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Presse

4. Dezember 2008


GRÜNE fordern: Hauptschulentwicklung langfristig planen

„Jahrelang wird vom Kultusministerium nur mit hilflosen Reparaturen am kranken Schulsystem herumgedoktert“, sagt Anne Segor, schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN Fraktion im Karlsruher Gemeinderat, „und plötzlich glaubt man, mit dem neuen Etikett ‚Werkrealschule‘ für die Hauptschulen den notwendigen strukturellen Entwicklungen ausweichen zu können.“

Nach Ansicht der GRÜNEN muss endlich eine Gemeinschaftsschule – zunächst als Modell – erprobt werden, in der alle Kinder von Klasse 1 bis 10 gemeinsam unterrichtet werden und intensive individuelle Förderung erhalten. Nur dieser Weg bietet allen Kindern eine Alternative zur gegenwärtigen frühen Aufsplitterung.

„Das momentan stattfindende Verwirrspiel ist nicht nur für die Uhland- und die Nebeniusschule eine Zumutung“, so Anne Segor weiter, „Kinder, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer aller 26 Karlsruher Hauptschulen werden verunsichert!“

Um zunächst diesem Personenkreis Planungssicherheit zu geben, haben die GRÜNEN einen Antrag an den Gemeinderat gestellt, indem ein klarer Fahrplan für die Weiterentwicklung der Hauptschulen gefordert wird:
Inhaltlich sollten nach Ansicht der GRÜNEN zum einen Haupt- und Realschulen, eventuell mit Grundschulen, zusammengefasst werden. Ein qualifiziertes Ganz-tagesangebot, individuelle Förderung und hohe Durchlässigkeit vom Hauptschulzweig in die Realschule müssen zum Programm gehören.
„Wichtig ist uns auch, dass zusätzliche Kooperationen mit Gymnasien geprüft werden,“ fügt Stadträtin Dorothea Polle-Holl hinzu.
In freiwerdenden Räumlichkeiten könnten als zweite Alternative Kindergärten und Grundschulen als Bildungshäuser eingerichtet werden.

„Da viele Menschen betroffen sind, darf diese Umstrukturierung nicht – wie sonst üblich – lediglich verwaltungsintern in einem Arbeitskreis geschehen, sondern muss in intensiver Abstimmung und Diskussion mit Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, mit Schulsozialarbeitern, mit Vertretern der Bürgervereine erarbeitet werden“, so die GRÜNEN abschließend. „Ein für alle Beteiligten transparentes Verfahren wird die Akzeptanz neuer Ansätze deutlich erhöhen.“