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Presse

23. Dezember 2014

GRÜNE für einen Zirkus ohne Tierleid

Die Karlsruher GRÜNEN bedauern, dass auch im diesjährigen Weihnachtszirkus neben vielen hochkarätigen artistischen Darbietungen wie Musik, Tanz und Jonglage erneut Tiernummern mit Wildtieren ins Programm aufgenommen wurden. So befinden sich unter anderem Antilopen, Bisons und Kamele im Portfolio der Exotenshow. Auch Seelöwen, die in der Natur im offenen Meer und an felsigen Küsten große Strecken zurücklegen, müssen mit einem kleinen Planschbecken Vorlieb nehmen.
 
Um auf die Belange des Tierschutzes aufmerksam zu machen, wird am 28.12.2014 ab 15.00 Uhr eine Mahnwache auf dem Messplatz vor dem Zelt stattfinden, an der sich auch GRÜNE Mitglieder beteiligen werden.
 
"Es ist bedrückend zu sehen, dass Tiere in unserer Gesellschaft noch immer für Unterhaltungszwecke und zur Belustigung missbraucht werden", so Zoe Mayer, tierschutzpolitische Sprecherin der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion. "Gerade exotische Tiere haben grundlegende Bedürfnisse, die in Wanderzirkussen nicht erfüllt werden. Dazu gehören ausreichen Auslauf- und Rückzugsflächen sowie die Möglichkeit der Revierbildung, was durch häufige Transporte und geringe Flächen in dauernd wech-selnden Quartieren nicht gegeben ist."
 
Bereits seit vielen Jahren setzen sich die GRÜNEN in Karlsruhe gegen die Zurschaustellung von Wildtieren in Zirkusbetrieben ein. Ein erster Erfolg wurde 2010 durch eine Initiative der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion erzielt: So wurden die städtischen Vergabekriterien für öffentliche Plätze in Karlsruhe dahingehend ergänzt, dass Zirkusunternehmen nicht mehr für Gastspiele in Karlsruhe verpflichtet werden, die gemäß Zirkusleitlinien besonders ungeeignete Wildtierarten mitführen.
 
Den GRÜNEN geht diese Maßnahme noch nicht weit genug, wie Stadtrat Michael Borner ausführt: "In den Niederlanden wurde jetzt ein Wildtierverbot in Zirkussen durchgesetzt. Auch viele deutsche Kommunen wie Speyer, Heidelberg, Schwetzingen und Worms setzen ein Zeichen gegen Wildtierhaltung in Zirkussen, indem sie keine Pachtverträge mehr ausstellen, wenn Wildtiere in der Show auftreten. Ein guter Zirkus braucht keine Wildtiernummern, um mit einer anspruchsvollen Zirkuskultur Erfolg zu haben. Namhafte Zirkusunternehmen wie der 'Zirkus Roncalli' sind der beste Beweis hierfür", so die beiden GRÜNEN TierschutzpolitikerInnen abschließend.