About the Literary Society Karlsruhe (PDF)
Sur la société littéraire de Karlsruhe (PDF)

Aktuelle Veranstaltungen

> Alle Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im PrinzMaxPalais statt.
Der Zugang zum PrinzMaxPalais ist barrierefrei.

Mittwoch, 10.04 | 19.00 Uhr | Eintritt frei
> Zentrum für Kunst und Medien (ZKM), Lorenzstraße 19

Die Neuausgabe eines „Skandalromans“ von 1972:

Jörg Schröder erzählt Ernst Herhaus „Siegfried“

Jörg Schröder und Barbara Kalender. Foto: Malte Ludwigs

Der März-Verleger Jörg Schröder – im Oktober 2018 80 Jahre alt geworden – gilt als Ikone der ‘68er-Literatur und der deutschen Verlagslandschaft. Im ZKM liest er aus seinem Roman Siegfried, dessen Wiederauflage im September 2018 erschienen ist. 
Jörg Schröder erzählte dem Schriftsteller Ernst Herhaus seine Lebensgeschichte und die Geschichte des März Verlags, welcher DER kulturrevolutionäre Verlag Deutschlands gewesen ist.

Siegfried liest sich auch heute noch so elektrisierend wie bei Erscheinen 1972. Ergänzt wird die Neuausgabe mit einer umfangreichen Vita mit zahlreichen Abbildungen und Faksimiles: Das ganze Leben – Jörg Schröders Vita aufgezeichnet von Barbara Kalender.

Jörg Schröder, geboren 1938 in Berlin, gründete 1969 den legendären März-Verlag. Auch nach der Einstellung des Verlagsbetriebes blieb Schröder kulturell aktiv; insbesondere mit der 2013 gegründeten März Gesellschaft e.V. und bis zum Juni 2018 mit der bis heute einzigartigen Desktop-Reihe Schröder erzählt.

Barbara Kalender, geboren 1958 in Stockhausen, arbeitete von 1981 bis 1987 gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Schröder im März Verlag. Anschließend war sie neben ihrer künstlerischen Beteiligung an Schröder erzählt unter anderem als Bloggerin bei der taz und an diversen Publikationen beteiligt. So erschien 2013 Kriemhilds Lache – Neue Erzählungen aus dem Leben, das sie zusammen mit Jörg Schröder schrieb.

Eine Veranstaltung des ZKM und der Literarischen Gesellschaft.

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Mittwoch, 17.04 | 19.00 Uhr | Eintritt 5,- / 3,- €

Die Goethe-Gesellschaft zu Gast im PrinzMaxPalais

Vortrag von Dr. Bertold Heizmann (Essen): „Alles derb und tüchtig von Hause aus, dabei von der gröbsten Rohheit und Härte.“ Zur Rezeptionsgeschichte des Nibelungenliedes

Der Nibelungen-Mythos ist heute vielfach präsent, nicht zuletzt durch populäre Verfilmungen oder durch die Opern Richard Wagners, der jedoch auf den nordischen Mythos zurückgreift, wohingegen das mittelhochdeutsche Nibelungenlied unterschiedlichste Mythen und Historien bündelt. Nach jahrhundertelangem Vergessen wurde dieser Text im 18. Jahrhundert wiederentdeckt und schon bald mit den antiken Epen verglichen. Auch Goethe schätzte den Text, blieb allerdings den nationalpathetischen Deutungen fern: Seine Wertschätzung galt der Größe des Textes, er bemängelte jedoch den „ehernen Himmel“ ohne Götter. Diese Distanz steht, wie Dr. Bertold Heizmann zeigen wird, im Zusammenhang mit seiner fundamentalen Kritik an den Romantikern, deren schwärmerische Verehrung und Vereinnahmung des Nibelungenliedes als „deutsches Nationalepos“ im weiteren geschichtlichen Verlauf desaströse Folgen zeitigte.

Dr. Bertold Heizmann, geboren in Freiburg im Breisgau, ist Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Essen und Verfasser zahlreicher literaturwissenschaftlicher und -didaktischer Veröffentlichungen zur klassischen und modernen deutschen Literatur.

