About the Literary Society Karlsruhe (PDF)
Sur la société littéraire de Karlsruhe (PDF)

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Montag, 27.01 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Neujahrsempfang der Literarischen Gesellschaft
Der Karlsruher Autor Markus Orths liest aus „Picknick im Dunkeln“ – eine Buchpremiere

Was passiert, wenn man zwei Giganten der Geschichte aufeinandertreffen lässt und diese, im wahrsten Sinne des Wortes, eine Unterhaltung im Dunkeln führen? Die Rede ist von Thomas von Aquin (1225-1274), einem der einflussreichsten Theologen der römisch-katholischen Kirche, und Stan Laurel (1890-1965), unter anderem britischer Filmkomiker, der als Teil des Allzeit-Klassiker-Duo Laurel und Hardy weltweite Bekanntheit erlangte. Auf den ersten Blick mögen diese beiden wenig Gemeinsamkeiten haben; doch Markus Orths gibt ihnen eine gemeinsame Mission: Aus der Dunkelheit ans Licht gelangen. Wie? Und wieso gerade sie? – Nicht nur die Leser stellen sich diese Fragen. Urkomisch, kurios und todernst geht es zu, wenn in der Geschichte ein Tableau aus Humor und den großen philosophischen Lebensfragen ausgebreitet wird.

Markus Orths, 1969 geboren, studierte Philosophie, Romanistik und Anglistik in Freiburg. Der in Karlsruhe lebende Autor veröffentlichte unter anderem die Romane Lehrerzimmer (2003), Das Zimmermädchen (2008), Hirngespinste (2009), Die Tarnkappe (2011), Alpha & Omega: Apokalypse für Anfänger (2014) und Max (2017). Ausgezeichnet wurde er unter anderem 2008 in Klagenfurt beim Ingeborg-Bachmann-Preis sowie 2011 mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar und dem Deutschen Science Fiction Preis (2015). Markus Orths hatte 2018 eine Poetik-Professur an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg inne.

Im Anschluss: Anstoßen auf das noch Neue Jahr!

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Dienstag, 28.01 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €

Schuld, Verantwortung, Liebe und der Wunsch, dem Alltag zu entfliehen: Kai Weyand liest aus seinem Roman „Die Entdeckung der Fliehkraft“

Was Karl neben seinem beständigen und stetig funktionierenden Alltag bleibt, ist ein Gefühl, eine Ahnung, dass etwas nicht in Ordnung ist. Vielleicht liegt es daran, dass da plötzlich eine Distanz zwischen ihm und den übrigen Familienmitgliedern zu spüren ist. Vielleicht ist es die Sorge um einen seiner Schüler, der im Gefängnis sitzt. Oder doch, dass er sich dabei ertappt, wie er ständig an diese unbekannte Frau, Karoline, denken muss …? Karl beschließt, sich ihr zu öffnen, und gibt seiner Seele Ausdruck: Er schreibt ihr Briefe, über Liebe, Schuld, Freundschaft, und Verantwortung – und sie antwortet.

Kai Weyand studierte Pädagogik in seiner Geburtsstadt Freiburg. Von 2001 bis 2005 leitete er gemeinsam mit Martin Gülich das Freiburger Literaturbüro. Er veröffentlichte unter anderem den Erzählband Am Dienstag stürzen die Neubauten ein (2005) sowie die Romane Schiefer eröffnet spanisch (2008) und Applaus für Bronikowski (2015).

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Montag, 03.02 | 20.00 Uhr | (Test-)Mitgliedschaft 8,- €
> KOHI-Kulturraum e.V., Werderstr. 47

LESUNG SÜD im KOHI

„Fulminantes literarisches Debüt.“ (ZDF)
Lukas Rietzschel präsentiert „Mit der Faust in die Welt schlagen“

Zwei Brüder, ein Dorf in Ostsachsen und eine Wut, die immer größer wird. Mit seinem Debütroman Mit der Faust in die Welt schlagen hat Lukas Rietzschel für Aufsehen gesorgt. Er greift die aktuelle politische Situation in Sachsen auf, erzählt von Perspektivlosigkeit und Isolation, der Beziehung zur eigenen Heimat und den Aufmärschen in Dresden, Freital und Hoyerswerda. Eine Chronik des Zusammenbruchs und ein bewegendes Porträt über die ostdeutsche Lebensrealität nach der Wende.

Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Ostsachsen, studierte in Kassel Politikwissenschaft und Germanistik, in Görlitz Kulturmanagement.

