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Presse

11. Dezember  2006


Grüne wollen mehr Info zu Hartz IV in Karlsruhe

Eine jährliche Berichterstattung zu Eingliederungsmaßnahmen im SGB II-Bereich fordern die Grünen im Karlsruher Gemeinderat.
„Themen wie Hartz IV oder so genannte 1-Euro-Jobs werden sehr sensibel auch in der Karlsruher Öffentlichkeit diskutiert“, so Fraktionssprecher Klaus Stapf. „Deshalb sollte ein jährlicher Bericht über die verschiedenen Maßnahmen, ihre Auswirkungen und Erfolgsquoten die Karlsruherinnen und Karlsruher dazu informieren.“

Der Bericht soll dabei die Arbeit und die dabei erzielten Erfolge der Arge ebenso wie andere Eingliederungshilfen (z.B. ABM, Weiterbildung) detailliert darstellen und bewerten.

Dabei werden auch und besonders Punkte wie die Vermittlungsquote in den 1.Arbeitsmarkt, die Betreuungsquote, das Verhältnis Angebote/HartzIV-Empfänger, erzwungene Wohnungsumzüge und die Arbeitsplatzentwicklung bei Unternehmen mit ‚1-Euro-Jobbern’ dargestellt werden.
Mit der Einführung von Hartz IV, der Aufteilung der Unterstützung für Arbeitssuchende in Alg I und Alg II und dem Umbau des Arbeitsamtes in die Agentur für Arbeit und der daraus resultierenden Arge Karlsruhe (auch Jobcenter Stadt Karlsruhe) sind auch in Karlsruhe neue Strukturen beim Umgang mit arbeitslosen Menschen geschaffen worden.

Die nachhaltige Eingliederung von Alg II-Empfängern in den 1. Arbeitsmarkt hat für uns Grüne erste Priorität und liegt im besonderen Interesse der Gemeinde und der Betroffenen.

Besonders der Status, die Förderung und die Anforderungen für Hartz IV–Empfängerinnen und –Empfänger stehen dabei immer wieder in der öffentlichen Diskussion. Die Stadt Karlsruhe ist entscheidend in der Trägerversammlung und nicht zuletzt durch die ca. 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Karlsruhe an der Arge beteiligt. Regelmäßig wird im Sozialausschuss und im Aufsichtsrat der Arbeitsförderbetriebe nichtöffentlich mündlich berichtet. Zur besseren Nachvollziehbarkeit und Information der Öffentlichkeit fehlt aber ein öffentlicher schriftlicher Bericht als wichtiger Kommunikations- und Kontrollbaustein in diesem ebenso komplexen wie sensiblen Bereich.

Es ist nach Meinung der Grünen notwendig, die Wirksamkeit der neuen Instrumente und Maßnahme auch gegenüber anderen Eingliederungsmaßnahmen darzustellen und öffentlich zu machen. Vorrangiges Kriterium bei der Bewertung sollte die nachhaltige Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt sein.