About the Literary Society Karlsruhe (PDF)
Sur la société littéraire de Karlsruhe (PDF)

Aktuelle Veranstaltungen

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Donnerstag, 09.05 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Ein toter Onkel, drei Tanten, ein Neffe und 1029 Kilometer bis zum Ziel:

Vea Kaiser liest aus ihrem neuen Roman „Rückwärtswalzer“

Vea Kaiser. Foto: Ingo Pertramer

Onkel WiIli ist gestorben. Und das in Österreich, obwohl er doch unbedingt in seiner Heimat Montenegro begraben werden wollte. Dass die Kosten für eine legale Überführung der Leiche zu hoch für sie sind, stellt den Drittel-Life-Crisis geplagten Lorenz und seine drei Tanten vor ein großes Problem – bis sie beschließen, Onkel WiIli in ihren alten Panda zu packen und loszufahren.

Doch nicht nur die 1029 Kilometer von Wien nach Montenegro sind zu bewältigen: Die gemeinschaftlich durchzustehenden Strapazen der Reise bringen bei den Schwestern Mirl, Wetti und Hedi lange im Innern Verborgenes an die Oberfläche. Sie müssen sich nicht nur ihrer Vergangenheit und Zukunft, sondern auch der Frage stellen: Wer war wirklich schuld?

Vea Kaiser, geboren 1988 in St. Pölten, studierte Altgriechisch, Latein und Germanistik in Wien. Im Alter von 23 Jahren veröffentlichte sie ihren Debütroman Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam, der ebenso wie ihr zweiter Roman Makarionissi oder Die Insel der Seligen schnell zum Bestseller wurde. Es folgten zahlreiche Lesereisen von Japan bis nach Mexiko und die Übersetzung ihrer Romane in mehrere Sprachen.

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Mittwoch, 15.05 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- €

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Dr. Jens Bortloff (Mannheim): Das Rochus-Fest zu Bingen und Goethes Religion der Humanität

Das St. Rochus-Fest als Teil der jährlichen St. Rochus-Wallfahrt in Bingen war 1814 Gegenstand der gleichnamigen Reisebeschreibung Goethes, es dürfte eines der wenigen Ereignisse im Leben Goethes sein, das heute noch miterlebt werden kann. Dr. Jens Bortloff wird zeigen, wie das Fest in Vergangenheit und Gegenwart begangen wurde. Da hinter dem Text Goethes viel mehr verborgen ist als eine bloße Reisebeschreibung, wirft er einige Fragen auf: Warum schrieb Goethe diese Reisebeschreibung eigentlich, wenn er zu Lebzeiten als Atheist angesehen wurde? Welches Verständnis hatte Goethe von Religion, wie war sein Verhältnis zum Christentum, und was bedeutet Goethes Religion der Humanität? Dabei wird deutlich, dass Goethes Religionsverständnis noch heute aktuell ist.

Dr. Jens Bortloff ist stellvertretender Direktor des Technoseums und Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Mannheim.

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Freitag, 17.05 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Die Deutsch-Italienische Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Enrico Deaglio liest aus „Eine wahrhaft schreckliche Geschichte zwischen Sizilien und Amerika"

Enrico Deaglio. Foto: privat

1899. Ein Fall von Lynchjustiz von Hand einer weißen Menschenmenge, im kleinen Tallulah (New Orleans), begangen an fünf Armutsflüchtlingen aus dem sizilianischen Cefalù. Mit erzählerischer Bravour stößt Enrico Deaglio auf das unglaubliche, bittere Szenario des staatlich beförderten Rassismus: die Erfindung der nicht-weißen sizilianischen Rasse als demographisches Instrument. Die Bevölkerung des ausgeraubten Siziliens war seit der Einheit 1861 stark gewachsen; auf der anderen Seite des Atlantiks sahen die Großgrundbesitzer aufgrund der Befreiung vieler Millionen Sklaven ihre Arbeitskräfte schwinden. „Der totgeglaubte Rassismus ist lebendiger denn je. In Italien, wo übrigens sein erstes Winseln zu vernehmen war, findet er heute wieder eine breite Akzeptanz“.