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Mittwoch, 05.02 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Die Welt ist ein Rucksack voller Abenteuer. Willkommen zurück!
Der Karlsruher Autor Maurice Moel berichtet von seiner ungewöhnlichen Reise durch Lateinamerika und liest aus „Typewrite the world”

Einige Jahre ist Maurice Moel auf eine sehr unkonventionelle Art und Weise mit einer Schreibmaschine quer durch Amerika gereist – Gedichte schreibend und über lokale Kultur, Mythen und Legenden forschend. Den Atlantik überquerte er als Mitsegler. Bewusst langsam reisend, nur mit dem Rhythmus der Natur und der Kraft seines Inneren. Auf Kaffee-/Kakao und Zuckerrohr-Plantagen arbeitete er, um zu erfahren wie diese Produkte, die hier in Europa wie selbstverständlich konsumiert werden, eigentlich entstehen. Entstanden ist dabei Typewrite the world, unlängst erschienen im Brot & Kunst Verlag, ein Bericht von einer außergewöhnlichen Reise.

Mit Texten, die auf hoher See, im Amazonas, in Kolumbien, in Mittelamerika und in der Karibik auf einer Reiseschreibmaschine und von Hand verfasst wurden.

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Weitere Termine

Tipps und Hinweise

Ausschreibung Auslandsstipendien

Bis zum 15. Januar 2020 können sich Künstlerinnen und Künstler verschiedenster Sparten um einen Aufenthalt in der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom, der Casa Baldi in Olevano oder dem Deutschen Studienzentrum in Venedig bewerben. Interessenten dieser Sparten (außer Literatur) können sich auch für ein Residenzstipendium in den landeseigenen Ateliers an der Cité Internationale des Arts in Paris bewerben.

Informationen und Antragsformulare stehen unter https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/ausschreibungen/ bereit.

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allmende – vollständig digitalisiert

Die Literaturzeitschrift allmende, die das kulturelle, literarische und politische Geschehen seit 1981 begleitet und dokumentiert, ist nun als Digitalisat verfügbar. Mit Hilfe der Volltextsuche kann das umfangreiche Material, zunächst in den Räumen der Literarischen Gesellschaft, welche die Zeitschrift zweimal im Jahr herausgibt, rasch und gezielt bearbeitet werden. Schon das eindrucksvolle Autorenverzeichnis der 102 erschienen Ausgaben liest sich wie ein who is who der neueren deutschen Literaturgeschichte und verleiht der Sammlung den Status eines bedeutenden Kulturdokumentes nicht nur der Region. Die allmende wurde als Zeitschrift länderübergreifend begründet auch als Opposition zu den Kernkraftwerken im Südwesten (Forchheim).

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Literaturzeitschrift allmende erhält den Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg

allmende 99

Der Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2017 geht an die allmende – Zeitschrift für Literatur.
Die Literaturzeitschrift wurde 1981 unter anderem von Martin Walser, Adolf Muschg und Manfred Bosch begründet. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. Die „allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Literaturzeitschrift allmende ist in Baden-Württemberg seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Sowohl junge als auch arrivierte Autorinnen und Autoren berücksichtigend wird Ende 2017 die 100. Ausgabe escheinen. Die kommende Ausgabe, die im Juni erscheinen wird, hat das Thema „Brennpunkt Istanbul“ im Fokus. Die allmende erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro.

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Literaturstadt Karlsruhe

Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ ist erschienen

„Literatur in Karlsruhe

Karlsruhe ist eine facettenreiche und spannende Literaturstadt – das dokumentieren insbesondere die Literaturtage Karlsruhe. Das jährlich stattfindende Festival, von der Literarischen Gesellschaft initiiert und organisiert, hat sich etabliert und ist ein Höhepunkt des literarischen Lebens der Stadt. Die literarische Szene präsentiert sich stark und offensiv.

Charakteristisch für die Literaturstadt Karlsruhe ist das Zusammenwirken der literarischen Institutionen und Gruppierungen. Die Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ gibt einen anregenden Überblick über die Vielfalt der literarischen Initiativen. Die von der Literarischen Gesellschaft mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Karlsruhe herausgegebene Dokumentation stellt die Literaturszene Karlsruhes vor, die sich zunehmend auch neue Orte und ein jüngeres Publikum erobert und gemeinsam ein Forum für Neuentdeckungen und Trends geschaffen hat.

Die Broschüre stellt 19 literarische Initiativen und Institutionen, Traditionen und Inspirationen vor, nennt Orte, Adressen, Kontaktpersonen, Öffnungszeiten sowie die Termine regelmäßiger Treffen. Literaturinteressierten vermittelt die Publikation in verdichteter Form auf ästhetisch ansprechende Weise die wichtigsten Informationen zu Vertreterinnen und Vertretern der literarischen Szene.

