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Presse

9. Januar 2015

GRÜNE wollen Wohnungsbau durch Innenentwicklung voranbringen

In einem Antrag an den Gemeinderat setzt sich die Grüne Fraktion dafür ein, für Wohnungsbau geeignete Innenentwicklungsflächen im Stadtgebiet systematisch zu erheben.
 
„Die Bevölkerung in Karlsruhe wächst weiter, während der Wohnungsbau leider eher schleppend vorankommt“, so Fraktions-vorsitzende Bettina Lisbach. „Das hängt auch mit dem begrenzten Flächenangebot zusammen. Damit Freiflächen im Außenbereich soweit wie möglich von Bebauung freigehalten werden können, müssen wir vorhandene Flächenreserven im Innenbereich maßvoll, aber effizient zu nutzen.“
 
Mit ihrem Antrag wollen die GRÜNEN erreichen, dass Baulücken, untergenutzte Grundstücke und Flächen mit Leerständen im Stadtgebiet aktuell kartiert werden. Die ermittelten Innenentwicklungspotentiale sollen auf ihre Eignung und Aktivierbarkeit für Wohnungsbau geprüft werden. Auch soll die Stadtverwaltung Fördermöglichkeiten aufzeigen, um die Nutzung von Innenentwicklungs-reserven für Wohnbaugenossenschaften, Wohngruppen und Privateigentümer/innen attraktiv zu machen.
 
Innenentwicklung muss behutsam erfolgen, damit auch in verdichteten Wohngebieten eine hohe Lebensqualität mit ausreichender Durchgrünung zum Standard wird. „Die Verdichtung darf ein verträgliches Maß nicht überschreiten“, betont Alexander Geiger, planungspolitischer Sprecher der Fraktion. „Nur große Wohnblocks sind nicht das Allheilmittel. Auch kleinere Wohnbauprojekte tragen dazu bei, die Wohnungsnot in Karlsruhe zu lindern.“
 
Die GRÜNEN wollen mit ihrem Antrag erreichen, dass die Ergebnisse der Innenentwicklungsanalyse in die Wohnflächen-Bedarfsermittlung für den Flächennutzungsplan 2030 einfließen. „Erst wenn die Karlsruher Flächenreserven zur Innenentwicklung tatsächlich erfasst sind, haben wir eine gute Grundlage, um die Flächennutzungsplanung für den Bereich Wohnen in Karlsruhe und Umgebung voran zu bringen“ so die beiden Stadträte/innen.
 
Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit regen die GRÜNEN außerdem an, dass Karlsruhe das Gespräch mit den Umlandgemeinden im Nachbarschaftsverband sucht, um ein einheitliches Vorgehen im gesamten Verbandsgebiet zu erreichen.