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Presse

13. Dezember 2011

GRÜNE wollen in Karlsruhe die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärken

Die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Karlsruhe weisen auf einen Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Behinderungen hin. Nach Ansicht der GRÜNEN muss dieser negativen Entwicklung mit gezielten Maßnahmen entgegengewirkt werden. Anhand einer Anfrage will die GRÜNE Gemeinderatsfraktion daher erfahren, wie in Karlsruhe die berufliche Teilhabe von behinderten Menschen gefördert wird und wie wirksam diese Maßnahmen sind.
 „Laut einer neuen DGB-Studie gibt es immer mehr Menschen mit Behinderungen, die ohne Arbeit sind“, so die arbeitsmarkt-politische Sprecher der GRÜNEN Fraktion Michael Borner und Uta van Hoffs. „Auch die Arbeitsmarktdaten für Karlsruhe bestätigen diesen Trend. Während die Zahl der Arbeitslosen insgesamt zwischen Oktober 2010 und Oktober 2011 nahezu konstant blieb, ist im gleichen Zeitraum bei schwer behinderten Menschen mit Hartz IV-Bezug – trotz der Belebung des Arbeitsmarktes – eine Erhöhung der Arbeitslosigkeit festzustellen.“ Sollte dieser Trend fortbestehen, droht immer mehr Menschen mit Behinderungen wegen der Unterbrechung ihrer Erwerbsbiographie die Altersarmut.
Die GRÜNEN sehen hier die Stadt Karlsruhe und die städtischen Gesellschaften als Arbeitgeberinnen in der Pflicht. „Die Stadt hat eindeutig eine Vorbildfunktion“, so die personalpolitische Sprecherin Dr. Ute Leidig. Um zu erfahren, wie sich die Situation bei der Verwaltung bzw. den städtischen Gesellschaften aktuell darstellt, fragen die GRÜNEN beispielsweise nach der dortigen Beschäftigungsquote von Arbeitnehmer/innen mit Behinderungen und nach dem betrieblichen Eingliederungsmanagement.
„Darüber hinaus möchten wir in Erfahrung bringen, wie die Stadt Karlsruhe und das Jobcenter Stadt Karlsruhe die Integration von Menschen mit Behinderungen in das Arbeitsleben fördern wollen, während gleichzeitig die Bundesregierung die Situation durch Kürzungen der Eingliederungsmittel bei der Bundesagentur für Arbeit weiter verschärft“, so Borner und van Hoffs abschließend.