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Presse

21. Juli 2009


GRÜNER Antrag zur Modellschule im Regierungspräsidium verschollen!

„Das ist ein unglaublicher Vorgang!“ sagt die schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN Gemeinderats-fraktion, Anne Segor.
Das Regierungspräsidium hat den Eingang eines Antrags auf Einrichtung einer Modellschule in Karlsruhe vor über einem Jahr zwar bestätigt, aber nicht ans Kultusministerium weitergeleitet. Inzwischen ist klar, dass der Antrag über ein Jahr nicht „mehr auffindbar“ gewesen ist.
„Die ganze Zeit über wurden wir, trotz mehrerer Rückfragen im Glauben gelassen, dass der von den GRÜNEN eingebrachte Antrag noch in Bearbeitung sei. Dabei war der ganze Vorgang längst ‚in Verstoß geraten‘, d.h. verschlampt worden!“ empört sich Segor. „Wir sehen darin eine erstaunliche Missachtung des Willens des Karlsruher Gemeinderates!“

Der Hintergrund: Vor einem Jahr wurde der Antrag der GRÜNEN zur Einrichtung einer Modellschule nach skandinavischem Vorbild im Gemeinderat mehrheitlich angenommen und nach Aussage des Schul- und Sportamtes umgehend an das Regierungspräsidium weitergeleitet.

Dass der Antrag zur Einrichtung einer Modellschule im Regierungspräsidium nicht gerade Freude ausgelöst hat, ist der GRÜNEN Fraktion klar. Es ist hinlänglich bekannt, dass das Kultusministerium stur am dreigliedrigen Schulsystem festhält, obwohl damit eine intensive, breite Förderung aller Kinder nachweislich nicht erbracht wird.

Außerdem ist es, nach Einschätzung der GRÜNEN ein Skandal, dass mit Schreiben an die Stadt Karlsruhe vom 14.Juli dieses Jahres – also mehr als ein Jahr nach Eingang des Antrags – ohne korrekte Prüfung im Kulturministerium mitgeteilt wird, dass eine Modellschule angeblich „Akzeptanzprobleme“ bei der Elternschaft hätte.
Diese Akzeptanzprobleme beziehen aber sich ausschließlich auf Modelle des Kultusministeriums, das Kooperationsklassen zwischen Real- und Hauptschule einrichten wollte und das damit voraussehbar gescheitert ist.

„Hier hat jemand Äpfel mit Birnen verwechselt“, stellt Anne Segor richtig.
„Das kleinteilige Herumdoktern des Kulturministers am vorhandenen System kann die Schulmisere nicht in den Griff bekommen. Da lassen sich Eltern verständlicher-weise nicht vor den Karren des Ministers spannen. Das von uns geforderte Schulmodell, in dem alle Kinder von Klasse 1 bis 10 gemeinsam unterrichtet werden sollen, das innovative individuelle Förderkonzepte umsetzt und kein Kind zurücklässt, ist ein ganzheitlicher Ansatz und hat nichts mit dem Verbesserungsversuchen des Kul-tusministeriums zu tun.“

Die GRÜNEN erwarten nun eine umgehende, vorurteilslose Prüfung des Karlsruher Antrags zur Ein-richtung einer Modellschule und entsprechend der Stimmung im ganzen Land einen positiven
Bescheid!