About the Literary Society Karlsruhe (PDF)
Sur la société littéraire de Karlsruhe (PDF)

Literaturtage Karlsruhe 2019

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Donnerstag, 12.09 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

„Eine große Dichterin“ (DIE ZEIT)

Zwischen Natur- und Stimmungslyrik: Christine Langer präsentiert ihren aktuellen Gedichtband „Körperalphabet“

Christine Langer. Foto: Gerald Zoerner / gezett

Die mehrfach ausgezeichnete Lyrikerin Christine Langer beweist mit ihren sinnlichen Gedichten das Talent, Alltägliches neu zu sehen und in eindrucksvolle Bilder zu übersetzen. Im Eingangsgedicht Vom Sehen heißt es: „Die verlangsamten Bewegungen der dünnen Zweige / Als würden sie stillstehen in deinen Augen / Wir lesen Spuren auf / Den Weg des Winds zum Beispiel / Wissen um das innere Sichtfeld / Das vorantreibt und dennoch verweilen lässt.“

Christine Langer wurde 1966 in Ulm geboren und arbeitet als Journalistin und Kritikerin. Sie ist Chefredakteurin der Literaturzeitschrift Konzepte. Für ihre Lyrikbände erhielt sie mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Förderpreis für Literatur der Stadt Ulm (1996) und das Jahresstipendium des Landes Baden-Württemberg (2008).

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Montag, 16.09 | 19.00 Uhr | Eintritt frei

Spannende und neue Literatur – Literaturförderung des Landes Baden-Württemberg: Lesung der LiteraturstipendiatInnen 2019

Kristina Nenninger, Julia Rothenburg, Tibor Schneider, Mikael Vogel. Fotos: Privat (3), Sandra Fischer

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg vergibt jährlich Stipendien an junge, vielversprechende AutorInnen, die durch ihre Herkunft oder ihr Schaffen mit Baden-Württemberg verbunden sind – in diesem Jahr sind es vier StipendiatInnen:

Kristina Nenninger, geboren 1975 in Lahr (Schwarzwald), studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Psychologie an den Universitäten Mainz und München. Für ihre literarischen Arbeiten erhielt sie das Literaturstipendium der Stadt München (2005). Heute lebt sie in Freiburg im Breisgau. Nenningers dystopischer Familienroman Warum läuft Kind C Amok? (2017) zeichnet sich durch eine eindringliche, wache, mitunter suggestive Sprache aus.

Julia Rothenburg, geboren 1990 in Berlin, studierte Soziologie und Politikwissenschaft in Freiburg und Berlin. Ihr literarischer Debütroman Koslik ist krank wurde 2015 mit dem Retzhof-Preis für junge Literatur ausgezeichnet und wird derzeit vom NDR als Hörspiel produziert. Die Geschichte auf den verlassenen Gängen unserer Leistungsgesellschaft zeigt mit präzisen Sätzen das große erzählerische Talent der Autorin. 2019 erschien ihr zweiter Roman hell/dunkel.

Tibor Schneider, geboren 1978 im kroatischen Kneževo, hat sich mit seinem Debüt Zimt für Deutschland ganz der dadaistischen Kunst verschrieben. 100 Jahre nach deren Gründung bietet er seine „POSTpOETRY als remix von da-da“ in vielfältigen Variationen an: Mal stehen visuell-typografische, mal sprachlich-auditive Aspekte im Vordergrund.

Mikael Vogel, 1975 in Bad Säckingen geboren, erhielt unter anderem 2002 das Hermann-Lenz-Stipendium. In einer Bestandsaufnahme des Verlorenen ergründen die Gedichte und Essays in seinem aktuellen Band Dodos auf der Flucht. Requiem für ein verlorenes Bestiarium (2018) einen fiktiven Raum verbliebener Spuren. Der Leser bekommt ein Gespür für die individuellen, häufig durch den Menschen verdrängten Wesen. Die berührenden Gedichte versuchen zu bewahren und sind zugleich eine Ermahnung, den Erdball nicht noch weiter zu zerstören.

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Mittwoch, 18.09 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- €

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

250. Geburtstag Alexander von Humboldts - Vortrag von Prof. Dr. Dietrich von Engelhardt (Karlsruhe/Lübeck): Alexander von Humboldt (1769-1859) – Dialog von Natur und Kultur, Wissenschaft und Leben

Alexander von Humboldt bringt Wissenschaft, Philosophie und Kunst in eine innere und auch heute noch aktuelle Verbindung. Ziel seiner Naturforschung – so auch in seinem Werk Kosmos (1845-62) – ist die „empirische Ansicht des Natur-Ganzen in der wissenschaftlichen Form eines Natur-Gemäldes“. Diese weitgespannte Perspektive prägt auch seine südamerikanischen Reiseberichte. Bildung kann, wofür sich Alexander von Humboldt wie sein Bruder Wilhelm einsetzte, nicht nur auf Geisteswissenschaften und Künste begrenzt werden, sondern muss stets auch die Naturwissenschaften und das Leben selbst berücksichtigen.

