About the Literary Society Karlsruhe (PDF)
Sur la société littéraire de Karlsruhe (PDF)

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Montag, 10.02 | 19.00 Uhr | Eintritt 10,- / 8,- / Mitglieder 6,- €

Zusammenspiel von Krieg, Lüge und Manipulation
Steffen Kopetzky liest aus seinem neuen Roman „Propaganda“

Steffen Kopetzky. Foto: Jörg Schulz

„Ein wahrhaft großer amerikanischer Roman.“ (Frankfurter Rundschau)

Historischer Roman? Abenteuerroman? Oder doch eher Schelmenroman? John Glueck, New Yorker mit deutschen Wurzeln, trifft nicht nur Ernest Hemingway, J. D. Salinger, Charles Bukowski und John F. Kennedy, er überlebt auch die ‚Allerseelenschlacht‘ im Jahr 1944 in der Eifel und einen Giftgasangriff im Vietnamkrieg. Das neue Buch von Steffen Kopetzky beweist: Politik ist zynisch und verlogen und Geschichte wiederholt sich, ausnahmslos. Ein mitreißendes, brillantes Buch über Verantwortung und Gewissen.

Steffen Kopetzky, geboren 1971, studierte Philosophie und Romanistik in München, Paris und Berlin. Von 2002 bis 2008 war er künstlerischer Leiter der Biennale Bonn. Bei den Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser auf der Liste der SPD in den Stadtrat gewählt und ist dort als Referent für Kultur tätig. Steffen Kopetzky ist Autor von Romanen, Erzählungen, Hörspielen und Theaterstücken. Sein letzter Roman Risiko (2015) stand monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen an der Ilm.

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Donnerstag, 13.02 | 19.00 Uhr | Eintritt 4,- € | 2,- €
> Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Hans-Thoma-Straße 2-6

Liebe, Tod und Teufel. Eine Dichterlesung mit Baldungs Zeitgenossen

Textcollagen und Erläuterungen: Prof. Dr. Mathias Herweg und Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann.

Es liest: Achim Thorwald, ehemaliger Generalintendant des Badischen Staatstheaters Karlsruhe.

Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Hans Baldung Grien. heilig | unheilig“ der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe.

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Donnerstag, 13.02 bis Sonntag, 16.02

Das Museum für Literatur ist auf der art KARLSRUHE 2020 vertreten. Besuchen Sie uns in Halle 1 an Stand Nr. V10

Mittwoch, 19.02 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- € / Studierende frei

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Vortrag von Dr. Mark Lehmstedt (Leipzig): „Der Mittelpunkt der Bücherwelt: Die Buchstadt Leipzig im 18. Jahrhundert“

Wenige Städte haben in der Geschichte des Buchwesens seit dem Ausgang des Mittelalters eine so bedeutende Rolle gespielt wie Leipzig. Aufs Ganze gesehen ist die „Buchstadt“ nur mit den Weltmetropolen Paris und London vergleichbar. Doch so unstrittig die Bedeutung Leipzigs für die Entwicklung des deutschen und europäischen Buchwesens ist, so unbefriedigend ist der Stand der Erforschung der Leipziger Buchgeschichte, deren Entwicklung im 18. Jahrhundert der Kulturhistoriker in seinem Vortrag aufzeigen wird. Mark Lehmstedt ist promovierter Kulturhistoriker, Lektor und seit 2003 Verleger, Mitbegründer des „Leipziger Arbeitskreises zur Geschichte des Buchwesens“ und der „Society for the History of Authorship, Reading and Publishing“ (SHARP), Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Verfasser zahlreicher Bücher und Aufsätze zur Buchgeschichte.

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Samstag, 29.02 | 19.30 Uhr | Eintritt 15,- € / 10,- € / 9,- €
> Badisches Staatstheater, Hermann-Levi-Platz 1, Kleines Haus

„Morgen ist da. Reden“ – Lesung und Gespräch mit Navid Kermani
Moderation: Anna Bergmann (Schauspieldirektorin Badisches Staatstheater)
Es liest: Sarah Sandeh (Badisches Staatstheater)

