Berthe Obermanns Dr. Iris Sardarabady Christine Großmann Benjamin Bauer Christine Weber Markus Schmidt Renate Rastätter Dr. Clemens Cremer Aljoscha Löffler Johannes Honné Zoe Mayer Jorinda Fahringer Verena Anlauf Niko Riebel Michael Borner

Presse

26. Juni 2019

GRÜNE für breiten Einsatz von Open-Source-Lösungen in der Stadtverwaltung

Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion beantragt den vorrangigen Einsatz von Open-Source-Lösungen in der Stadtverwaltung. Möglichst viele Verfahren sollen bei wesentlichen Änderungen oder einer Neuvergabe auf Open-Source-Software umgestellt werden.
 
Joschua Konrad, Fachsprecher der GRÜNEN für Verwaltungsthemen erläutert: „Das Onlinezugangsgesetz schreibt vor, dass alle Verwaltungsdienstleistungen bis Ende des Jahres 2022 digital angeboten werden müssen. Daher kommt der Softwarearchitektur und der Auswahl der eingesetzten Software-Produkte durch die Stadtverwaltung eine immer größere Bedeutung zu.“
 
Die GRÜNEN betonen, dass der Umstieg auf Open-Source-Software mit zahlreichen Vorteilen verbunden sei.
 
Fraktionsvorsitzender Johannes Honné führt insbesondere die Vermeidung von Risiken durch eventuelle herstellerspezifische Sicherheitslücken an, die sich in vielen Fällen auf die gesamte IT-Landschaft der Verwaltung auswirken könnten. „Beim Einsatz von Open-Source-Software sind solche Risiken deutlich verringert.“
 
Open-Source-Produkte hätten auch den Vorteil, dass die Betreuung der Software unabhängig vom Hersteller erfolgen kann. “Falls also der Hersteller eines Programms den Support nicht fortführt, kann dies eine andere Firma übernehmen“, ergänzt Honné.
 
Die neu gewählte Stadträtin Berthe Obermanns nennt weitere Vorteile: „Durch den Einsatz von Open-Source-Software wird die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern und Lizenzmodellen verhindert. Und durch die Verwendung von offenen Schnittstellen können Aufgaben der Datenintegration deutlich vereinfacht werden.“
 
Die GRÜNEN weisen darauf hin, dass bereits zahlreiche europäische Länder sowie viele deutsche Kommunen auf Open-Source-Anwendungen umgestiegen seien oder einen solchen Umstieg derzeit prüfen.
 
Diesbezüglich verweist Berthe Obermanns insbesondere auf die baden-württembergische Stadt Schwäbisch Hall: „Schwäbisch Hall hat bereits im Jahr 1997 erste Anwendungen auf die Verwendung von Open-Source-Software umgestellt. Heute arbeiten die Verwaltung und die stadteigenen Betriebe fast flächendeckend und mit durchweg positivem Ergebnis mit Open-Source-Anwendungen.“