Prof. Dr. phil. med. habil. Dietrich von Engelhardt war unter anderem von 1983 bis 2007 Direktor des Instituts für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte der Universität zu Lübeck, von 1998 bis 2002 Präsident der Akademie für Ethik in der Medizin und von 2008 bis 2011 Kommissarischer Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Technischen Universität München (TUM).

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Donnerstag, 26.09 | 18.00 Uhr | Eintritt frei

Der Freundeskreis Karlsruhe – Halle e.V. zu Gast im PrinzMaxPalais

Krimi trifft Kabarett: Peter Godazgar liest

Ein Einbrecher mit Hexenschuss, ein fanatischer Toilettenpapier-Sammler, eine penible Politesse – es sind ziemlich skurrile Figuren, die in Peter Godazgars Kurzkrimis ihr Unwesen treiben. Godazgar, geboren 1967, wuchs am Niederrhein auf, ist stellvertretender Pressesprecher von Karlsruhes Partnerstadt Halle (Saale). Seine teils mörderischen Phantasien verarbeitet er in Kriminal- und anderen Romanen, vor allem aber in einer stetig wachsenden Zahl schwarzhumoriger Kurzkrimis, was ihm bereits zwei Mal eine Nominierung für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis eingebracht hat. Seine Kabarett-Lesungen sind zwerchfellerschütternde Veranstaltungen. Versprochen!

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Weitere Termine

Tipps und Hinweise

allmende – vollständig digitalisiert

Die Literaturzeitschrift allmende, die das kulturelle, literarische und politische Geschehen seit 1981 begleitet und dokumentiert, ist nun als Digitalisat verfügbar. Mit Hilfe der Volltextsuche kann das umfangreiche Material, zunächst in den Räumen der Literarischen Gesellschaft, welche die Zeitschrift zweimal im Jahr herausgibt, rasch und gezielt bearbeitet werden. Schon das eindrucksvolle Autorenverzeichnis der 102 erschienen Ausgaben liest sich wie ein who is who der neueren deutschen Literaturgeschichte und verleiht der Sammlung den Status eines bedeutenden Kulturdokumentes nicht nur der Region. Die allmende wurde als Zeitschrift länderübergreifend begründet auch als Opposition zu den Kernkraftwerken im Südwesten (Forchheim).

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Literaturzeitschrift allmende erhält den Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg

allmende 99

Der Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2017 geht an die allmende – Zeitschrift für Literatur.
Die Literaturzeitschrift wurde 1981 unter anderem von Martin Walser, Adolf Muschg und Manfred Bosch begründet. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. Die „allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Literaturzeitschrift allmende ist in Baden-Württemberg seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Sowohl junge als auch arrivierte Autorinnen und Autoren berücksichtigend wird Ende 2017 die 100. Ausgabe escheinen. Die kommende Ausgabe, die im Juni erscheinen wird, hat das Thema „Brennpunkt Istanbul“ im Fokus. Die allmende erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro.

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Literaturstadt Karlsruhe

Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ ist erschienen

„Literatur in Karlsruhe

Karlsruhe ist eine facettenreiche und spannende Literaturstadt – das dokumentieren insbesondere die Literaturtage Karlsruhe. Das jährlich stattfindende Festival, von der Literarischen Gesellschaft initiiert und organisiert, hat sich etabliert und ist ein Höhepunkt des literarischen Lebens der Stadt. Die literarische Szene präsentiert sich stark und offensiv.

Charakteristisch für die Literaturstadt Karlsruhe ist das Zusammenwirken der literarischen Institutionen und Gruppierungen. Die Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ gibt einen anregenden Überblick über die Vielfalt der literarischen Initiativen. Die von der Literarischen Gesellschaft mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Karlsruhe herausgegebene Dokumentation stellt die Literaturszene Karlsruhes vor, die sich zunehmend auch neue Orte und ein jüngeres Publikum erobert und gemeinsam ein Forum für Neuentdeckungen und Trends geschaffen hat.

Die Broschüre stellt 19 literarische Initiativen und Institutionen, Traditionen und Inspirationen vor, nennt Orte, Adressen, Kontaktpersonen, Öffnungszeiten sowie die Termine regelmäßiger Treffen. Literaturinteressierten vermittelt die Publikation in verdichteter Form auf ästhetisch ansprechende Weise die wichtigsten Informationen zu Vertreterinnen und Vertretern der literarischen Szene.