Enrico Deaglio, geboren 1947 in Turin, arbeitete als Arzt, war Herausgeber zahlreicher Tageszeitungen wie etwa der Turiner La Stampa oder der römischen Zeitung Il Manifesto und Mitbegründer von Lotta Continua. Sein Debütroman, Die Banalität des Guten. Geschichte des Hochstaplers Giogio Perlasca, der 5200 Juden das Leben rettete, wurde nicht nur ein internationaler Erfolg, sondern auch zum Drehbuch für den Film Perlasca, an Italian Hero umgeschrieben. Es folgen 19 weitere Bücher und zuletzt der Essay Storia vera e terribile tra la Sicilia e l’America, ins Deutsche übersetzt von Klaudia Ruschkowski.

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Sonntag, 19.05 | 11.00 Uhr | Eintritt frei

Führung zum 42. Internationalen Museumstag

Johann Wolfgang von Goethe am Oberrhein

Straßburg, Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe sind einige der Orte am Oberrhein, die Johann Wolfgang von Goethe in seinen Lehr- und Wanderjahren aufsuchte und an denen der Dichter prägende Erlebnisse und anregende Begegnungen hatte.

In seiner Führung durch die Ständige Sammlung des Museums für Literatur stellt Dr. Jürgen Oppermann, stellvertretender Leiter des Museums, diese Aspekte am Beispiel ausgesuchter Exponate besonders in den Fokus.

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Montag, 20.05 | 19.00 Uhr | Eintritt 8,- / 6,- / Mitglieder 4,- €
> Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek, Erbprinzenstr. 15

Literatur und Musik

Karl-Heinz Ott stellt vor: „Rausch und Stille. Beethovens Sinfonien“

Karl-Heinz Ott. Foto: Sabine Schnell

Zusammengefaßter, energischer, inniger habe ich noch keinen Künstler gesehen. Ich begreife recht gut, wie er gegen die Welt wunderlich stehen muß.“ – was der Dichter Johann Wolfgang von Goethe als das Außerordentliche am Komponisten Ludwig van Beethoven hervorhebt, gilt auch für dessen großes musikalisches Erbe: Seine neun Sinfonien nehmen eine Sonderstellung in der Musikgeschichte ein. Nie zuvor hat reine Instrumentalmusik einen derart vielschichtigen, klanggewaltigen Kosmos erschaffen. Karl-Heinz Ott führt durch diesen Kosmos und lässt Beethovens Meilensteine neu hören. Der Hebel-Preisträger lädt auf eine literarisch-philosophisch inspirierte Reise durch Beethovens sinfonisches Universum ein; er erzählt von den Irritationen und dem Rausch, die diese Musik gleichermaßen hervorrufen kann, und fragt: Warum ist sie so aufwühlend? Und wie lässt sich über das, was jenseits aller Worte liegt, dennoch sprechen?

Karl-Heinz Ott, 1957 in Ehingen an der Donau geboren, wurde für sein umfangreiches Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Alemannischen Literaturpreis (2005), dem Johann-Peter-Hebel-Preis (2012) und dem Wolfgang-Koeppen-Preis (2014). In Tumult und Grazie. Über Georg Friedrich Händel (2008) stellte er schon einmal Leben und Werk eines Komponisten ins Zentrum seiner schriftstellerischen Arbeit. Zuletzt erschienen seine Romane Die Auferstehung (2015) und Und jeden Morgen das Meer (2018).

Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft, der Badischen Bibliotheksgesellschaft und der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe.

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Dienstag, 21.05 | 20.00 Uhr | Eintritt frei

Das Abenteuer wartet direkt vor der Haustür:

Björn Kern liest aus: „Im Freien“

Björn Kern. Foto: Suskia

Es muss nicht immer Mallorca sein: Björn Kern lässt seinen Urlaub einfach mal dort beginnen, wo er lebt. Die erste Nacht seines Experiments verbringt er, zwischen Panik und völliger Entspannung schwankend, im heimischen Wald. Doch damit nicht genug: Urlaub vor der Haustür, das zeigt der Autor, kann man zu jeder Jahreszeit machen. Gewitzt und zugleich tiefsinnig verdeutlicht Im Freien, wie viel mehr Aufmerksamkeit unsere direkte Umgebung verdient.
Ein Experiment sowohl für Entspannungs- als auch Abenteuersuchende – und all das umsonst und mit perfekter CO2-Bilanz.