Navid Kermani. Foto: Julian Baummann

Wie bedankt man sich angemessen für einen Preis, der einem zunächst aberkannt worden ist? Wie erklärt man Amerika kurz nach der Wahl Donald Trumps seine Liebe? Was sagt ein Deutscher mit iranischen Wurzeln über Auschwitz? Welche Worte bleiben am Grab des eigenen Vaters? Navid Kermani hat die öffentliche Rede zu einer Kunst gemacht, über die das Land staunt – nicht nur mit seiner berühmtesten im Bundestag zum Grundgesetz und der Dankrede zum Friedenspreis in der Paulskirche. Die Debatten, die er mit angestoßen hat, haben seither an Dringlichkeit noch gewonnen, seien es die Kriege im Orient, die Krise Europas oder das Sterben der Flüchtlinge im Mittelmeer. Eine ungewöhnlich starke Resonanz hatten aber auch stets seine literarischen Festreden über Lessing, Goethe oder Kleist. Seine privaten Trauerreden machen anschaulich, dass mit jedem Menschen eine Menschheit stirbt. Die bedeutendsten Reden von Navid Kermani sind unlängst gesammelt erschienen. In Karlsruhe wird er daraus zentrale Passagen auswählen und sie im Gespräch mit Anna Bergmann vertiefen.

Navid Kermani ist habilitierter Orientalist und lebt als freier Autor in Köln. Für sein literarisches und essayistisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kleist-Preis (2012), dem Josef-Breitbach-Preis (2014) und dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels (2015).

Eine Veranstaltung des Badischen Staatstheaters, der Literarischen Gesellschaft und der Stephanus-Buchhandlung.
Ticketvorverkauf / Tageskasse im Badischen Staatstheater, Telefon 0721/933333, Fax 0721/3557346, E-Mail kartenservice@staatstheater.karlsruhe.de.

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Weitere Termine

Tipps und Hinweise

allmende – vollständig digitalisiert

Die Literaturzeitschrift allmende, die das kulturelle, literarische und politische Geschehen seit 1981 begleitet und dokumentiert, ist nun als Digitalisat verfügbar. Mit Hilfe der Volltextsuche kann das umfangreiche Material, zunächst in den Räumen der Literarischen Gesellschaft, welche die Zeitschrift zweimal im Jahr herausgibt, rasch und gezielt bearbeitet werden. Schon das eindrucksvolle Autorenverzeichnis der 102 erschienen Ausgaben liest sich wie ein who is who der neueren deutschen Literaturgeschichte und verleiht der Sammlung den Status eines bedeutenden Kulturdokumentes nicht nur der Region. Die allmende wurde als Zeitschrift länderübergreifend begründet auch als Opposition zu den Kernkraftwerken im Südwesten (Forchheim).

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Literaturzeitschrift allmende erhält den Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg

allmende 99

Der Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2017 geht an die allmende – Zeitschrift für Literatur.
Die Literaturzeitschrift wurde 1981 unter anderem von Martin Walser, Adolf Muschg und Manfred Bosch begründet. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. Die „allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Literaturzeitschrift allmende ist in Baden-Württemberg seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Sowohl junge als auch arrivierte Autorinnen und Autoren berücksichtigend wird Ende 2017 die 100. Ausgabe escheinen. Die kommende Ausgabe, die im Juni erscheinen wird, hat das Thema „Brennpunkt Istanbul“ im Fokus. Die allmende erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro.

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Literaturstadt Karlsruhe

Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ ist erschienen

„Literatur in Karlsruhe

Karlsruhe ist eine facettenreiche und spannende Literaturstadt – das dokumentieren insbesondere die Literaturtage Karlsruhe. Das jährlich stattfindende Festival, von der Literarischen Gesellschaft initiiert und organisiert, hat sich etabliert und ist ein Höhepunkt des literarischen Lebens der Stadt. Die literarische Szene präsentiert sich stark und offensiv.

Charakteristisch für die Literaturstadt Karlsruhe ist das Zusammenwirken der literarischen Institutionen und Gruppierungen. Die Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ gibt einen anregenden Überblick über die Vielfalt der literarischen Initiativen. Die von der Literarischen Gesellschaft mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Karlsruhe herausgegebene Dokumentation stellt die Literaturszene Karlsruhes vor, die sich zunehmend auch neue Orte und ein jüngeres Publikum erobert und gemeinsam ein Forum für Neuentdeckungen und Trends geschaffen hat.

Die Broschüre stellt 19 literarische Initiativen und Institutionen, Traditionen und Inspirationen vor, nennt Orte, Adressen, Kontaktpersonen, Öffnungszeiten sowie die Termine regelmäßiger Treffen. Literaturinteressierten vermittelt die Publikation in verdichteter Form auf ästhetisch ansprechende Weise die wichtigsten Informationen zu Vertreterinnen und Vertretern der literarischen Szene.