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Neue Publikation

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

Am Anfang stand ein Zettel mit diversen Mailadressen, daraus wurde dann ein Buch – das nun im Heidelberg Morio-Verlag erschienen ist. Teilnehmer eines Seminars des KIT und der PH, das von Prof. Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Doz. Dr. Beate Laudenberg im Sommersemester 2014 zum „Literaturbetrieb“ angeboten worden ist und die Möglichkeit zur Präsentation eigener literarischer Texte bot, gründeten nach Abschluss der Veranstaltung eine Schreibwerkstatt unter dem Namen „Beschriftet“. Nach dem ersten Treffen im Oktober 2014 etablierten sich wöchentliche Sitzungen, im Juni 2015 konnte ein Workshop mit der Schriftstellerin Annette Pehnt durchgeführt werden – und letztlich konnte eine eigene Publikation realisiert werden. Ein ehrgeiziges Projekt kommt damit zu einem vorläufigen Ende – der Leser kann sich stückweise mit dem künstlerischen Erzeugnis eines dynamischen Kollektivs junger Schreiber auseinandersetzen von denen keiner dem anderen gleicht und jeder eigene Ambitionen, Themen und Probleme zum Ganzen beisteuert.

Textbeiträge von: Anne Blezinger, Simon Brombacher, Jana Ehresmann, Thomas Heintz, Viktoria Kissler, Violetta Klenk, Aleksej Reimisch, Stefanie Schweizer, Esther Stern und Johanna Wohlgemuth. Die Schreibwerkstatt und die Publikation wurden finanziert durch die Mechthild-Mayer-Stiftung, Karlsruhe.

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Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche

Eigentlich könnte es auch heißen: "Karlsruher Coolturführer von Kindern und Jugendlichen". Es waren nämlich Kinder - genauer gesagt die Kinder der letzjährigen Klasse 7c des Max-Planck-Gymnasiums aus Rüppurr -, die für dieses "Produkt" die Schwerpunkte gesetzt, die Verantwortlichen interviewt, die Recherchen betrieben und das umfangreiche Infomaterial gesichtet haben.
Die Idee der Literarischen Gesellschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes Karlsruhe entwickelte sich aus einem Projekt, das bei KiX und JuX 2013 - Dem Kulturfestival der Kinder und Jugendlichen - angeboten wurde: "What's up in Karlsruhe", bei dem die Kinder ihre Kulturhighlights vorstellen sollten. KiX und JuX wird alle zwei Jahre vom Kulturbüro der Stadt veranstaltet, auch um und nach Pfingsten 2015 wird es wieder stattfinden.
Die Literarische Gesellschaft mit Monica Trinca und der Deutsche Kinderschutzbund mit Renate Gissel fanden in Cornelia Bekendorf, der Lehrerin der damaligen Klasse 7c, eine begeisterte Partnerin, und so haben sie gemeinsam mit 28 Kindern die lebendige und engagierte Kulturszene Karlsruhe auf spannende (und lehrreiche) Angebote für junge Kulturinteressierte und solche, die es werden wollen, durchforstet.
Das Ergebnis in der Form des "Karlsruher Coolturführers für Kinder und Jugendliche" ist u.a. bei vielen Karlsruher Kultureinrichtungen und an der Rathauspforte erhältlich.
Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann die Broschüre nicht bieten. Aber der "Coolturführer" kann durchaus für die nächsten Jahre als Wegweiser durch die Vielfalt der kulturellen Angebote in Karlsruhe und kompetenter Ratgeber für die Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen und auch der ganzen Familie dienen.

Download Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche (PDF)

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Vorzugsangebot für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft

Das Badische Staatstheater Karlsruhe stellt für unsere Mitglieder um 50 Prozent ermäßigte Eintrittskarten zur Verfügung.

  • 14.01.2020, 19:00 Uhr: Der goldne Topf
  • 27.01.2020, 20:00 Uhr: Kammerkonzert extra
  • 20.02.2020, 20:00 Uhr: Passion – Sehnsucht Der Frauen
  • 21.02.2020, 19:00 Uhr: In Ewigkeit Ameisen
  • 27.02.2020, 19:30 Uhr: Struwelpeter-Musical
  • 08.03.2020, 19:00 Uhr: The Broken Circle
  • 12.03.2020, 19:00 Uhr: Der goldne Topf
  • 18.03.2020, 19:30 Uhr: Pelleas et Melisande
  • 11.04.2020, 19:30 Uhr: My Fair Lady
  • 11.04.2020, 19:30 Uhr: Liederabend 4
  • 16.04.2020, 20:00 Uhr: Wozzeck Oper

Karten sind gegen Vorlage des Mitgliedsausweises an der Theaterkasse erhältlich.

