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Presse

29. Juni 2012

GRÜNE wollen Ökostrom für städtische Liegenschaften

Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion möchte den Stromverbrauch städtischer Liegenschaften senken und nachhaltiger gestalten. In einer öffentlichen Anfrage geht sie deshalb der Frage nach, wie der überhöhte Stromverbrauch reduziert werden kann und welcher Stromtarif unter Klimaschutzgesichtspunkten zu bevorzugen ist.
 
Aktueller Anlass ist die Beteiligung der Stadt am European Award, für den 2013 eine Neubewertung ansteht. „Die EEA-Bewertung ist ein Verfahren nach europäischem Standard, das sehr gut die besonderen Stärken und Schwächen Karlsruhes beim Thema Energieverbrauch und Klimaschutz aufzeigt“, so Fraktionssprecherin Bettina Lisbach. „Während die Stadt in einigen Teilbereichen dank vielfältiger Klimaschutzmaßnahmen bereits gut aufgestellt ist, gibt es beim Thema 'Stromversorgung städtischer Immobilien' noch große Schwächen, an denen gearbeitet werden muss.“
 
Die Fraktion will deshalb von der Stadtverwaltung wissen, wie sich der Stromverbrauch in städtischen Gebäuden und Anlagen in den letzten Jahren entwickelt hat und welche Vorhaben geplant sind, um den Stromverbrauch sukzessive zu senken. Die Fraktion regt außerdem an, die städtischen Liegenschaften zukünftig mit Ökostrom zu versorgen.
 
In diesem Zusammenhang wollen die GRÜNEN auch das Regenerativ-Strom-Angebot der Stadtwerke verbessern und erweitern. Die Wirkung der bisherigen Angebote "NaturR" und "NaturR plus" auf den Klimaschutz und die Energiewende soll daher überprüft werden.
 
„Gerne würden wir bei der Umstellung auf Ökostrom für die städtischen Liegenschaften auf ein Angebot der Stadtwerke zurückgreifen“, so Stadtrat Alexander Geiger, der die GRÜNEN im Stadtwerke-Aufsichtsrat vertritt. „Allerdings bieten die Stadtwerke für Großabnehmer RECS -zertifizierten Regenerativ-Strom an, der Energieexperten zu-folge nur sehr eingeschränkte Wirkungen auf den Klimaschutz hat.“
 
Optimal wäre den GRÜNEN zufolge, wenn die Stadtwerke Ökostrom mit dem von Umweltverbänden zertifizierten „Grüner Strom Label“ liefern könnten. „Damit hätten wir eine gute Lösung für die Stadt als Großkundin, aber auch für viele PrivatabnehmerInnen gefunden, denen das bisherige regenerative Stromangebot der Stadtwerke nicht ausreichend klimafreundlich ist“, so Lisbach und Geiger. „Gleichzeitig würde die strategische Ausrichtung der Stadtwerke hin zum Ausbau der Erneuerbaren Energien konsequent weiter entwickelt.“
 
Der Bezug von Ökostrom für die städtischen Liegenschaften würde zu einer deutlichen Verbesserung des EEA-Gesamtergebnisses beitragen und entspricht auch den Zielen und Maßnahmen des Karlsruher Klimaschutzkonzeptes.