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Neue Publikation

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

Am Anfang stand ein Zettel mit diversen Mailadressen, daraus wurde dann ein Buch – das nun im Heidelberg Morio-Verlag erschienen ist. Teilnehmer eines Seminars des KIT und der PH, das von Prof. Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Doz. Dr. Beate Laudenberg im Sommersemester 2014 zum „Literaturbetrieb“ angeboten worden ist und die Möglichkeit zur Präsentation eigener literarischer Texte bot, gründeten nach Abschluss der Veranstaltung eine Schreibwerkstatt unter dem Namen „Beschriftet“. Nach dem ersten Treffen im Oktober 2014 etablierten sich wöchentliche Sitzungen, im Juni 2015 konnte ein Workshop mit der Schriftstellerin Annette Pehnt durchgeführt werden – und letztlich konnte eine eigene Publikation realisiert werden. Ein ehrgeiziges Projekt kommt damit zu einem vorläufigen Ende – der Leser kann sich stückweise mit dem künstlerischen Erzeugnis eines dynamischen Kollektivs junger Schreiber auseinandersetzen von denen keiner dem anderen gleicht und jeder eigene Ambitionen, Themen und Probleme zum Ganzen beisteuert.

Textbeiträge von: Anne Blezinger, Simon Brombacher, Jana Ehresmann, Thomas Heintz, Viktoria Kissler, Violetta Klenk, Aleksej Reimisch, Stefanie Schweizer, Esther Stern und Johanna Wohlgemuth. Die Schreibwerkstatt und die Publikation wurden finanziert durch die Mechthild-Mayer-Stiftung, Karlsruhe.

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Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche

Eigentlich könnte es auch heißen: "Karlsruher Coolturführer von Kindern und Jugendlichen". Es waren nämlich Kinder - genauer gesagt die Kinder der letzjährigen Klasse 7c des Max-Planck-Gymnasiums aus Rüppurr -, die für dieses "Produkt" die Schwerpunkte gesetzt, die Verantwortlichen interviewt, die Recherchen betrieben und das umfangreiche Infomaterial gesichtet haben.
Die Idee der Literarischen Gesellschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes Karlsruhe entwickelte sich aus einem Projekt, das bei KiX und JuX 2013 - Dem Kulturfestival der Kinder und Jugendlichen - angeboten wurde: "What's up in Karlsruhe", bei dem die Kinder ihre Kulturhighlights vorstellen sollten. KiX und JuX wird alle zwei Jahre vom Kulturbüro der Stadt veranstaltet, auch um und nach Pfingsten 2015 wird es wieder stattfinden.
Die Literarische Gesellschaft mit Monica Trinca und der Deutsche Kinderschutzbund mit Renate Gissel fanden in Cornelia Bekendorf, der Lehrerin der damaligen Klasse 7c, eine begeisterte Partnerin, und so haben sie gemeinsam mit 28 Kindern die lebendige und engagierte Kulturszene Karlsruhe auf spannende (und lehrreiche) Angebote für junge Kulturinteressierte und solche, die es werden wollen, durchforstet.
Das Ergebnis in der Form des "Karlsruher Coolturführers für Kinder und Jugendliche" ist u.a. bei vielen Karlsruher Kultureinrichtungen und an der Rathauspforte erhältlich.
Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann die Broschüre nicht bieten. Aber der "Coolturführer" kann durchaus für die nächsten Jahre als Wegweiser durch die Vielfalt der kulturellen Angebote in Karlsruhe und kompetenter Ratgeber für die Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen und auch der ganzen Familie dienen.

Download Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche (PDF)

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Vorzugsangebot für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft

Das Badische Staatstheater Karlsruhe stellt für unsere Mitglieder um 50 Prozent ermäßigte Eintrittskarten zur Verfügung.

  • 20.02.2020, 20:00 Uhr: Passion – Sehnsucht Der Frauen
  • 21.02.2020, 19:00 Uhr: In Ewigkeit Ameisen
  • 27.02.2020, 19:30 Uhr: Struwelpeter-Musical
  • 08.03.2020, 19:00 Uhr: The Broken Circle
  • 12.03.2020, 19:00 Uhr: Der goldne Topf
  • 18.03.2020, 19:30 Uhr: Pelleas et Melisande
  • 11.04.2020, 19:30 Uhr: My Fair Lady
  • 11.04.2020, 19:30 Uhr: Liederabend 4
  • 16.04.2020, 20:00 Uhr: Wozzeck Oper

Karten sind gegen Vorlage des Mitgliedsausweises an der Theaterkasse erhältlich.

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Neue Publikationen

Johann Peter Hebel – Gesammelte Werke
Kommentierte Lese- und Studienausgabe in sechs Bänden

Die Gesamtausgabe zu Johann Peter Hebels Werken erfasst erstmals vollständig die literarischen und theoretischen Schriften des Dichters. Bekannte und zahlreiche unveröffentlichte Texte dokumentieren das facettenreiche Werk des Theologen und Schriftstellers. Die kommentierte Studienausgabe in sechs Bänden wurde im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe und von Jan Knopf, Franz Littmann und Hansgeorg Schmidt-Bergmann unter der Mitarbeit von Esther Stern erstellt und am 2. September 2019 vom Göttinger Wallstein Verlag ausgeliefert.

