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Presse

26. Juni 2013

Mehr Sicherheit bei Straßenbahn-Querungen

Als die GRÜNE-Gemeinderatsfraktion eine Anfrage zu Unfällen mit Straßenbahnen gestellt hatte und sich die Antwort immer wieder verzögerte, wurde aus diesem Anlass im Internet viel über mögliche Lösungen diskutiert. Die besten Vorschläge, die dabei gemacht wurden, hatte die Fraktion dann an die Verwaltung weitergegeben. Inzwischen liegt die Antwort des Oberbürgermeisters vor.
 
Der wichtigste Vorschlag war, die Ampeln so umzurüsten, dass das Bedarfs-Rotlicht für Schienen-querenden Verkehr bereits ausgeht, während die Straßenbahn noch die Stelle passiert. "Dadurch kann man gefahrlos sofort hinter der Bahn die Gleise überqueren, falls die Ampel aus ist. Wenn dagegen das Licht anschließend noch leuchtet, ist höchste Vorsicht geboten, weil wahrscheinlich eine Bahn aus der Gegenrichtung kommt!", so Johannes Honné, verkehrspolitischer Sprecher der Gemeinderats-Fraktion. "Das soll in Zukunft tatsächlich schrittweise realisiert werden und darüber freuen wir uns, weil das immer wieder vorgebracht wurde." Dadurch könnten Unfälle vermieden werden, bei denen Personen nach der Durchfahrt einer Bahn sofort über die Gleise gehen.
 
Ein weiteres Thema waren die sogenannten "Lane Lights". Dabei handelt es sich um im Boden eingelassene LEDs die parallel zur roten Bedarfs-Ampel leuchten oder blinken. An der Haltestelle ZKM wurden sie im Jahr 2007 getestet und danach wieder abgebaut. Auf den neuerlichen Vorschlag, auf diese Weise unabsichtliche "Rotläufe" zu verhindern, hieß es jetzt: Begleitende Untersuchungen hätten die Wirkung bestätigt, die Technik habe sich aber als störanfällig erwiesen. Die VBK seien auf der Suche nach neuen Technologien, mit denen der Einsatz von "Lane Lights" bzw. einer Nachfolge-Technologie ausgeweitet werden solle.
 
Keinen Erfolg hatte der Vorschlag, die Frontseite der Bahnen so zu verkleiden, dass angefahrene Personen nicht unter die Bahn geraten können. Dazu hieß es in der Antwort, die Niederflur-Fahrzeuge hätten bereits einklappbare Fahrzeugkupplungen, so dass hier die Gefahr verringert sei, und die älteren Hochflurfahrzeuge könnten nicht umgerüstet werden.