AKADEMIE 2021 coronabedingt verschoben
NEUER TERMIN: 20.-27.2.2022

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VERSCHIEBUNG INTERNATIONALE HÄNDEL-AKADEMIE

Leider müssen wir mitteilen, dass die für 2021 geplante Internationale Händel-Akademie abgesagt werden muss und auf 2022 verschoben wird.

Die aktuelle Pandemie-Situation und der unklare Ausblick lassen weder eine seriöse Planung zu noch kann eine wirklich sichere und für alle Beteiligten erfolgreiche Akademie durchgeführt werden. Da wir nicht davon ausgehen, dass (öffentliche) Konzerte stattfinden können und auch unklar ist, ob sich zahlreiche Musiker:innen überhaupt zu Kursen und Proben zusammenfinden können, sehen wir keine andere Möglichkeit als eine Verlegung ins nächste Jahr.
Die Verknüpfung mit den Händel-Festspiele und die Möglichkeit sich einem interessierten (Fach-)Publikum für Alte Musik zu präsentieren, machen die die Besonderheit der Händel-Akademie für die Teilnehmenden aus. Auch dies kann 2021 nicht ermöglicht werden.

Nach Gesprächen mit dem Künstlerischen Leiter Jörg Halubek und den Dozent:innen freuen wir uns aber, dass alle eine Beteiligung im nächsten Jahr zugesagt haben und wir die neuen inhaltliche Ausrichtung mit dem Fokus auf ein spezifisches Werk im Zeitraum vom 20. bis 27.2.2022 werden doch umsetzen können. Die bisherigen Berwerber:innen haben selbstverständlich die Möglichkeit im nächsten Jahr zu den gleichen Konditionen teilzunehmen, wenn Sie dies wünschen.

DIE AKADEMIE

„Alte Musik“, „historische“ oder „historisch informierte Aufführungspraxis“ – das klingt zunächst nach Museum, nach konservierter Vergangenheit. Das Gegenteil ist der Fall: Wie die INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELE in Karlsruhe jedes Jahr eindrucksvoll zeigen, ist die sogenannte Alte Musik alles andere museal. Händels Musik vermag auch heute noch Menschen mit großer Intensität zu erreichen und zu berühren. Damit die Musik diese Wirkung entfalten kann, braucht sie kompetente Vermittler, Sänger und Instrumentalisten, die die Musiksprache etwa der Barockzeit verstehen und klingend in die Gegenwart tragen. Das ist der Hintergrund einer Historischen Aufführungspraxis, die sich nicht als akademische Pflichtübung versteht, sondern den Klang- und Ausdrucksreichtum Alter Musik zu einer vielfältigen ästhetischen Gegenwart werden lässt.

Als die INTERNATIONALE HÄNDEL-AKADEMIE 1986 mit ihrer Arbeit begann, war die sogenannte Alte-Musik-Szene noch im Aufbruch. Die Idee, parallel zu den HÄNDEL-FESTSPIELEN Kurse in Historischer Aufführungspraxis anzubieten, entsprang der Erkenntnis, dass auf diesem Gebiet Pionierarbeit zu leisten war. Historische Aufführungspraxis ist indessen spätestens seit der Jahrtausendwende eine etablierte Interpretationsweise von Musik. Es gibt zahlreiche Hochschulen, an denen man das Spiel auf historischen Instrumenten oder das Singen nach den Regeln alter Gesangstraditionen lernen kann. Warum sollte es dann noch eine INTERNATIONALE HÄNDEL-AKADEMIE in Karlsruhe geben, wenn die Rahmenbedingungen sich seit den Pionierzeiten Ende des letzten Jahrhunderts so grundlegend verändert haben?

Die Antwort der INTERNATIONALEN HÄNDEL-AKADEMIE lautet: Weil die Auseinandersetzung mit den Quellen, die die Grundlage aufführungspraktischer Arbeit und Erkenntnis darstellen, ein andauernder Prozess ist, dem sich jede Generation neu zu stellen hat. Vieles von dem, was sich in der Historischen Aufführungspraxis als Standard etabliert hat, widerspricht, wie man heute aufgrund neuerer Forschungen weiß, historischen Erkenntnissen. Die Zeit ist reif, die Grundlagen aktueller Historischer Aufführungspraxis zu hinterfragen und Raum zu schaffen für die Erkundung und Erprobung neuer Ansätze. Die INTERNATIONALE HÄNDEL-AKADEMIE versteht sich als Forum, auf dem sich international renommierte Künstler und junge Musiker aus aller Welt treffen, um das Neue in der Alten Musik zu entdecken.