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Presse

15. Oktober 2013

GRÜNE fragen nach Verpachtung städtischer Landwirtschaftsflächen

Mit der Verpachtung städtischer Landwirtschafts-Flächen befassen sich die GRÜNEN in einer Gemeinderatsanfrage.
 
„In den letzten Monaten haben sich wiederholt Landwirte an uns gewandt, die bei der Verpachtung städtischer Landwirtschaftsflächen nicht zum Zuge kamen“, begründet Fraktionssprecherin Bettina Lisbach die Initiative. „Uns ist wichtig, dass die städtische Vergabepraxis transparent und für alle Betroffenen nachvollziehbar ist.“
 
Die GRÜNEN wollen deshalb von der Stadtverwaltung wissen, welche Kriterien bei der Verpachtung zugrunde gelegt und wie diese gewichtet werden. Sie fragen auch danach, wie eine möglichst ausgewogene Aufteilung der städtischen Pachtflächen, besonders unter den ortsansässigen LandwirtInnen erreicht wird.
 
„Wir wollen auch wissen, inwieweit Fragen der Existenzsicherung landwirtschaftlicher Betriebe bei der städtischen Pachtvergabe berücksichtigt werden“, ergänzt Stadtrat Johannes Honné, der die GRÜNEN im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vertritt. „Und wir fragen danach, ob Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe unterschiedlich behandelt werden.“
 
Die GRÜNE Fraktion will bei der Verpachtung städtischer Landwirtschaftsflächen neben sozialen Kriterien auch ökologische Aspekte umfassend berücksichtigt wissen. Eine biologische Bewirtschaftung städtischer Flächen sollte durch die städtische Vergabepraxis aktiv gefördert werden. Auch soll eine enge Kooperation der LandwirtInnen mit dem städtischen Naturschutz angestrebt werden, so die GRÜNEN.
 
„Diese Fragestellungen beschäftigen uns auch im Zusammenhang mit der Neuverpachtung des Hofguts Maxau“, so Lisbach und Honné. „Bei der Neuverpachtung hatten wir uns für ein offenes Verfahren ausgesprochen, konnten uns aber leider nicht durchsetzen. Immerhin wurde uns von der Stadtverwaltung zugesagt, dass das städtische Hofgut zukünftig biologisch bewirtschaftet wird und dass bei den geplanten natur- und landwirtschaftspädagogischen Angeboten auf dem Hofgut eine enge Zusammenarbeit mit dem städtischen Umweltamt stattfinden soll.“