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Presse

28. März 2019

Grüne für besseres Mittagessen an Ganztagsschulen

Die Grünen setzen sich für ein gesundes und leckeres Schulmittagessen ein. „Das Mittagessen ist ein wichtiger Bestandteil des Ganztags und trägt zur Ernährungsbildung der Schüler*innen bei“, so Renate Rastätter, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Bildung. „Wir beantragen deshalb, dass Teile des Essens an den Schulen mit frischen regionalen und saisonalen Zutaten zubereitet werden.“ Für die Umsetzung sollen die Inhalte und Qualität des Modellprojekts „Achtsamkeit beim Grundschulessen“ als Teil der Leistung in die Ausschreibungen aufgenommen werden. Dieses Modellprojekt wurde von September 2017 bis zum Februar 2018 an der Hans-Thoma-Grundschule in Karlsruhe auf Initiative des Vereins „Tischlein-Deck-Dich“ und „Vitale Lunchbox GmbH“ durchgeführt.
 
„Die Ergebnisse des Modellprojekts belegen, dass alle Ziele erreicht wurden. Insbesondere konnte bewiesen werden, dass das Verpflegungskonzept einer Halb-Frischeküche kostenneutral funktioniert, die Essensabfälle deutlich verringert wurden und alle Beteiligten mit der Qualität des Mittagessens und den vermittelten Werten sehr zufrieden waren“, so Rastätter.
 
„Besonders erfreulich ist, dass den Kindern das gesunde und nachhaltige Mittagessen sehr gut geschmeckt hat“, ergänzt Stadträtin Verena Anlauf, zuständig für Kinder und Gesundheit: „Für die Grundschulkinder ist es ein Stück „Normalität“, wenn Bestandteile des Schulessens an der Schule frisch zubereitet werden und Schüsseln mit Essen auf dem Tisch stehen.“ Besonders positiv sei dabei die Bildung von Teams, bei denen eine Fachkraft (Koch/Köchin) des Caterers mit dem Ausgabeteam zusammenarbeitet. Denn dabei seien die Bedürfnisse der Kinder immer im Blick, Portionen können individuell angepasst und Optimierungen der Zusammen-
setzungen zeitnah angefordert werden.
 
Die Grünen wollen mit ihrem Antrag die notwendigen Qualitätsverbesserungen des Mittagessens erreichen. „Häufig wenden sich Eltern und Schulen an uns und kritisieren, dass es den Kindern nicht schmeckt und dass täglich erschreckende Mengen des Schulessens weggeworfen werden“, so Rastätter und Anlauf. „Auch für die teilweise Anlieferung des Mittagessens aus großen Entfernungen von bis zu 150 km zeigen die Eltern und Schulen kein Verständnis.“
 
Die Grünen setzen sich zudem für ein Kontrollsystem für die Einhaltung der bereits vorgeschriebenen Qualitätskriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und von mindestens 25 % Bioanteil ein. Auch die Verbesserung der Kommunikation mit den Eltern und Anbietern soll etabliert werden. „Zwar steht für uns zunächst das Grundschulessen im Fokus, die Verwaltung soll aber auch prüfen, welche Aspekte dieser Form einer qualitätsvollen und nachhaltigen Mittagsverpflegung von Grundschulen auf weiterführende Schulen, Horte und Kindertagesstätten übertragen werden können“, so Rastätter und Anlauf.
 
Perspektivisch soll auch die Umweltbelastung durch die tägliche Anlieferung des Schulmittagessens berücksichtigt werden. Neben den Klimaschutzaspekten könnten regionale Anbieter*innen sowie Produkte mit kurzen Transportwegen gefördert und die regionale Wertschöpfung gestärkt werden. Dies ermögliche auch, dass die Schüler*innen regionale und nachhaltig produzierende landwirtschaftliche Betriebe in der Region kennenlernen betonen die beiden Stadträtinnen.