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Dienstag, 23.04 | 19.00 Uhr | Eintritt frei
> Staatliche Akademie der Bildenden Künste

Ein Reich voller Widersprüche und rätselhafter Traditionen

Christoph Peters liest aus „Das Jahr der Katze“

Christoph Peters. Foto: Lucherhand Verlag

Fumio Onishi soll im Auftrag der kriminellen japanischen Organisation Yakuza eine Aktion in Berlin durchführen, setzt sich jedoch eigenmächtig über die ursprüngliche Zielsetzung hinweg. Auf der Flucht vor der deutschen Polizei gelingt es ihm und seiner deutschen Freundin Nikola, sich nach Tokio abzusetzen. Doch hier beginnen erst die großen Schwierigkeiten – denn die Yakuza erwartet von Fumio Onishi ein großes Opfer. Peters lässt die Lesenden eintauchen in ein Reich voller Widersprüche und rätselhafter Traditionen, das sich stets im Drahtseilakt zwischen grausamen gesellschaftlichen Rückfällen einerseits und höchster Kultiviertheit andererseits befindet.

Christoph Peters, geboren 1966 in Kalkar, studierte Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe. Anschließend arbeitete er fünf Jahre als Fluggastkontrolleur am Frankfurter Flughafen. Seit 2000 lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. Er ist Autor zahlreicher Romane und Erzählbände. Für sein literarisches Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet, so in jüngerer Zeit mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2016) und dem Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis (2018). Das Jahr der Katze ist sein neuster Roman.

Eine Veranstaltung der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste und der Literarischen Gesellschaft.

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Weitere Termine

Tipps und Hinweise

allmende – vollständig digitalisiert

Die Literaturzeitschrift allmende, die das kulturelle, literarische und politische Geschehen seit 1981 begleitet und dokumentiert, ist nun als Digitalisat verfügbar. Mit Hilfe der Volltextsuche kann das umfangreiche Material, zunächst in den Räumen der Literarischen Gesellschaft, welche die Zeitschrift zweimal im Jahr herausgibt, rasch und gezielt bearbeitet werden. Schon das eindrucksvolle Autorenverzeichnis der 102 erschienen Ausgaben liest sich wie ein who is who der neueren deutschen Literaturgeschichte und verleiht der Sammlung den Status eines bedeutenden Kulturdokumentes nicht nur der Region. Die allmende wurde als Zeitschrift länderübergreifend begründet auch als Opposition zu den Kernkraftwerken im Südwesten (Forchheim).

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10 Jahre Prosapreis JuLi / Junge Literatur

Die GEDOK Karlsruhe, die Literarische Gesellschaft Karlsruhe und das Kulturamt der Stadt Karlsruhe schreiben für 2019 zum sechsten Mal den Prosapreis „JuLi / Junge Literatur“ aus.

1. Preis: 300 Euro
2. Preis: 200 Euro
3. Preis: 100 Euro

Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind junge Menschen im Alter von 15-21 Jahren, die in der Stadt Karlsruhe, den Landkreisen Karlsruhe oder Rastatt leben, arbeiten oder in Ausbildung sind (Schule, Lehre etc.) Bitte den Hinweis auf Wohnort oder Ausbildungsplatz nicht vergessen!

Bewerbung:
Zugelassen sind deutschsprachige und unveröffentlichte Texte (Prosatext oder dramaturgischer Text, keine Lyrik), die einen Umfang von 14.400 Zeichen nicht überschreiten dürfen (entspricht 8 Normseiten, Schrift: Times New Roman, 12P, 30 Zeilen à ca. 60 Anschläge, Zeilenabstand 1,5).

Das Thema lautet: „Bunt“.
Die Rechte an den Texten müssen beim Einsendenden liegen. Bei den Texten kann es sich um einen Auszug aus einem längeren Werk handeln oder um eine abgeschlossene Erzählung. Pro Teilnehmer*in darf nur ein Text eingereicht werden. Um die Anonymität der Einsendungen zu gewährleisten, sollten die Texte keinen Autorenhinweis enthalten, sondern nur mit einem Kennwort versehen sein. Bitte legen Sie einen Brief mit Ihrem Namen, Ihrem Geburtsdatum, Ihrer Anschrift, eventuell dem Hinweis auf Ihren Ausbildungsplatz, Ihrer Telefonnummer und Ihrer E-Mail-Adresse separat bei (in einem mit demselben Kennwort beschrifteten Umschlag). Die Manuskripte werden vertraulich behandelt, jedoch nicht an die Einsender zurückgeschickt. Die Texte dürfen nicht per E-Mail eingereicht werden.

