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Presse

8. Mai 2014

GRÜNE wollen mehr städtische Unterstützung für ehrenamtliches Engagement in den LEA-Außenstellen
und fordern günstige ÖPNV-Angebote für Flüchtlinge

In einer Anfrage erkundigt sich die GRÜNE Gemeinderatsfraktion nach der aktuellen Situation der Flüchtlinge in der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) in der Durlacher Allee und in deren Außenstellen im Stadtgebiet.
 
„Im Rahmen der Neueinrichtung von Außenstellen gab es immer wieder kontroverse Diskussionen in der Bürgerschaft. Daher freuen wir uns umso mehr, dass sich inzwischen an einigen Einrichtungen ehrenamtliche Initiativen gegründet haben, die die Flüchtlinge während ihrer schwierigen Anfangszeit hier in Deutschland unterstützen“, so Bettina Lisbach, Fraktionssprecherin der GRÜNEN im Gemeinderat.
 
Besonders die Einrichtung im Christian-Griesbach-Haus in Mühlburg könne nach hitzigen Debatten in der Anfangszeit heute sicherlich als gutes Beispiel für gelungenes bürgerschaftliches Engagement und gelebte Willkommenskultur dienen. „Mit der aktuellen Anfrage wollen wir ausloten, wie die Stadt die Ehrenamtlichen vor Ort noch besser unterstützen kann. Vorstellbar wäre beispielsweise die Bereitstellung von Materialien, die Schulung der Mitarbeitenden oder Hilfe bei der Vernetzung der unterschiedlichen Initiativen an den Außenstellen“, so Lisbach weiter.
 
„Von verschiedenen Seiten wurde an die Mitglieder unserer Fraktion herangetragen, dass die Versorgung der Flüchtlinge mit Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr nach wie vor nicht zufrieden stellend gelöst ist“, ergänzt Dr. Christofer Leschinger, migrationspolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion. Besondere die Flüchtlinge in den Außenstellen der LEA seien während ihrer Zeit hier in Karlsruhe auf die Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln angewiesen, um notwendige Behördengänge zu absolvieren, an Integrationskursen teilzunehmen oder die Besorgungen des täglichen Bedarfs zu erledigen.
 
„Es darf weder an den Kosten für die Fahrkarten noch an der Motivation oder den Sprachkenntnissen des Wachpersonals vor Ort scheitern, wenn Asylsuchende kurzfristig ärztliche Hilfe benötigen oder an ehrenamtlich angebotenen Sprachkursen oder Beratungsangeboten teilnehmen möchten“, so Leschinger weiter. Aus diesem Grund beantragt die GRÜNE Gemeinderatsfraktion, dass die Stadtverwaltung zusammen mit dem Regierungspräsidium und dem KVV ein praktikables Konzept erarbeitet, damit die Flüchtlinge den ÖPNV innerhalb Karlsruhes vergünstigt oder kostenfrei nutzen können.