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Presse

6. Februar 2019

Polderplanung: GRÜNE für Aufständerung statt Dammerhöhung der Herrmann-Schneider-Allee

Die Grünen sehen die geplante Höherlegung der Herrmann-Schneider-Allee um zwei Meter sehr kritisch und haben sie bisher abgelehnt. „Für diese Erhöhung müsste der Damm deutlich verbreitert werden mit der Folge eines massiven Eingriffs in die landschaftsprägende Baumallee“, so Stadträtin Renate Rastätter, Fachsprecherin für Naturschutz. „Das Landschaftsbild auf dem Weg zum Rheinpark sowie der Erholungswert würden erheblich negativ verändert werden. Zu Recht stößt diese Planung deshalb auf den Widerstand der Bevölkerung, vor allem in Daxlanden.“
 
Für die Grünen muss deshalb diese Planung noch einmal auf den Prüfstand gestellt werden. „Wir fordern die Stadtverwaltung mit einem Antrag auf, sich beim Regierungspräsidium als Vorhabenträger dafür einzusetzen, dass die Herrmann-Schneider-Allee durch eine Aufständerung angehoben wird, statt einen deutlich höheren Damm anzulegen“, so Johannes Honné, Fraktionsvorsitzender der Grünen. „Um die Breite des Ständerwerks gering zu halten, könnte die Straßenbahn zweigleisig in der Fahrbahn geführt werden.“
 
Bei einer Aufständerung der Straße würde der jetzt bereits baumfreie Bereich für die neue Straße ausreichen. Außerdem könnte das Wasser ungehindert unter der Straße durchfließen, wenn der Polder sich füllt. Auch für die Wildtiere wäre diese Lösung von Vorteil, da sie ungehindert die Straße unterqueren könnten.
 
Diese Variante der Aufständerung wurde bereits zu Beginn des Verfahrens untersucht und dann aus Kostengründen nicht weiterverfolgt. „Wir meinen aber, dass sie angesichts des dadurch vermeidbaren massiven Eingriffs in den Wald noch einmal geprüft werden sollte. Schließlich gilt das Gebot einer Eingriffsminimierung“, so die beiden Grünen Stadträt*innen.
 
Außerdem machen die Grünen einen Kompromissvorschlag zur Spundwand um den Parkplatz des Freibads: Wenn diese statt vier Meter nur zwei Meter hoch wäre, könnte „normales“ Hochwasser damit abgehalten werden. So würde der Eingriff in die Landschaft vermindert. Nur bei besonders starkem Hochwasser würde der Parkplatz überflutet. Weil das nur selten vorkommt, wären entsprechende Aufräumarbeiten dort nur sehr selten nötig.