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Neue Publikation

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

Am Anfang stand ein Zettel mit diversen Mailadressen, daraus wurde dann ein Buch – das nun im Heidelberg Morio-Verlag erschienen ist. Teilnehmer eines Seminars des KIT und der PH, das von Prof. Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Doz. Dr. Beate Laudenberg im Sommersemester 2014 zum „Literaturbetrieb“ angeboten worden ist und die Möglichkeit zur Präsentation eigener literarischer Texte bot, gründeten nach Abschluss der Veranstaltung eine Schreibwerkstatt unter dem Namen „Beschriftet“. Nach dem ersten Treffen im Oktober 2014 etablierten sich wöchentliche Sitzungen, im Juni 2015 konnte ein Workshop mit der Schriftstellerin Annette Pehnt durchgeführt werden – und letztlich konnte eine eigene Publikation realisiert werden. Ein ehrgeiziges Projekt kommt damit zu einem vorläufigen Ende – der Leser kann sich stückweise mit dem künstlerischen Erzeugnis eines dynamischen Kollektivs junger Schreiber auseinandersetzen von denen keiner dem anderen gleicht und jeder eigene Ambitionen, Themen und Probleme zum Ganzen beisteuert.

Textbeiträge von: Anne Blezinger, Simon Brombacher, Jana Ehresmann, Thomas Heintz, Viktoria Kissler, Violetta Klenk, Aleksej Reimisch, Stefanie Schweizer, Esther Stern und Johanna Wohlgemuth. Die Schreibwerkstatt und die Publikation wurden finanziert durch die Mechthild-Mayer-Stiftung, Karlsruhe.

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Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche

Eigentlich könnte es auch heißen: "Karlsruher Coolturführer von Kindern und Jugendlichen". Es waren nämlich Kinder - genauer gesagt die Kinder der letzjährigen Klasse 7c des Max-Planck-Gymnasiums aus Rüppurr -, die für dieses "Produkt" die Schwerpunkte gesetzt, die Verantwortlichen interviewt, die Recherchen betrieben und das umfangreiche Infomaterial gesichtet haben.
Die Idee der Literarischen Gesellschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes Karlsruhe entwickelte sich aus einem Projekt, das bei KiX und JuX 2013 - Dem Kulturfestival der Kinder und Jugendlichen - angeboten wurde: "What's up in Karlsruhe", bei dem die Kinder ihre Kulturhighlights vorstellen sollten. KiX und JuX wird alle zwei Jahre vom Kulturbüro der Stadt veranstaltet, auch um und nach Pfingsten 2015 wird es wieder stattfinden.
Die Literarische Gesellschaft mit Monica Trinca und der Deutsche Kinderschutzbund mit Renate Gissel fanden in Cornelia Bekendorf, der Lehrerin der damaligen Klasse 7c, eine begeisterte Partnerin, und so haben sie gemeinsam mit 28 Kindern die lebendige und engagierte Kulturszene Karlsruhe auf spannende (und lehrreiche) Angebote für junge Kulturinteressierte und solche, die es werden wollen, durchforstet.
Das Ergebnis in der Form des "Karlsruher Coolturführers für Kinder und Jugendliche" ist u.a. bei vielen Karlsruher Kultureinrichtungen und an der Rathauspforte erhältlich.
Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann die Broschüre nicht bieten. Aber der "Coolturführer" kann durchaus für die nächsten Jahre als Wegweiser durch die Vielfalt der kulturellen Angebote in Karlsruhe und kompetenter Ratgeber für die Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen und auch der ganzen Familie dienen.

Download Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche (PDF)

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Vorzugsangebot für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft

Das Badische Staatstheater Karlsruhe stellt für unsere Mitglieder um 50 Prozent ermäßigte Eintrittskarten zur Verfügung.

  • 20.09.2019, 20:00 Uhr: Jacques Brel
  • 25.09.2019, 19:30 Uhr: Das schlaue Füchslein
  • 25.09.2019, 20:00 Uhr: Viel Lärm um Nichts
  • 06.10.2019, 19:00 Uhr: Poetry slam - Dead or alive
  • 20.10.2019, 19:00 Uhr: Liederabend
  • 29.10.2019, 20:00 Uhr: How to date a Feminist

Karten sind gegen Vorlage des Mitgliedsausweises an der Theaterkasse erhältlich.

