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Anfragen

29- April 2015

Recycling von elektronischen und IT-Geräten bei der Stadtverwaltung


Anfrage:

  1. Wie hoch ist die durchschnittliche Nutzungsdauer von elektronischen und IT-Geräten im Zuständigkeitsbereich der Stadtverwaltung, wie z.B. Arbeitsplatz-PC´s, Notebooks, Tablets, Bildschirme, Kopierer, Scanner und Drucker bzw. Multifunktionsgeräte?
  2. Gibt es ein Nachnutzungskonzept für ausgemusterte elektronische und IT-Geräte?
    • Wenn ja, in welcher Weise werden z.B. Sozialeinrichtungen und Einrichtungen freier Träger in ein Nachnutzungskonzept eingebunden?
    • Wenn nein, wie und durch wen werden die ausgemusterten elektronischen und IT-Geräte entsorgt?
  3. Gibt es ein Recyclingkonzept für defekte bzw. nicht mehr nutzbare elektronische und IT-Geräte?

 

Sachverhalt/Begründung

Die im Zuständigkeitsbereich der Verwaltung verwendeten elektronischen oder IT-Geräte wie z.B. PC´s, Notebooks, Tablets, Bildschirme, Kopierer, Scanner und Drucker (oder Multifunktionsgeräte) haben eine begrenzte Nutzungsdauer und müssen in regelmäßigen Abständen ersetzt werden.
 
Viele der ausgemusterten Geräte sind dennoch nicht defekt. Sie könnten beispielsweise für Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden, für deren Arbeit nicht die neuesten Modelle notwendig sind. Für die meisten dieser Geräte wird bei der Herstellung mehr Energie verbraucht, als sie in ihrer gesamten Betriebszeit an Strom verbrauchen. Zudem wird ein erheblicher Materialaufwand betrieben. Die Öko-Bilanz der Geräte würde sich deshalb mit einer längeren Nutzungsdauer verbessern.
 
In den nicht mehr nutzbaren Geräten sind wertvolle Rohstoffe wie z.B. Kupfer, Aluminium, Gold, Silber, Kupfer, Palladium und die sogenannten Seltenen Erden, gleichzeitig aber auch umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe wie Cadmium, Blei, Quecksilber oder polybromhaltige Flammschutzmittel enthalten. Ein städtisches Recyclingkonzept sollte daher eine hohe Rückgewinnung der in den Geräten enthaltenen Rohstoffe sowie die umweltschonende Entsorgung des dann übriggebliebenen Elektroschrotts gewährleisten.
 
Karlsruhe sollte nicht nur als führende IT-Stadt wahrgenommen werden wollen, sondern sich auch vorbildlich um ein Nachnutzungs- bzw. Recyclingkonzept der ausgemusterten Alt-Geräte bemühen.
 
Unterzeichnet von:
 
 Johannes Honné     Bettina Lisbach      Dr. Ute Leidig      Zoe Mayer      Joschua Konrad
 
Stellungnahme der Stadtverwaltung für die Gemeinderatssitzung am 30.06.2015