Ein badisches Heimspiel für Björn Kern. Der Scheffelpreisträger (1997), geboren 1978 in Lörrach, studierte in Tübingen, Passau, Leipzig und Aix-en-Provence. Sein Roman Die Erlöser AG (2007) wurde für das ZDF verfilmt, zudem erhielt er bereits zahlreiche Auszeichnungen – so etwa das Casa-Baldi-Stipendium der Villa Massimo (2010) und zuletzt das Berliner Senatsstipendium (2017).

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Freitag, 24.05 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

70 Jahre Grundgesetz

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: „Angst essen Freiheit auf. Warum wir unsere Grundrechte schützen müssen“

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Foto: Felix Müller

„Es gibt etwas zu verteidigen, was jedem Menschen nützt: Staatsferne, Privatfreiheit, Selbstbestimmung.“ (Sabine Leutheusser-Schnarrenberger)

70 Jahre Grundgesetz: Deutschland feiert in Karlsruhe, der Stadt des Rechts, in der mit dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof die höchsten deutschen Gerichte ihren Sitz haben. Das PrinzMaxPalais war von 1951 bis 1969 Sitz des Bundesverfassungsgerichtes.

Ob es um das Asylrecht, den Schutz personenbezogener Daten oder um freie Meinungsäußerung geht: Wo Sicherheitsgefährdungen behauptet werden, heiligt der Zweck scheinbar jedes Mittel. Wo es um digitale Geschäfte geht, droht die informationelle Selbstbestimmung zu verkommen. Die Verteidigung der Grundrechte hat Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu ihrer Sache gemacht. In Angst essen Freiheit auf. Warum wir unsere Grundrechte schützen müssen zeigt sie, warum wir die Grundrechte brauchen. Wo sie zu Recht eingeschränkt werden müssen und wo gerade nicht. Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Grundlagen unserer Demokratie!

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, geboren 1951 in Minden, studierte Rechtswissenschaften in Bielefeld und Göttingen. Von 1992 bis 1996 sowie von 2009 bis 2013 war sie Bundesministerin der Justiz. Ihr Rücktritt aus Gewissensgründen nach dem Mitgliederentscheid der FDP bezüglich des sogenannten ‚großen Lauschangriffs‘ im Jahr 1996 sorgte für viel Aufsehen und dafür, dass sie fortan wie kaum eine andere Politikerin für die Verteidigung der Grundrechte stand. Heute ist sie neben ihrer schriftstellerischen Arbeit in zahlreichen Stiftungen und Ehrenämtern tätig.

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Weitere Termine

Tipps und Hinweise

allmende – vollständig digitalisiert

Die Literaturzeitschrift allmende, die das kulturelle, literarische und politische Geschehen seit 1981 begleitet und dokumentiert, ist nun als Digitalisat verfügbar. Mit Hilfe der Volltextsuche kann das umfangreiche Material, zunächst in den Räumen der Literarischen Gesellschaft, welche die Zeitschrift zweimal im Jahr herausgibt, rasch und gezielt bearbeitet werden. Schon das eindrucksvolle Autorenverzeichnis der 102 erschienen Ausgaben liest sich wie ein who is who der neueren deutschen Literaturgeschichte und verleiht der Sammlung den Status eines bedeutenden Kulturdokumentes nicht nur der Region. Die allmende wurde als Zeitschrift länderübergreifend begründet auch als Opposition zu den Kernkraftwerken im Südwesten (Forchheim).

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10 Jahre Prosapreis JuLi / Junge Literatur

Die GEDOK Karlsruhe, die Literarische Gesellschaft Karlsruhe und das Kulturamt der Stadt Karlsruhe schreiben für 2019 zum sechsten Mal den Prosapreis „JuLi / Junge Literatur“ aus.

1. Preis: 300 Euro
2. Preis: 200 Euro
3. Preis: 100 Euro

Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind junge Menschen im Alter von 15-21 Jahren, die in der Stadt Karlsruhe, den Landkreisen Karlsruhe oder Rastatt leben, arbeiten oder in Ausbildung sind (Schule, Lehre etc.) Bitte den Hinweis auf Wohnort oder Ausbildungsplatz nicht vergessen!

Bewerbung:
Zugelassen sind deutschsprachige und unveröffentlichte Texte (Prosatext oder dramaturgischer Text, keine Lyrik), die einen Umfang von 14.400 Zeichen nicht überschreiten dürfen (entspricht 8 Normseiten, Schrift: Times New Roman, 12P, 30 Zeilen à ca. 60 Anschläge, Zeilenabstand 1,5).

