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Presse

27. Dezember 2013

GRÜNE fragen nach Naturschutzmaßnahmen im Wald

In einer Gemeinderatsanfrage befasst sich die GRÜNE Fraktion mit Naturschutzmaßnahmen im Karlsruher Wald. Die Stadträt/innen fragen unter anderem nach den bisherigen Erfahrungen mit der Anwendung des Alt- und Totholzkonzeptes im Staats- und auch im Stadtwald.
 
„Für den Naturschutz im Wald ist es wichtig, alte Baumgruppen und wertvolle Einzelbäume, z.B. mit Specht- und Fledermaushöhlen, vor Fällung zu schützen,“ erläutert Fraktionssprecherin Bettina Lisbach das Anliegen der Fraktion. „Auf unseren Antrag hin hatte uns die Forstverwaltung Ende 2009 geantwortet, dass das Alt- und Totholzkonzept des Landes nicht nur im Staatswald, sondern auf freiwilliger Basis auch in unserem Stadtwald angewendet werden soll. Wir möchten nun wissen, wie die Umsetzung des Konzeptes vorangeschritten ist und welche Fortschritte für den Natur- und Artenschutz im Wald seitdem erzielt werden konnten.“
 
„Wir fragen auch danach, ob durch die Umsetzung des Alt- und Totholzkonzeptes personeller Mehraufwand entsteht“, ergänzt Stadtrat Johannes Honné, der die GRÜNEN im für den Wald zuständigen Fachausschuss für öffentliche Einrichtungen vertritt. „Das Personal in der Forstverwaltung ist immer sehr knapp bemessen. Wir wollen nicht, dass der Naturschutz oder auch die Naherholungs-möglichkeiten im Wald darunter leiden. Falls notwendig, sind wir gerne bereit, hier bedarfsgerecht nachzubessern.“
 
Zusätzlich bittet die GRÜNE Fraktion in ihrer Anfrage um einen Bericht, welche weiteren Maßnahmen zur Förderung des Natur- und Artenschutzes im Wald bereits umgesetzt werden oder wünschenswert sind, aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen bisher aber nicht zum Zuge kamen. Über eine Anwendung von Ökokonto-Regelungen sehen die GRÜNEN Fördermöglichkeiten, die eine Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen im Wald erleichtern könnten.
 
Außerdem fragen die GRÜNEN nach der geplanten Ausweisung von Schonwäldern auf Gemarkung Karlsruhe. Schonwälder sind geschützte Waldgebiete, in denen die wirtschaftliche Nutzung des Waldes Einschränkungen unterliegt, um den Wald als Lebensraum bestimmter Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und weiter zu entwickeln. Seitens der Landesforstverwaltung waren für 2010 Vorarbeiten zu den geplanten Schonwaldausweisungen im Hardtwald angekündigt worden. Mit ihrer Anfrage wollen die GRÜNEN nun in Erfahrung bringen, ob die betreffenden Waldgebiete mittlerweile geschützt sind und naturschutzgerecht bewirtschaftet werden.