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Neue Publikationen

Johann Peter Hebel – Gesammelte Werke
Kommentierte Lese- und Studienausgabe in sechs Bänden

Die Gesamtausgabe zu Johann Peter Hebels Werken erfasst erstmals vollständig die literarischen und theoretischen Schriften des Dichters. Bekannte und zahlreiche unveröffentlichte Texte dokumentieren das facettenreiche Werk des Theologen und Schriftstellers. Die kommentierte Studienausgabe in sechs Bänden wurde im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe und von Jan Knopf, Franz Littmann und Hansgeorg Schmidt-Bergmann unter der Mitarbeit von Esther Stern erstellt und am 2. September 2019 vom Göttinger Wallstein Verlag ausgeliefert.

€ 59,- (D); € 60,70 (A)
6 Bde., 3712 S., 69 Abb., Leinen mit Schutzumschlag im Schuber, 12,5 x 21,0
ISBN: 978-3-8353-3256-0 (2019

Zur Bestellung

Johann Peter Hebel – Gesammelte Werke

allmende - Zeitschrift für Literatur

„Alle unter dreißig!“
Nr. 103 der allmende – Zeitschrift für Literatur


Mit Beiträgen von:
Philipp Böhm, Helene Bukowski, Marko Dinić, Didi Drobna, Juan S. Guse, Katharina Mevissen, Sina Pousset, Katharina Pressl, Josefine Rieks, Lukas Rietzschel, Julia Rothenburg, Esther Stern, Bettina Wilpert und anderen.

Juli 2019
112 Seiten, reich bebildert
Einzelheft € 12 / sFr 15
ISSN 0720-3098
www.mitteldeutscherverlag.de
www.allmende-online.de

Wer schreibt eigentlich die Literatur der Zukunft? In der neuen Ausgabe der allmende – Zeitschrift für Literatur stellen junge SchriftstellerInnen sich und ihre Bücher vor. Die allmende-Redaktion fragt unter anderem Philipp Böhm, Helene Bukowski, Marko Dinić, Didi Drobna, Juan S. Guse, Katharina Mevissen, Sina Pousset, Katharina Pressl, Josefine Rieks, Lukas Rietzschel, Julia Rothenburg, Esther Stern und Bettina Wilpert: Wie definieren sich die jungen SchriftstellerInnen? Welche Themen sind relevant? Welche Erfahrungen mit dem Literaturbetrieb haben sie schon gemacht? Wie spiegeln sich die Lebensrealität und globale Krisen in der Literatur?

13 junge deutschsprachige AutorInnen unter dreißig präsentieren sich mit unveröffentlichten Texten, geben einen Einblick in den eigenen Schreibprozess und berichten von ersten Erfahrungen mit Verlagen. Sie geben Auskunft über das Schreiben, über die Motivation des Schreibens und wie es ist, sich den politischen Anforderungen zu stellen. Begleitet werden die Texte von Arbeiten von sieben KünstlerInnen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, ebenfalls alle unter dreißig, und einem Rezensionsteil, der einen Überblick über die Neuerscheinungen von jungen AutorInnen gibt – ein Querschnitt, der Perspektiven öffnet.

Die allmende – Zeitschrift für Literatur wurde 1981 gegründet. Sie erscheint zweimal im Jahr im Mitteldeutschen Verlag Halle, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert.

Weitere Ausgaben der allmende

Liebe & Revolution

Liebe & Revolution.
Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik

108 Seiten, 27 Abbildungen
Herausgegeben von der Literarischen Gesellschaft
LINDEMANNS BIBLIOTHEK
978-3-96308-019-7, 12,- €
www.infoverlag.de

Begleitend zur Ausstellung Liebe & Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik ist die gleichnamige Publikation erschienen. Sie dokumentiert ausführlich die Künstlerbeziehung Hedwig Lachmanns und Gustav Landauers, setzt ihre Worte durch Briefe und Gedichte in Dialog und gibt Einblicke auf die oft vernachlässigte und doch so prägende Seite des Theoretikers. In einem Brief vom 25. Juni 1918 an die Schriftstellerin Anna Croissant-Rust schreibt Gustav Landauer: „was ich schrieb, war alles zu Hedwig gesagt“.

Gustav Landauer (1870-1919), in Karlsruhe geboren und zur Schule gegangen, kennt man als Politiker und Theoretiker einer anarchistisch geprägten Gesellschaftsform. In Hedwig Lachmann (1865-1918), Lyrikerin und Übersetzerin – ihre Übertragung von Oscar Wildes Salome war Grundlage für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper – findet er 1899 eine kongeniale und emanzipierte Partnerin. Was sie vereinigt, ist die Arbeit an Sprache und Tradition, an den jüdischen Wurzeln sowie ein tief empfundener Humanismus. Diesen suchen sie in finsteren Zeiten zu behaupten, daher auch ihre kompromisslose Ablehnung des Ersten Weltkriegs und das Festhalten an der Möglichkeit einer besseren, einer „Neuen Gemeinschaft“.

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