Einsendeschluss ist der 05.05.2019, es gilt der Poststempel.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt Mitte Juni 2019 auf der Webseite der GEDOK Karlsruhe. Bitte sehen Sie von einer vorherigen Anfrage ab. Die Preisverleihung findet am Samstag, 6. Juli 2019 im Rahmen einer „Langen Lesenacht“ in der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe im PrinzMaxPalais statt. Bei dieser Gelegenheit stellen die Preisträger ihre Texte in einer öffentlichen Lesung vor.

Kontaktadresse:
GEDOK Karlsruhe/ z.H. Karin Bruder
Markgrafenstr.14
D-76131 Karlsruhe
Tel./Fax: 0721 / 37 41 37
Info unter: www.gedok-karlsruhe.de
E-Mail: gedok-karlsruhe@online.de

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Literaturzeitschrift allmende erhält den Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg

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Der Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2017 geht an die allmende – Zeitschrift für Literatur.
Die Literaturzeitschrift wurde 1981 unter anderem von Martin Walser, Adolf Muschg und Manfred Bosch begründet. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag, wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. Die „allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Literaturzeitschrift allmende ist in Baden-Württemberg seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Sowohl junge als auch arrivierte Autorinnen und Autoren berücksichtigend wird Ende 2017 die 100. Ausgabe escheinen. Die kommende Ausgabe, die im Juni erscheinen wird, hat das Thema „Brennpunkt Istanbul“ im Fokus. Die allmende erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro.

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Literaturstadt Karlsruhe

Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ ist erschienen

„Literatur in Karlsruhe

Karlsruhe ist eine facettenreiche und spannende Literaturstadt – das dokumentieren insbesondere die Literaturtage Karlsruhe. Das jährlich stattfindende Festival, von der Literarischen Gesellschaft initiiert und organisiert, hat sich etabliert und ist ein Höhepunkt des literarischen Lebens der Stadt. Die literarische Szene präsentiert sich stark und offensiv.

Charakteristisch für die Literaturstadt Karlsruhe ist das Zusammenwirken der literarischen Institutionen und Gruppierungen. Die Imagebroschüre „Literatur in Karlsruhe“ gibt einen anregenden Überblick über die Vielfalt der literarischen Initiativen. Die von der Literarischen Gesellschaft mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Karlsruhe herausgegebene Dokumentation stellt die Literaturszene Karlsruhes vor, die sich zunehmend auch neue Orte und ein jüngeres Publikum erobert und gemeinsam ein Forum für Neuentdeckungen und Trends geschaffen hat.

Die Broschüre stellt 19 literarische Initiativen und Institutionen, Traditionen und Inspirationen vor, nennt Orte, Adressen, Kontaktpersonen, Öffnungszeiten sowie die Termine regelmäßiger Treffen. Literaturinteressierten vermittelt die Publikation in verdichteter Form auf ästhetisch ansprechende Weise die wichtigsten Informationen zu Vertreterinnen und Vertretern der literarischen Szene.

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Neue Publikation

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

„Beschriftet“ – Texte junger Autoren

Am Anfang stand ein Zettel mit diversen Mailadressen, daraus wurde dann ein Buch – das nun im Heidelberg Morio-Verlag erschienen ist. Teilnehmer eines Seminars des KIT und der PH, das von Prof. Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Doz. Dr. Beate Laudenberg im Sommersemester 2014 zum „Literaturbetrieb“ angeboten worden ist und die Möglichkeit zur Präsentation eigener literarischer Texte bot, gründeten nach Abschluss der Veranstaltung eine Schreibwerkstatt unter dem Namen „Beschriftet“. Nach dem ersten Treffen im Oktober 2014 etablierten sich wöchentliche Sitzungen, im Juni 2015 konnte ein Workshop mit der Schriftstellerin Annette Pehnt durchgeführt werden – und letztlich konnte eine eigene Publikation realisiert werden. Ein ehrgeiziges Projekt kommt damit zu einem vorläufigen Ende – der Leser kann sich stückweise mit dem künstlerischen Erzeugnis eines dynamischen Kollektivs junger Schreiber auseinandersetzen von denen keiner dem anderen gleicht und jeder eigene Ambitionen, Themen und Probleme zum Ganzen beisteuert.