€ 59,- (D); € 60,70 (A)
6 Bde., 3712 S., 69 Abb., Leinen mit Schutzumschlag im Schuber, 12,5 x 21,0
ISBN: 978-3-8353-3256-0 (2019

Zur Bestellung

Johann Peter Hebel – Gesammelte Werke

allmende - Zeitschrift für Literatur

„Neuer Feminismus?“
Nr. 104 der allmende – Zeitschrift für Literatur


Mit Beiträgen von:
Doris Anselm, Giulia Becker, Anna Bergmann, Isabella Caldart, Sonja Eismann, Anna Gien, Lena Gorelik, Annkathrin Kohout Caroline Rosales, Mithu Sanyal, Lea Sauer, Marlene Stark, Jasna Strick, Bettina Wilpert

Dezember 2019
88 Seiten, reich bebildert
Einzelheft € 12 / sFr 15
ISSN 0720-3098
Einzelbezug: ISBN 978-3-96311-270-6
Abobezug: ISBN 978-3-96311-271-3
www.mitteldeutscherverlag.de
www.allmende-online.de

Die allmende – Zeitschrift für Literatur geht 2020 in das 40. Jahr und ist in Baden-Württemberg eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Die neue Ausgabe befasst sich mit dem sogenannten ‚neuen‘ Feminismus. Millionen von Frauen gehen beim ‚Women’s March‘ für Frauenrechte auf die Straße und die #MeToo-Bewegung hat sexuelle Nötigung zu einem globalen Thema gemacht und damit das Geschlechterverhältnis verändert. Doch was beinhaltet der sogenannte ‚neue‘ Feminismus? Was ist ‚neu‘, was hat sich gegenüber einem ‚traditionellen‘ Feminismus geändert? Neben der Skizzierung theoretischer Positionen reflektieren Autorinnen in der 104. Ausgabe ihre Erfahrungen mit dem Literaturbetrieb. Mit Beiträgen von 14 Frauen, darunter Doris Anselm, Giulia Becker, Isabella Caldart, Sonja Eismann, Anna Gien, Lena Gorelik, Caroline Rosales, Mithu Sanyal, Lea Sauer, Marlene Stark, Jasna Strick, Bettina Wilpert und anderen werden verschiedenste Aspekte des ‚neuen‘ Feminismus beleuchtet. Begleitet werden die Texte von einem Rezensionsteil, der einen Überblick über die Neuerscheinungen von jungen Autorinnen zu diesem Thema gibt – ein Querschnitt, der Perspektiven öffnet.

Die allmende – Zeitschrift für Literatur wurde 1981 gegründet. Sie erscheint zweimal im Jahr im Mitteldeutschen Verlag Halle, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert.

Weitere Ausgaben der allmende

Liebe & Revolution

Liebe & Revolution.
Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik

108 Seiten, 27 Abbildungen
Herausgegeben von der Literarischen Gesellschaft
LINDEMANNS BIBLIOTHEK
978-3-96308-019-7, 12,- €
www.infoverlag.de

Begleitend zur Ausstellung Liebe & Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik ist die gleichnamige Publikation erschienen. Sie dokumentiert ausführlich die Künstlerbeziehung Hedwig Lachmanns und Gustav Landauers, setzt ihre Worte durch Briefe und Gedichte in Dialog und gibt Einblicke auf die oft vernachlässigte und doch so prägende Seite des Theoretikers. In einem Brief vom 25. Juni 1918 an die Schriftstellerin Anna Croissant-Rust schreibt Gustav Landauer: „was ich schrieb, war alles zu Hedwig gesagt“.

Gustav Landauer (1870-1919), in Karlsruhe geboren und zur Schule gegangen, kennt man als Politiker und Theoretiker einer anarchistisch geprägten Gesellschaftsform. In Hedwig Lachmann (1865-1918), Lyrikerin und Übersetzerin – ihre Übertragung von Oscar Wildes Salome war Grundlage für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper – findet er 1899 eine kongeniale und emanzipierte Partnerin. Was sie vereinigt, ist die Arbeit an Sprache und Tradition, an den jüdischen Wurzeln sowie ein tief empfundener Humanismus. Diesen suchen sie in finsteren Zeiten zu behaupten, daher auch ihre kompromisslose Ablehnung des Ersten Weltkriegs und das Festhalten an der Möglichkeit einer besseren, einer „Neuen Gemeinschaft“.

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