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Presse

9. April 2009


GRÜNE fordern Programm zur Energieschuldenprävention

Ein Programm zur Energieschuldenprävention fordert die Fraktion der GRÜNEN in einem Antrag an den Gemeinderat. „Die in den letzten Jahren stark gestiegenen Energiekosten belasten im zunehmenden Maß auch private Haushalte. Energiekosten sind deshalb zu einer ernstzunehmenden Armutsfalle geworden“ so Fraktionssprecherin Bettina Lisbach und die sozial-politische Sprecherin der Fraktion Dorothea Polle-Holl.

Aller Voraussicht nach werde sich der Trend steigender Energiepreise trotz aktuell kurzfristiger Erholung in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. Die effiziente Nut-zung von Energie ist deshalb nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus ökonomischen Gründen enorm wichtig geworden, so die GRÜNEN. Abhilfe wollen sie mit einem Programm zur Energieschuldenprävention schaffen, bei dem gezielt auf einkommensschwache Haushalte zugegangen werden soll.

„Zwar gibt es bereits umfangreiche Beratungsangebote in Karlsruhe. Doch richten die sich bisher vorwiegend an VerbraucherInnen, die bereits sensibilisiert sind und selbst aktiv Rat suchen. Was wir aber zusätzlich brauchen, sind Angebote für private Verbraucher, denen das notwendige Bewusstsein für eine effiziente Energienutzung fehlt“ sagen Lisbach und Polle-Holl. „Viele davon sind aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage, sich selbstständig Informationen zu erschließen. Hier können beispielsweise Sozial-arbeiterInnen, die Haushalte betreuen und speziell geschult sind, eine Vermittlungsfunktion einnehmen und auf passende Beratungsmöglichkeiten hinweisen.“

Um die Energiekosten zu senken, wollen die GRÜNEN durch Beratung und finanzielle Unterstützung die Geräteausstattung in den Haushalten verbessern. „Zusammen mit dem Einzelhandel soll hier nach Möglichkeiten gesucht werden, beim Kauf energie-sparender Haushaltsgeräte durch einkommensschwache Haushalte Sonderrabatte einzuführen“.

Ziel der Beratung soll zudem eine Veränderung im Verbraucherverhalten sein. Auch eine energetische Optimierung der Bausubstanz ist häufig notwendig. Da hierbei auch viele Wohnungen im städtischen Besitzt betroffen sind, wollen die GRÜNEN neben den Stadtwerken auch die Volkswohnung in das Programm mit einbeziehen.

Modellprojekt zur Energieschuldenprävention erfolgreich in Nürnberg. Die hier gewonnenen Erfahrungen sollten bei der Entwicklung eines ähnlichen Programms für Karlsruhe berücksichtigt werden, so die GRÜNEN.