Das Thema lautet: „Bunt“.
Die Rechte an den Texten müssen beim Einsendenden liegen. Bei den Texten kann es sich um einen Auszug aus einem längeren Werk handeln oder um eine abgeschlossene Erzählung. Pro Teilnehmer*in darf nur ein Text eingereicht werden. Um die Anonymität der Einsendungen zu gewährleisten, sollten die Texte keinen Autorenhinweis enthalten, sondern nur mit einem Kennwort versehen sein. Bitte legen Sie einen Brief mit Ihrem Namen, Ihrem Geburtsdatum, Ihrer Anschrift, eventuell dem Hinweis auf Ihren Ausbildungsplatz, Ihrer Telefonnummer und Ihrer E-Mail-Adresse separat bei (in einem mit demselben Kennwort beschrifteten Umschlag). Die Manuskripte werden vertraulich behandelt, jedoch nicht an die Einsender zurückgeschickt. Die Texte dürfen nicht per E-Mail eingereicht werden.

Einsendeschluss ist der 05.05.2019, es gilt der Poststempel.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt Mitte Juni 2019 auf der Webseite der GEDOK Karlsruhe. Bitte sehen Sie von einer vorherigen Anfrage ab. Die Preisverleihung findet am Samstag, 6. Juli 2019 im Rahmen einer „Langen Lesenacht“ in der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe im PrinzMaxPalais statt. Bei dieser Gelegenheit stellen die Preisträger ihre Texte in einer öffentlichen Lesung vor.

Kontaktadresse:
GEDOK Karlsruhe/ z.H. Karin Bruder
Markgrafenstr.14
D-76131 Karlsruhe
Tel./Fax: 0721 / 37 41 37
Info unter: www.gedok-karlsruhe.de
E-Mail: gedok-karlsruhe@online.de

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Literaturzeitschrift allmende erhält den Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg

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Der Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2017 geht an die allmende – Zeitschrift für Literatur.
Die Literaturzeitschrift wurde 1981 unter anderem von Martin Walser, Adolf Muschg und Manfred Bosch begründet. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. Die „allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Literaturzeitschrift allmende ist in Baden-Württemberg seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Sowohl junge als auch arrivierte Autorinnen und Autoren berücksichtigend wird Ende 2017 die 100. Ausgabe escheinen. Die kommende Ausgabe, die im Juni erscheinen wird, hat das Thema „Brennpunkt Istanbul“ im Fokus. Die allmende erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro.

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Literaturstadt Karlsruhe

Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ ist erschienen

„Literatur in Karlsruhe

Karlsruhe ist eine facettenreiche und spannende Literaturstadt – das dokumentieren insbesondere die Literaturtage Karlsruhe. Das jährlich stattfindende Festival, von der Literarischen Gesellschaft initiiert und organisiert, hat sich etabliert und ist ein Höhepunkt des literarischen Lebens der Stadt. Die literarische Szene präsentiert sich stark und offensiv.

Charakteristisch für die Literaturstadt Karlsruhe ist das Zusammenwirken der literarischen Institutionen und Gruppierungen. Die Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ gibt einen anregenden Überblick über die Vielfalt der literarischen Initiativen. Die von der Literarischen Gesellschaft mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Karlsruhe herausgegebene Dokumentation stellt die Literaturszene Karlsruhes vor, die sich zunehmend auch neue Orte und ein jüngeres Publikum erobert und gemeinsam ein Forum für Neuentdeckungen und Trends geschaffen hat.

Die Broschüre stellt 19 literarische Initiativen und Institutionen, Traditionen und Inspirationen vor, nennt Orte, Adressen, Kontaktpersonen, Öffnungszeiten sowie die Termine regelmäßiger Treffen. Literaturinteressierten vermittelt die Publikation in verdichteter Form auf ästhetisch ansprechende Weise die wichtigsten Informationen zu Vertreterinnen und Vertretern der literarischen Szene.