Textbeiträge von: Anne Blezinger, Simon Brombacher, Jana Ehresmann, Thomas Heintz, Viktoria Kissler, Violetta Klenk, Aleksej Reimisch, Stefanie Schweizer, Esther Stern und Johanna Wohlgemuth. Die Schreibwerkstatt und die Publikation wurden finanziert durch die Mechthild-Mayer-Stiftung, Karlsruhe.

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Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche

Eigentlich könnte es auch heißen: "Karlsruher Coolturführer von Kindern und Jugendlichen". Es waren nämlich Kinder - genauer gesagt die Kinder der letzjährigen Klasse 7c des Max-Planck-Gymnasiums aus Rüppurr -, die für dieses "Produkt" die Schwerpunkte gesetzt, die Verantwortlichen interviewt, die Recherchen betrieben und das umfangreiche Infomaterial gesichtet haben.
Die Idee der Literarischen Gesellschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes Karlsruhe entwickelte sich aus einem Projekt, das bei KiX und JuX 2013 - Dem Kulturfestival der Kinder und Jugendlichen - angeboten wurde: "What's up in Karlsruhe", bei dem die Kinder ihre Kulturhighlights vorstellen sollten. KiX und JuX wird alle zwei Jahre vom Kulturbüro der Stadt veranstaltet, auch um und nach Pfingsten 2015 wird es wieder stattfinden.
Die Literarische Gesellschaft mit Monica Trinca und der Deutsche Kinderschutzbund mit Renate Gissel fanden in Cornelia Bekendorf, der Lehrerin der damaligen Klasse 7c, eine begeisterte Partnerin, und so haben sie gemeinsam mit 28 Kindern die lebendige und engagierte Kulturszene Karlsruhe auf spannende (und lehrreiche) Angebote für junge Kulturinteressierte und solche, die es werden wollen, durchforstet.
Das Ergebnis in der Form des "Karlsruher Coolturführers für Kinder und Jugendliche" ist u.a. bei vielen Karlsruher Kultureinrichtungen und an der Rathauspforte erhältlich.
Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann die Broschüre nicht bieten. Aber der "Coolturführer" kann durchaus für die nächsten Jahre als Wegweiser durch die Vielfalt der kulturellen Angebote in Karlsruhe und kompetenter Ratgeber für die Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen und auch der ganzen Familie dienen.

Download Karlsruher Coolturführer für Kinder und Jugendliche (PDF)

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Vorzugsangebot für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft

Das Badische Staatstheater Karlsruhe stellt für unsere Mitglieder um 50 Prozent ermäßigte Eintrittskarten zur Verfügung.

  • 12.04.2019, 20:00: Hair
  • 19.04.2019, 19:00: Meisterklasse
  • 22.04.2019, 19:00: Ladies First
  • 04.05.2019, 19:30: Europa flieht nach Europa
  • 08.05.2019, 20:00: Das schlaue Füchslein
  • 27.05.2019, 20:00: Liederabend
  • 06.06.2019, 20:00: Meisterklasse
  • 27.06.2019, 20:00: Der goldne Topf
  • 28.06.2019, 20:00: Zukunft braucht Herkunft
  • 04.07.2019, 19:30: Zauberflöte
  • 10.07.2019, 20:00: Roberto Devereux
  • 15.07.2019, 20:00: Faust

Karten sind gegen Vorlage des Mitgliedsausweises an der Theaterkasse erhältlich.

