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Presse

17. August  2010

GRÜNE: Entwicklungskonzept Durlacher Allee darf nicht Instrument für Gewerbeflächenausweisung sein!

„Der Vorstoß der CDU zum Entwicklungskonzept Durlacher Allee hat uns sehr überrascht“ so die GRÜNEN Fraktionsprecherinnen Bettina Lisbach und Anne Segor. “Wir haben ein solches Konzept immer unterstützt, sind aber unter anderem am Widerstand der Christ-demokraten gescheitert, die das bisher abgelehnt haben. „Dass jetzt ausgerechnet ein Mitglied der CDU-Gemeinderatsfraktion vorprescht und einen städtebaulichen Rahmenplan für den östlichen Stadteingang fordert, wundert uns da schon!“

Besonders ärgerlich bei den forschen Planungs-überlegungen der CDU ist für die GRÜNEN das leichtfertige Jonglieren mit Flächen. So sind Kleingärten, die eine wichtige Naherholungsfunktion für die Bevölkerung haben, offenbar nur Verfügungsmasse für gewinnbringendere Nutzungen.

Überhaupt ist das Interesse der CDU offenbar ausschließlich auf Neuausweisung von Gewerbeflächen gerichtet, was zu den wiederholten Forderungen der Finanzbürgermeisterin, Frau Mergen, nach Gewerbeflächen in Autobahnnähe passt.

„Im Gegensatz dazu wollen wir ein differenziertes Konzept, das den vielfältigen Nutzungsansprüchen in diesem Bereich gerecht wird. Uns ist zum Beispiel sehr wichtig, dass der gesamte Bereich rechts und links der Durlacher Allee städtebaulich aufgewertet wird, und dass eine deutliche Grünzäsur zwischen Karlsruhe und Durlach erhalten bleibt!“ erläutern die beiden Stadträtinnen die GRÜNE Position. „Wir müssen darauf achten, dass die Stadtteile nicht in einem undifferenzierten Siedlungsbrei zusammenfließen.“

Dabei bleibe abzuwarten, ob sich für Gewerbenutzung geeignete Flächen in den Randbereichen rechts und links der Durlacher Allee finden lassen. Diese müssen jedoch weitgehend – so eine Forderung der GRÜNEN - auf recyclebare Flächen ohne zusätzlich Versiegelung beschränkt bleiben. Die Grünzäsur zwischen den be-bauten Bereichen dürfe dabei nicht entwertet und in ihrer Funktion für das Stadtklima nicht beeinträchtigt werden. „


Die berechtigte Forderung nach einer Verbesserung der östlichen Stadteingangssituation darf nicht der Deckmantel für eine weitere Zersiedlung von Natur und Landschaft sein.“

„Wenn die Stadtverwaltung endlich bereit wäre, Ihr Flächenmanagement konsequent auszubauen und Anreize für flächensparende Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen, könnte auf Neuausweisungen auch im Bereich der Durlacher Allee und in Autobahnnähe ohne Nachteile für die Karlsruher Wirtschaft verzichtet werden. Diese hat sich – anders als immer wieder behauptet – in den letzten Jahren auch ohne großflächige Flächen-neuausweisungen gut entwickelt. Die neu hinzu gekommenen Arbeitsplätze gleichen die Verluste in diesem Bereich bei weitem aus!“

„Das Umdenken der CDU ist grundsätzlich zu begrüßen,“ so Segor und Lisbach abschließend, „Allerdings sollten die Kolleginnen und Kollegen ihre bisher noch sehr einseitigen Vorstellungen gründlich überdenken!“