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Neue Publikationen

Johann Peter Hebel – Gesammelte Werke
Kommentierte Lese- und Studienausgabe in sechs Bänden

Die Gesamtausgabe zu Johann Peter Hebels Werken erfasst erstmals vollständig die literarischen und theoretischen Schriften des Dichters. Bekannte und zahlreiche unveröffentlichte Texte dokumentieren das facettenreiche Werk des Theologen und Schriftstellers. Die kommentierte Studienausgabe in sechs Bänden wurde im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe und von Jan Knopf, Franz Littmann und Hansgeorg Schmidt-Bergmann unter der Mitarbeit von Esther Stern erstellt und am 2. September 2019 vom Göttinger Wallstein Verlag ausgeliefert.

€ 59,- (D); € 60,70 (A)
6 Bde., 3712 S., 69 Abb., Leinen mit Schutzumschlag im Schuber, 12,5 x 21,0
ISBN: 978-3-8353-3256-0 (2019

Zur Bestellung

Johann Peter Hebel – Gesammelte Werke

allmende - Zeitschrift für Literatur

„Neuer Feminismus?“
Nr. 104 der allmende – Zeitschrift für Literatur


Mit Beiträgen von:
Doris Anselm, Giulia Becker, Anna Bergmann, Isabella Caldart, Sonja Eismann, Anna Gien, Lena Gorelik, Annkathrin Kohout Caroline Rosales, Mithu Sanyal, Lea Sauer, Marlene Stark, Jasna Strick, Bettina Wilpert

Dezember 2019
88 Seiten, reich bebildert
Einzelheft € 12 / sFr 15
ISSN 0720-3098
Einzelbezug: ISBN 978-3-96311-270-6
Abobezug: ISBN 978-3-96311-271-3
www.mitteldeutscherverlag.de
www.allmende-online.de

Die allmende – Zeitschrift für Literatur geht 2020 in das 40. Jahr und ist in Baden-Württemberg eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Die neue Ausgabe befasst sich mit dem sogenannten ‚neuen‘ Feminismus. Millionen von Frauen gehen beim ‚Women’s March‘ für Frauenrechte auf die Straße und die #MeToo-Bewegung hat sexuelle Nötigung zu einem globalen Thema gemacht und damit das Geschlechterverhältnis verändert. Doch was beinhaltet der sogenannte ‚neue‘ Feminismus? Was ist ‚neu‘, was hat sich gegenüber einem ‚traditionellen‘ Feminismus geändert? Neben der Skizzierung theoretischer Positionen reflektieren Autorinnen in der 104. Ausgabe ihre Erfahrungen mit dem Literaturbetrieb. Mit Beiträgen von 14 Frauen, darunter Doris Anselm, Giulia Becker, Isabella Caldart, Sonja Eismann, Anna Gien, Lena Gorelik, Caroline Rosales, Mithu Sanyal, Lea Sauer, Marlene Stark, Jasna Strick, Bettina Wilpert und anderen werden verschiedenste Aspekte des ‚neuen‘ Feminismus beleuchtet. Begleitet werden die Texte von einem Rezensionsteil, der einen Überblick über die Neuerscheinungen von jungen Autorinnen zu diesem Thema gibt – ein Querschnitt, der Perspektiven öffnet.

Die allmende – Zeitschrift für Literatur wurde 1981 gegründet. Sie erscheint zweimal im Jahr im Mitteldeutschen Verlag Halle, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert.

Weitere Ausgaben der allmende

Liebe & Revolution

Liebe & Revolution.
Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik

108 Seiten, 27 Abbildungen
Herausgegeben von der Literarischen Gesellschaft
LINDEMANNS BIBLIOTHEK
978-3-96308-019-7, 12,- €
www.infoverlag.de

Begleitend zur Ausstellung Liebe & Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik ist die gleichnamige Publikation erschienen. Sie dokumentiert ausführlich die Künstlerbeziehung Hedwig Lachmanns und Gustav Landauers, setzt ihre Worte durch Briefe und Gedichte in Dialog und gibt Einblicke auf die oft vernachlässigte und doch so prägende Seite des Theoretikers. In einem Brief vom 25. Juni 1918 an die Schriftstellerin Anna Croissant-Rust schreibt Gustav Landauer: „was ich schrieb, war alles zu Hedwig gesagt“.

Gustav Landauer (1870-1919), in Karlsruhe geboren und zur Schule gegangen, kennt man als Politiker und Theoretiker einer anarchistisch geprägten Gesellschaftsform. In Hedwig Lachmann (1865-1918), Lyrikerin und Übersetzerin – ihre Übertragung von Oscar Wildes Salome war Grundlage für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper – findet er 1899 eine kongeniale und emanzipierte Partnerin. Was sie vereinigt, ist die Arbeit an Sprache und Tradition, an den jüdischen Wurzeln sowie ein tief empfundener Humanismus. Diesen suchen sie in finsteren Zeiten zu behaupten, daher auch ihre kompromisslose Ablehnung des Ersten Weltkriegs und das Festhalten an der Möglichkeit einer besseren, einer „Neuen Gemeinschaft“.