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Neue Publikationen

allmende - Zeitschrift für Literatur

„Graphic Novel“
Nr. 102 der allmende – Zeitschrift für Literatur


Mit Beiträgen von:
Titus Ackermann, Stefanie Diekmann, Tim Dinter, Matthias Gnehm, Nora Krug, Yi Luo, Ulli Lust, Nicolas Mahler, Uli Oesterle, Andreas Platthaus, Thomas Pletzinger, Kati Rickenbach, Jan Soeken, Thomas von Steinaecker, Tina Stolt, Mara Stuhlfauth-Trabert, Florian Trabert

Dezember 2018
128 Seiten, reich bebildert
Einzelheft € 12 / sFr 15
ISSN 0720-3098
www.mitteldeutscherverlag.de
www.allmende-online.de

Was versteht man unter einer Graphic Novel? Und vor allem: Warum erfährt sie in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur solche Aufmerksamkeit? Neben aktuellen Tendenzen, ob autobiografischer, zeitkritischer oder feministischer Natur, soll die Graphic Novel als Literaturgattung ins Auge gefasst werden. Wer waren die Initiatoren dieses Genres? Welche Impulsgeber gestalten die Szene heute aktiv mit? Die allmende will einen Beitrag leisten zur Vorstellung der „neunten Kunst“ und ihrer Vertreterinnen und Vertreter.

Nicolas Mahler, Ulli Lust und Kati Rickenbach zählen zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Vertretern – in der Ausgabe gibt es Interviews mit und Beiträge von ihnen. Zudem abgedruckt wurden zahlreiche Ausschnitte von Beiträgern wie Matthias Gnehm, Uli Oesterle, Jan Soeken oder Nora Krug. Titus Ackermann hat einen Essay über die Entstehung und Entwicklung seiner Comic-Zeitschrift „Mogoa Mobo“ verfasst. Zu finden sind auch Passagen aus dem mit dem Comicbuchpreis der Berthold-Leibinger-Stiftung 2018 ausgezeichneten Werk „Blavand“, ein Gemeinschaftsprojekt von Thomas Pletzinger und Tim Dinter, das sich mit Entwicklungshilfe auseinandersetzt und 2020 im Verlag Kiepenheuer und Witsch erscheinen wird. Abgedruckt haben wir weiter die lesenswerte Laudatio von Thomas von Steinaecker auf „Blavand“, die zugleich die Zusammenarbeit von Künstlern im Comic reflektiert.

Theoretische Beiträge setzen sich mit der Geschichte der Graphic Novel auseinander. Andreas Platthaus führt aus „Wie der Begriff Graphic Novel das Verständnis von Comics verändert hat“, die Literaturwissenschaftlerin Stefanie Diekmann schreibt über Barbara Yelins „Irmina“ und Mara Stuhlfauth-Trabert sowie Florian Trabert untersuchen die „Verwandlungen vom literarischen Text zur Graphic Novel“.

Die allmende – Zeitschrift für Literatur wurde 1981 begründet. Sie erscheint zweimal im Jahr im Mitteldeutschen Verlag Halle und wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert.

Weitere Ausgaben der allmende

Liebe & Revolution

Liebe & Revolution.
Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik

108 Seiten, 27 Abbildungen
Herausgegeben von der Literarischen Gesellschaft
LINDEMANNS BIBLIOTHEK
978-3-96308-019-7, 12,- €
www.infoverlag.de

Begleitend zur Ausstellung Liebe & Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer zwischen Kunst und Politik ist die gleichnamige Publikation erschienen. Sie dokumentiert ausführlich die Künstlerbeziehung Hedwig Lachmanns und Gustav Landauers, setzt ihre Worte durch Briefe und Gedichte in Dialog und gibt Einblicke auf die oft vernachlässigte und doch so prägende Seite des Theoretikers. In einem Brief vom 25. Juni 1918 an die Schriftstellerin Anna Croissant-Rust schreibt Gustav Landauer: „was ich schrieb, war alles zu Hedwig gesagt“.

Gustav Landauer (1870-1919), in Karlsruhe geboren und zur Schule gegangen, kennt man als Politiker und Theoretiker einer anarchistisch geprägten Gesellschaftsform. In Hedwig Lachmann (1865-1918), Lyrikerin und Übersetzerin – ihre Übertragung von Oscar Wildes Salome war Grundlage für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper – findet er 1899 eine kongeniale und emanzipierte Partnerin. Was sie vereinigt, ist die Arbeit an Sprache und Tradition, an den jüdischen Wurzeln sowie ein tief empfundener Humanismus. Diesen suchen sie in finsteren Zeiten zu behaupten, daher auch ihre kompromisslose Ablehnung des Ersten Weltkriegs und das Festhalten an der Möglichkeit einer besseren, einer „Neuen Gemeinschaft“.

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