgegeben von der Literarischen Gesellschaft
LINDEMANNS BIBLIOTHEK
978-3-96308-019-7, 12,- €
www.infoverlag.de

Begleitend zur Ausstellung Liebe & Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik ist die gleichnamige Publikation erschienen. Sie dokumentiert ausführlich die Künstlerbeziehung Hedwig Lachmanns und Gustav Landauers, setzt ihre Worte durch Briefe und Gedichte in Dialog und gibt Einblicke auf die oft vernachlässigte und doch so prägende Seite des Theoretikers. In einem Brief vom 25. Juni 1918 an die Schriftstellerin Anna Croissant-Rust schreibt Gustav Landauer: „was ich schrieb, war alles zu Hedwig gesagt“.

Gustav Landauer (1870-1919), in Karlsruhe geboren und zur Schule gegangen, kennt man als Politiker und Theoretiker einer anarchistisch geprägten Gesellschaftsform. In Hedwig Lachmann (1865-1918), Lyrikerin und Übersetzerin – ihre Übertragung von Oscar Wildes Salome war Grundlage für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper – findet er 1899 eine kongeniale und emanzipierte Partnerin. Was sie vereinigt, ist die Arbeit an Sprache und Tradition, an den jüdischen Wurzeln sowie ein tief empfundener Humanismus. Diesen suchen sie in finsteren Zeiten zu behaupten, daher auch ihre kompromisslose Ablehnung des Ersten Weltkriegs und das Festhalten an der Möglichkeit einer besseren, einer „Neuen Gemeinschaft“.