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Neue Publikation

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

Am Anfang stand ein Zettel mit diversen Mailadressen, daraus wurde dann ein Buch – das nun im Heidelberg Morio-Verlag erschienen ist. Teilnehmer eines Seminars des KIT und der PH, das von Prof. Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Doz. Dr. Beate Laudenberg im Sommersemester 2014 zum „Literaturbetrieb“ angeboten worden ist und die Möglichkeit zur Präsentation eigener literarischer Texte bot, gründeten nach Abschluss der Veranstaltung eine Schreibwerkstatt unter dem Namen „Beschriftet“. Nach dem ersten Treffen im Oktober 2014 etablierten sich wöchentliche Sitzungen, im Juni 2015 konnte ein Workshop mit der Schriftstellerin Annette Pehnt durchgeführt werden – und letztlich konnte eine eigene Publikation realisiert werden. Ein ehrgeiziges Projekt kommt damit zu einem vorläufigen Ende – der Leser kann sich stückweise mit dem künstlerischen Erzeugnis eines dynamischen Kollektivs junger Schreiber auseinandersetzen von denen keiner dem anderen gleicht und jeder eigene Ambitionen, Themen und Probleme zum Ganzen beisteuert.

Textbeiträge von: Anne Blezinger, Simon Brombacher, Jana Ehresmann, Thomas Heintz, Viktoria Kissler, Violetta Klenk, Aleksej Reimisch, Stefanie Schweizer, Esther Stern und Johanna Wohlgemuth. Die Schreibwerkstatt und die Publikation wurden finanziert durch die Mechthild-Mayer-Stiftung, Karlsruhe.

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Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche

Eigentlich könnte es auch heißen: "Karlsruher Coolturführer von Kindern und Jugendlichen". Es waren nämlich Kinder - genauer gesagt die Kinder der letzjährigen Klasse 7c des Max-Planck-Gymnasiums aus Rüppurr -, die für dieses "Produkt" die Schwerpunkte gesetzt, die Verantwortlichen interviewt, die Recherchen betrieben und das umfangreiche Infomaterial gesichtet haben.
Die Idee der Literarischen Gesellschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes Karlsruhe entwickelte sich aus einem Projekt, das bei KiX und JuX 2013 - Dem Kulturfestival der Kinder und Jugendlichen - angeboten wurde: "What's up in Karlsruhe", bei dem die Kinder ihre Kulturhighlights vorstellen sollten. KiX und JuX wird alle zwei Jahre vom Kulturbüro der Stadt veranstaltet, auch um und nach Pfingsten 2015 wird es wieder stattfinden.
Die Literarische Gesellschaft mit Monica Trinca und der Deutsche Kinderschutzbund mit Renate Gissel fanden in Cornelia Bekendorf, der Lehrerin der damaligen Klasse 7c, eine begeisterte Partnerin, und so haben sie gemeinsam mit 28 Kindern die lebendige und engagierte Kulturszene Karlsruhe auf spannende (und lehrreiche) Angebote für junge Kulturinteressierte und solche, die es werden wollen, durchforstet.
Das Ergebnis in der Form des "Karlsruher Coolturführers für Kinder und Jugendliche" ist u.a. bei vielen Karlsruher Kultureinrichtungen und an der Rathauspforte erhältlich.
Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann die Broschüre nicht bieten. Aber der "Coolturführer" kann durchaus für die nächsten Jahre als Wegweiser durch die Vielfalt der kulturellen Angebote in Karlsruhe und kompetenter Ratgeber für die Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen und auch der ganzen Familie dienen.

Download Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche (PDF)

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Vorzugsangebot für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft

Das Badische Staatstheater Karlsruhe stellt für unsere Mitglieder um 50 Prozent ermäßigte Eintrittskarten zur Verfügung.

  • 08.05.2019, 20:00: Das schlaue Füchslein
  • 27.05.2019, 20:00: Liederabend
  • 06.06.2019, 20:00: Meisterklasse
  • 27.06.2019, 20:00: Der goldne Topf
  • 28.06.2019, 20:00: Zukunft braucht Herkunft
  • 04.07.2019, 19:30: Zauberflöte
  • 10.07.2019, 20:00: Roberto Devereux
  • 15.07.2019, 20:00: Faust

Karten sind gegen Vorlage des Mitgliedsausweises an der Theaterkasse erhältlich.

