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Presse

13. Juli 2006


GRÜNE wollen Integrationskonzept auf breiter Basis

Mit einer Anfrage im Gemeinderat will die Grüne Fraktion das städtische Integrationskonzept für Menschen mit Migrationshintergrund in den Fokus rücken.

Auf verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen sei immer wieder zu hören, dass auch für Karlsruhe ein Integrationskonzept in Arbeit ist. Bisher, so die GRÜNEN, sei außerhalb der Verwaltung aber kaum etwas über dessen Inhalte und Schwerpunkte bekannt. Genau das sei aber Voraussetzung für eine hohe Akzeptanz und die erfolgreiche Umsetzung eines Integrationskonzeptes. „Uns ist sehr wichtig, dass frühzeitig einschlägige Vereine und Interessensverbände mit einbezogen werden“, erläutert Stadträtin Bettina Lisbach das Anliegen der Grünen. „Auch muss von Anfang an öffentlich über Leitgedanken und Ziele der Karlsruher Integrationspolitik diskutiert werden.“

In ihrer Anfrage wollen die GRÜNEN deshalb wissen, wie weit die Arbeiten zum Integrationskonzept für Karlsruhe bereits fortgeschritten sind und welche Schwerpunkte das Konzept voraussichtlich setzen wird. Außerdem wird angeregt, Beispiele für gelungene Konzepte aus anderen Kommunen als Ideengeber einzuholen. Hier habe sich besonders Stuttgart mit seinem sehr guten Konzept hervor getan. „Davon können auch wir in Karlsruhe profitieren“ ist sich Lisbach sicher. „Auch sollten externe Expert/innen einbezogen werden, so z.B. vom Institut für angewandte Kulturwissenschaften der Universität. Wir haben hier vor Ort die optimalen Voraussetzungen für eine fachlich qualifizierte Begleitung“.

Schließlich möchten die GRÜNEN wissen, wann der Ausländerbeirat an der Erarbeitung des Konzeptes beteiligt wird und wann ein erster Entwurf des Konzeptes vorliegt, der im Gemeinderat beraten werden kann. Ziel sollte sein, das Konzept baldmöglichst der Öffentlichkeit vorzustellen und mit der Umsetzung zu beginnen.

In vielen deutschen Städten gibt es bereits Integrationskonzepte. Sie fördern das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen und schaffen den Rahmen, um Integrationshemmnisse für Menschen mit Migrationshintergrund gezielt abzubauen.

„Auch in Karlsruhe gibt es viele gute Aktivitäten und Einzelinitiativen wie Hausaufgabenbetreuung, Sprachförderung, interkulturelle Moderatoren und Patenschaftsmodelle“ ist Lisbach überzeugt. „Leider sind das aber oft nur Einzelinitiativen von einigen Engagierten. Wir brauchen hier viel mehr flächendeckende Angebote für das gesamte Stadtgebiet. Kommunale Integrationspolitik darf sich eben nicht auf die Förderung von Ehrenamtlichen beschränken. Wir müssen allen Menschen mit Migrationshintergrund bei uns ganz gezielt Perspektiven aufzeigen.“