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Themen

13. Juni 2017

Beitrag für die StadtZeitung von Renate Rastätter




Bienenschutz und Artenvielfalt fördern

Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dass die bisherigen Naturschutzmaßnahmen für den Schutz von Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten in Karlsruhe gebündelt und ausgeweitet werden. Dazu haben wir einen Masterplan für Biodiversität gefordert. Hintergrund ist der erschreckende Rückgang bei Insekten, vor allem der Bestäuberinsekten wie Wild- und Honigbienen, Hummeln und Schmetterlingen. Die Hauptgründe dafür sind der hohe Pestizideinsatz in der industrialisierten Landwirtschaft und der Verlust der Lebensräume der Insekten durch Monokulturen.

 

Zwar können wir diese globalen Probleme in Karlsruhe nicht lösen, aber wir können dazu beitragen, die Artenvielfalt von Bienen, Hummeln und Schmetterlingsarten zu verbessern und längerfristig zu sichern. Davon profitieren auch seltene Vogelarten, die in der ausgeräumten Landschaft kaum noch Überlebenschancen haben und die es zunehmend in die Grünflächen der Städte zieht.

 

Verwaltung unterstützt unsere Vorschläge

 

Wir freuen uns, dass unser Antrag für einen Masterplan für Bienenschutz und Biodiversität positiv von der Stadtverwaltung kommentiert wurde. Sie hat ausgeführt, ein Masterplan sei sinnvoll, um das Vorgehen zu systematisieren, um einen Überblick über die zahlreichen Aktivitäten der Stadt und privater Verbände sowie Initiativen zu erhalten, sie aufeinander abzustimmen und Lücken zu erkennen. Bislang sei das Fehlen eines Masterplans zudem immer ein Manko gewesen, da das Thema Biodiversität nur in Einzelaspekten und nicht als Gesamtstrategie dargestellt werden konnte.
Die Stadtverwaltung begrüßt auch unsere weiteren Vorschläge, etwa die Ausweitung von Blütenwiesen mit einheimischen Mischungen, die Reduzierung der Mahd und die Abfuhr des Mähguts sowie die Einrichtung eines Runden Tisches mit den Karlsruher landwirtschaftlichen Betrieben zur Beendigung des Einsatzes von hochgiftigen Pestiziden. Wir GRÜNE wollen dabei erreichen, dass die landwirtschaftlichen Betriebe längerfristig für eine ökologischere Bewirtschaftung gewonnen werden.
 
Mehr Geld für Bienenschutz
 
Allerdings sind für diese Maßnahmen zusätzliche Haushaltsmittel erforderlich. Die anderen Fraktionen des Gemeinderats haben unseren Antrag einhellig begrüßt. Das ist ein gutes Signal. Die Stunde der Wahrheit wird aber bei den nächsten Haushaltsberatungen schlagen, wenn wir Mittel zur Durchführung dieser Maßnahmen beantragen werden. Unabhängig von der Stadt kann jede/r selbst einen Beitrag zum Bienenschutz leisten, im Garten, auf dem Balkon oder mit einem Blütenkasten auf dem Fensterbrett.

 

Renate Rastätter