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Neue Publikationen

allmende - Zeitschrift für Literatur

„Graphic Novel“
Nr. 102 der allmende – Zeitschrift für Literatur


Mit Beiträgen von:
Titus Ackermann, Stefanie Diekmann, Tim Dinter, Matthias Gnehm, Nora Krug, Yi Luo, Ulli Lust, Nicolas Mahler, Uli Oesterle, Andreas Platthaus, Thomas Pletzinger, Kati Rickenbach, Jan Soeken, Thomas von Steinaecker, Tina Stolt, Mara Stuhlfauth-Trabert, Florian Trabert

Dezember 2018
128 Seiten, reich bebildert
Einzelheft € 12 / sFr 15
ISSN 0720-3098
www.mitteldeutscherverlag.de
www.allmende-online.de

Was versteht man unter einer Graphic Novel? Und vor allem: Warum erfährt sie in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur solche Aufmerksamkeit? Neben aktuellen Tendenzen, ob autobiografischer, zeitkritischer oder feministischer Natur, soll die Graphic Novel als Literaturgattung ins Auge gefasst werden. Wer waren die Initiatoren dieses Genres? Welche Impulsgeber gestalten die Szene heute aktiv mit? Die allmende will einen Beitrag leisten zur Vorstellung der „neunten Kunst“ und ihrer Vertreterinnen und Vertreter.

Nicolas Mahler, Ulli Lust und Kati Rickenbach zählen zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Vertretern – in der Ausgabe gibt es Interviews mit und Beiträge von ihnen. Zudem abgedruckt wurden zahlreiche Ausschnitte von Beiträgern wie Matthias Gnehm, Uli Oesterle, Jan Soeken oder Nora Krug. Titus Ackermann hat einen Essay über die Entstehung und Entwicklung seiner Comic-Zeitschrift „Mogoa Mobo“ verfasst. Zu finden sind auch Passagen aus dem mit dem Comicbuchpreis der Berthold-Leibinger-Stiftung 2018 ausgezeichneten Werk „Blavand“, ein Gemeinschaftsprojekt von Thomas Pletzinger und Tim Dinter, das sich mit Entwicklungshilfe auseinandersetzt und 2020 im Verlag Kiepenheuer und Witsch erscheinen wird. Abgedruckt haben wir weiter die lesenswerte Laudatio von Thomas von Steinaecker auf „Blavand“, die zugleich die Zusammenarbeit von Künstlern im Comic reflektiert.

Theoretische Beiträge setzen sich mit der Geschichte der Graphic Novel auseinander. Andreas Platthaus führt aus „Wie der Begriff Graphic Novel das Verständnis von Comics verändert hat“, die Literaturwissenschaftlerin Stefanie Diekmann schreibt über Barbara Yelins „Irmina“ und Mara Stuhlfauth-Trabert sowie Florian Trabert untersuchen die „Verwandlungen vom literarischen Text zur Graphic Novel“.

Die allmende – Zeitschrift für Literatur wurde 1981 begründet. Sie erscheint zweimal im Jahr im Mitteldeutschen Verlag Halle und wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert.

Weitere Ausgaben der allmende

Liebe & Revolution

Liebe & Revolution.
Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik

108 Seiten, 27 Abbildungen
Herausgegeben von der Literarischen Gesellschaft
LINDEMANNS BIBLIOTHEK
978-3-96308-019-7, 12,- €
www.infoverlag.de

Begleitend zur Ausstellung Liebe & Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik ist die gleichnamige Publikation erschienen. Sie dokumentiert ausführlich die Künstlerbeziehung Hedwig Lachmanns und Gustav Landauers, setzt ihre Worte durch Briefe und Gedichte in Dialog und gibt Einblicke auf die oft vernachlässigte und doch so prägende Seite des Theoretikers. In einem Brief vom 25. Juni 1918 an die Schriftstellerin Anna Croissant-Rust schreibt Gustav Landauer: „was ich schrieb, war alles zu Hedwig gesagt“.

Gustav Landauer (1870-1919), in Karlsruhe geboren und zur Schule gegangen, kennt man als Politiker und Theoretiker einer anarchistisch geprägten Gesellschaftsform. In Hedwig Lachmann (1865-1918), Lyrikerin und Übersetzerin – ihre Übertragung von Oscar Wildes Salome war Grundlage für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper – findet er 1899 eine kongeniale und emanzipierte Partnerin. Was sie vereinigt, ist die Arbeit an Sprache und Tradition, an den jüdischen Wurzeln sowie ein tief empfundener Humanismus. Diesen suchen sie in finsteren Zeiten zu behaupten, daher auch ihre kompromisslose Ablehnung des Ersten Weltkriegs und das Festhalten an der Möglichkeit einer besseren, einer „Neuen Gemeinschaft“.

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